Einstiegsgehalt für Absolventen 2021.

Einstiegsgehalt für Absolventen 2021.

Gehalt ist nicht alles – aber dennoch ein wichtiger Faktor, wenn es um die Entscheidung für ein Studienfach oder den ersten Vollzeit-Job in einem Unternehmen geht. Hier findest du eine Übersicht zu Einstiegsgehältern in verschiedenen Branchen, von Informatik über Maschinenbau, als Wirtschaftsingenieur oder als Bachelor BWL und erfährst, welche weiteren Faktoren einