Berufseinstieg: So wirst du als Trainee erfolgreich.

Berufseinstieg: So wirst du als Trainee erfolgreich.
Wie soll deine Zukunft nach dem Hochschulabschluss aussehen und was musst du als Berufseinsteiger wissen? Hier erfährst du, wann ein Trainee-Programm Sinn für dich macht, was für Alternativen du hast und welche Voraussetzungen du wie für den Einstieg als Trainee nutzen kannst!
  1. Wer gilt als Berufseinsteiger?

    Als Berufseinsteiger giltst du, wenn du kürzlich die Schule, eine Ausbildung oder die Uni abgeschlossen hast und nun deinen ersten „richtigen“ Arbeitsvertrag schließt – Nebenjobs während des Studiums oder Ähnliches werden hier außer Acht gelassen. Berufseinsteiger haben also wenig bis keine praktische Erfahrung in ihrem künftigen Einsatzbereich. Dementsprechend bist du auch, wenn du eine Umschulung machst, weil du dich neu orientieren willst, der Definition nach ein Berufseinsteiger.

  2. Nach dem Bachelor: Trainee-Programm oder Master?

    Nach dem Bachelor steht eine Entscheidung an: Einen Master dranhängen oder ab ins Arbeitsleben? Kannst du dir einen Berufseinstieg vorstellen, bietet sich ein Trainee-Programm aufgrund des hohen Lernfaktors an. Aber matchen Bachelor und Trainee-Programm überhaupt, oder brauchst du einen höheren Abschluss?

    Brauchst du nicht grundsätzlich! Die meisten Unternehmen ziehen keinen bestimmten Abschluss vor, da es sich bei einem Trainee-Programm ja auch um eine Ausbildung handelt. Allerdings kann es sich im Gehalt niederschlagen, wenn du „nur“ den Bachelor vorweisen kannst. Interessierst du dich gezielt für ein Unternehmen, solltest vor deiner Bewerbung rauszufinden, ob es auch ein Trainee-Programm für Bachelorabsolventen gibt.

    Hier findest du jeweils die Vorteile, die ein Masterstudium und ein Trainee-Programm nach dem Bachelor mit sich bringen:

    Pro Master.

    • Mehr Gehalt: Hast du einen Masterabschluss, verdienst du als Berufseinsteiger deutlich mehr als mit einem Bachelorabschluss – und zwar 10% durchschnittlich.  

    • Mehr Ansehen: Trittst du beim Bewerben gegen jemand ebenso Schlaues an, der einen Master hat, ist es gut möglich, dass dieser vorgezogen wird.

    • Mehr Sicherheit: Rein persönlich gesehen – manch einer fühlt sich nach drei Jahren einfach noch nicht genug vorbereitet, um ins Berufsleben zu starten.

    • Mehr Studentenleben: Mittags mit den Kommilitonen in der Mensa übers Essen schimpfen und nachmittags im Park liegen: So genießt man studentisch!

    • Mehr Theorie: Im Masterstudium erweiterst du deinen theoretischen Background – wenn du das möchtest, bevor du praktisch startest, bist du hier richtig.

    Pro Trainee.

    • Endlich Praxis: Drei Jahre Theorie reichen dir? Als Trainee lernst du weiter, aber eben zum großen Teil praktisch.

    • Endlich Geld: Während des Studiums kommt man durch Nebenjobs schon klar. Aber einfach mal „richtiges“ Gehalt zu bekommen, hat schon auch was.

    • Endlich Sicherheit: Als Trainee hast du schon in jungen Jahren und „nur“ mit einem Bachelor-Abschluss den Fuß bei einem Unternehmen in der Tür.

    • Voll im Trend: Absolventen als Nachwuchs direkt im Unternehmen auszubilden ist für viele Firmen einfach sinnig. Die Trainee-Ausbildung ist damit hoch angesehen!

    • Sanfter Einstieg: Du brauchst dir keine Sorgen machen, dass du als Bachelor zu wenig weißt – als Trainee wirst du noch ausgebildet und lernst weiter.

    • Jung, dynamisch, erfolgreich: Nach dem Bachelor gehörst du zu den jüngsten Berufseinsteigern – das freut Unternehmen, die alte Strukturen aufbrechen wollen.

    • Endlich Feierabend: Kein Lernen am Abend, sondern raus aus der Arbeit und rein in die Freizeit – der Segen fester Arbeitszeiten.

    So viel zur Theorie – ob Master oder Trainee-Programm das Richtige für dich sind, ist letztendlich Typsache. Und das eine schließt das andere auch nicht aus: Es gibt Unternehmen, die das Dilemma erkannt haben und Bachelor-Absolventen in ihrer Entscheidung unterstützen, indem sie es möglich machen, Master-Studium und Trainee-Programm leicht zu verbinden. Drei davon wollen wir euch hier kurz vorstellen:

    PreMaster von Bosch: Der praktische Weg zum Master.

    Mit dem PreMaster Programm von Bosch hast du die Möglichkeit, erst Berufserfahrung zu sammeln und dann das Masterstudium zu absolvieren. Dabei bist du bis zu deinem Abschluss angestellt, wirst vergütet und profitierst von allen Vorteilen des Trainee-Programms. Nach dem PreMaster-Programm steigen viele Absolventen direkt bei Bosch ein. Ein weiterer Vorteil: Im Rahmen des Studentenprogramms students@bosch kannst du dein Karrierenetzwerk schnell ausbauen. 

    Master@IBM: Your future made with IBM.

    Bei IBM kannst deinen Master und ein Trainee-Programm verbinden. Das heißt, du studierst vier Semester an einer Hochschule und arbeitest parallel in einer Fachabteilung bei IBM. Während der Zeit wirst du natürlich vergütet. Außerdem werden deine Studiengebühren übernommen und du kannst sowohl dein Theoriewissen in die Praxis umsetzen als auch dich intern weiterbilden.

    A.S.I.: Steile Aufstiegschancen.

    Auch A.S.I. unterstützt seine Trainees dabei, während des Trainee-Programms einen Master an der FOM zu absolvieren. Und zwar, um sich zum Financial Planner an der „Bank of Finance and Management“ ausbilden zu lassen. Obendrauf gibt es eine Bezuschussung für anfallende Gebühren. Darüber hinaus bieten manche Unis, wie zum Beispiel die Hochschule für Angewandte Wissenschaften in München, die Möglichkeit eines Teilzeitstudiums in Kombination mit einem Trainee-Programm. Dafür kooperieren sie gezielt mit Unternehmen, damit alles reibungslos abläuft.

  3. Direkteinstieg oder Trainee-Programm?

    Der Direkteinstig ist nach wie vor die häufigste Variante des Berufseinstiegs, aber 47 Prozent der Unternehmen bieten mittlerweile auch Trainee-Programme an. Dazu kommen kurze Einstiegsprogramme, die mit einer längeren Einarbeitungsphase vergleichbar sind.

    Quelle: Statista (2015) de.statista.com/statistik/daten/studie/408725/umfrage/einstiegsformen-fuer-hochschulabsolventen-in-deutschen-unternehmen/

    Soll es der Berufseinstieg nach dem Studium sein, steht also die Entscheidung an, ob du den direkten Weg oder den eines Trainees wählst. So unterscheiden sich Trainee-Programm und Direkteinstieg:

    1. Inhalt.

    Als Trainee liegt der Fokus auf deiner Ausbildung und fachlichen, persönlichen und methodischen Weiterentwicklung in Theorie und Praxis. Dabei ist deine Zielposition oft noch nicht festgelegt. Die Betreuung während eines Trainee-Programms ist sehr intensiv: Du bekommst einen Mentor zur Seite gestellt, der bei Fragen, Problemen sowie deiner Karriereentwicklung zur Stelle ist. Durch eine Rotation durch verschiedene Abteilungen bekommst du einen guten Gesamtüberblick und du hast die Möglichkeit, über den Tellerrand hinauszuschauen. Auch Auslandsaufenthalte stehen oft auf dem Ausbildungsplan für Trainees.

    Als Direkteinsteiger hingegen arbeitest du in einem festen Team. Das macht auch Sinn: Schließlich wirst du für eine bestimmte Stelle eingestellt und bist dort Spezialist für ein Thema. Nach der Einarbeitungsphase kannst du schnell mit Verantwortung in großen Projekten rechnen. Auch als fester Mitarbeiter bekommst du Weiterbildungen, jedoch fallen sie nicht so automatisch an, wie das bei Trainees der Fall ist. Was Auslandsaufenthalte betrifft, so bieten sich oft nach ein paar Jahren Gelegenheiten für eine längere Phase an einem internationalen Standort.

    2. Sicherheit.

    Als Direkteinsteiger bekommst du – es sei denn, die Stelle ist zeitlich begrenzt aufgrund einer Elternzeitvertretung oder aus ökonomischen Gründen von Firmenseite – einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Nachdem du die meist sechsmonatige Probezeit überstanden hast, bist du also auf deiner Position gesetzt.

    Als Trainee ist ein unbefristeter Arbeitsvertrag eher eine Ausnahme, die es aber auch gibt. In der Regel bekommst du zuerst einen befristeten Arbeitsvertrag, der auf die Zeit des Trainee-Programms begrenzt ist. Da das Unternehmen aber das Ziel verfolgt, dich gezielt auf eine hohe Position vorzubereiten, kannst du davon ausgehen, dass du nach deiner Trainee-Ausbildung einen unbefristeten Vertrag bekommst.

    3. Gehaltsunterschiede.

    Bei den meisten Unternehmen fällt das Trainee-Gehalt niedriger aus als das, was du bei einem Direkteinstieg verdienst. Es gilt die Faustregel: Bei einem guten Trainee-Programm verdienst du maximal fünf bis zehn Prozent weniger.

    Das durchschnittliche Trainee-Gehalt liegt bei ca. 39.600 Euro im Jahr – und wie viel es konkret ist, ist stark abhängig von der Branche, in der du anfängst. Die Gehälter schwanken zwischen 23.000 und 52.000 Euro im Jahr. 

    Das durchschnittliche Direkteinsteiger-Gehalt liegt bei ca. 42.000 Euro im Jahr und damit nur knappe sechs Prozent drüber. Natürlich verdienst du auf den ersten Blick als Direkteinsteiger besser, aber als Trainee wird durch umfassende Weiterbildungsmaßnahmen dafür in deine Zukunft investiert, und oft verdienst du im zweiten Jahr mehr als im ersten.

    4. Karriereaussichten.

    Als Trainee wirst du im Idealfall auf eine Fach- oder Führungsposition vorbereitet. Hier ist der Karriereweg zwar nicht thematisch von Beginn an festgelegt, aber es ist relativ sicher, dass es diesen Weg nach ein bis zwei Jahren geben wird. Wichtig ist hier, dass es im Hintergrund auch Vakanzen gibt – ist dies nicht der Fall, kannst du den Kürzeren ziehen.

    Als Direkteinsteiger hast du zwar die Sicherheit eines unbefristeten Arbeitsvertrages mit einem ansehnlichen Gehalt, aber ob und wann ersehnte Beförderungen kommen, steht nicht von vorneherein fest. Dennoch kannst du dich auch hier im Vorfeld informieren, wie mögliche Karrierestufen aussehen und was gegeben sein muss, damit du sie auch erreichst.

    Auf einen Blick: Du bist perfekt für den Direkteinstieg, wenn du ...

    • Spezialist bist
    • Schnell große Projekte bearbeiten willst
    • Viel Wert auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag sowie ein hohes Einstiegsgehalt legst
    • Gerne an einem Ort bleibst

    Ein Trainee-Programm ist das Richtige für dich, wenn du ...

    • Generalist bist
    • Wissbegierig und karriereaffin bist
    • Kontaktfreudig bist
    • Eine Mischung aus Verantwortung und Sicherheitsnetz magst
    • Reisefreudig und mobil bist
  4. Praktische Erfahrungen vor dem Trainee-Programm erleichtern den Weg.

    In den Stellenangeboten für Berufseinsteiger wird oft praktische Erfahrung gefordert. Da Trainee-Programme bewusst für frisch gebackene Absolventen konzipiert sind, zählen natürlich auch Praktika dazu. Diese sind eine sehr gute Möglichkeit, erste Berufsluft zu schnuppern. Wenn du ganz vorausschauend bist, absolvierst du ein Praktikum bei einem Unternehmen, das du dir auch gut als künftigen Arbeitgeber vorstellen kannst – so hast du schon als Student einen Fuß in der Tür. Da die Unternehmen großen Wert darauf legen, wiegen deine Praxisskills im Lebenslauf auch oft mehr als dein Hochschulabschluss.

    Während es bei manchen Studenten und Absolventen geradezu Wettkämpfe gibt, wer die meisten Praktika macht, empfehlen Experten, sich auf eher wenige, dafür aber längere Praktika zu konzentrieren. Praktika sollten zielgerichtet sein und eine längere Projektmitarbeit umfassen. Es gilt: Qualität vor Quantität. Die Zeiten, in denen Praktikanten nur Kaffee kochen durften und nichts verdient haben, sind zum Glück vorbei – das Praktikum sieht also nicht nur auf dem Papier gut aus, sondern du nimmst auch wichtige Learnings für deinen Berufseinstieg als Trainee mit.

  5. Berufseinstieg als Trainee für Quereinsteiger.

    Du hast kein Prädikatsexamen, das Auslandssemester ausgelassen, ein Orchideenfach studiert oder gar das Studium abgebrochen, in den Semesterferien Urlaub statt Praktika gemacht und kein ehrenamtliches Engagement vorzuweisen?

    Stimmt auch nur eine Sache davon, wird es schon schwer, zu einem Vorstellungsgespräch in die heiligen Hallen eines großen Konzerns eingeladen zu werden. Ob Studienabbrecher, Quereinsteiger, Geisteswissenschaftler oder Durchschnittsabsolvent: Gerne stecken Personaler jeden, der von der Elite-Norm abweicht, in eine Schublade. Das heißt aber nicht, dass du aufgeben sollst!

    Will es bei den Großen nicht klappen, ist es an der Zeit, Ausschau nach kleinen und mittelständischen Unternehmen zu halten. Bei den sogenannten KMU ist der Andrang nicht so groß. Dementsprechend steigen die Chancen von Quereinsteigern und Co. auch ohne einen hervorragenden Lebenslauf. Klingt nach einem perfekten Deal, aber dennoch ist es wichtig, dass du dir der Vor- und Nachteile eines Trainee-Programms bei einem kleinen Unternehmen bewusst bist und einige Sachen beachtest.

    Keine Angst vor kleinen Unternehmen: Die Vorteile.

    Klaus Nathusius, Honorarprofessor der Georg-August-Universität Göttingen, rät seinen Studenten zum Berufseinstieg bei kleinen und mittleren Unternehmen:

    Dort lernen sie aufgrund der geringen Betriebsgröße zwangsläufig das ganze Unternehmen kennen.

    Bei einem DAX-Konzern laufe man dem Geschäftsführer als Berufseinsteiger normalerweise nie über den Weg, geschweige denn spricht mit ihm.

    Im Mittelstand aber passiert das jeden Tag. Da kann man sehr viel für die weitere Karriere lernen,

    so Nathusius.

    Bei kleineren Unternehmen erhält man durch die räumliche Nähe automatisch mehr Einblicke in die anderen Abteilungen und arbeitet, wenn Not am Mann ist, zeitweise auch in allen Bereichen mit. Dadurch entwickelt man ein Verständnis dafür, wie ein Unternehmen als Ganzes funktioniert. Genau das ist ein wesentliches Kennzeichen eines guten Trainee-Programms.

    Vorteile eines kleinen Unternehmens im Überblick.

    • Flache Hierarchieebenen
    • Kontakt zur Geschäftsführung
    • Gesamtüberblick über die Zusammenhänge
    • Persönliche Arbeitsatmosphäre, meistens duzt man sich vom Prakti bis zum Geschäftsführer, oft ist der Dresscode entspannter
    • Möglichkeiten, Allround-Wissen aufzubauen und auch abteilungsübergreifend mitzuarbeiten
    • Kürzere Entscheidungswege und direktere Kommunikation

    Genau hinschauen: Die Nachteile.

    Wer als Quereinsteiger als Trainee bei einem kleinen Unternehmen landet, muss sich allerdings auch auf Nachteile gefasst machen. Dazu zählen zum Beispiel ein geringeres Gehalt oder schlechte Übernahmechance. Es kommt auch vor, dass Trainees zwar tatkräftig praktisch mitarbeiten, dabei aber weitgehend allein gelassen werden und Dinge wie Mentoring oder Weiterbildungen einfach wegfallen.

    Es ist wichtig, dass du im Vorstellungsgespräch genau abklopfst, wie die Konditionen aussehen, wie die Zusammenarbeit abläuft und inwiefern du Chancen hast, nach dem Programm im Unternehmen zu bleiben. Wirst du hier mit vagen Aussagen abgespeist, lieber Finger weg!

    Auf einen Blick: Folgende Anzeichen sprechen dafür, dass etwas schiefläuft.

    • Du bringst dir das Meiste selber bei – „Weiterbildungen“ beschränken sich darauf, dass dir der Chef mal fünf Minuten etwas erklärt oder der Chef dir einen Text zuschickt
    • Wenn es um eine mögliche Übernahme geht, wird immer was von „grundsätzlich möglich, da müssen wir mal schauen“ gemurmelt
    • Du hast das Gefühl, dass du Aufgaben erledigst, die anderen lästig sind und die dich überhaupt nicht weiterbringen
    • Andererseits bekommst du Verantwortung übertragen, wirst damit aber komplett allein gelassen
    • Du wirst nicht wirklich betreut und bekommst kein fundiertes Feedback zu deiner Arbeit.

    TIPP: Lass dich nicht abschrecken! Nur weil kleine Unternehmen weniger bieten können, heißt das nicht, dass du dort wenig lernst oder ausgebeutet wirst. Um Defizite zum Beispiel in Sachen Betreuung und Weiterbildung bei Trainee-Programmen in kleinen und mittelständischen Unternehmen auszugleichen, wurden bereits zahlreiche Initiativen ins Leben gerufen.

    Dazu gehören zum Beispiel das Projekt „GÖtrain“ in Niedersachsen oder das Programm Dreipunktnull in NRW oder date up mit Standorten in Hamburg, Schwerin und Stuttgart und Dortmund. Ziel ist, ausgewählte Seminare von Soft Skills über SAP Ausbildung bis hin zu Projektmanagement oder Business English für Trainees anzubieten und sie damit für die praktischen Anforderungen des Berufsalltags fit zu machen, sofern das nicht intern im Unternehmen geschieht.

  6. Trainee-Programm mit Berufserfahrung.

    Trainee-Programme sind in der Regel klassische Einstiegspositionen. Mit wie viel Jahren Berufserfahrung macht es noch Sinn, sich auf eine Trainee-Stelle zu bewerben? Gerhard-Herrmann Koch, Autor des Karrierehandbuchs, sagt dazu:

    Mit einer Erfahrung von bis zu zwei bzw. drei Jahren im Mittelstand kann ein Trainee-Programm noch Sinn machen, wenn der Betroffene in ein Großunternehmen wechselt.

    Sicher fällt nach einem Bachelor die Entscheidung für ein Trainee-Programm leichter als nach einem Diplom und drei Jahren Berufserfahrung, einfach, weil man auf die Art und Weise einen Aufstieg um circa zwei Jahre „verzögert“. Möchte man die Zeit investieren und zeigt dem Unternehmen seinen Willen, weiter zu lernen, spricht nichts gegen ein Trainee-Programm mit Berufserfahrung im Gepäck.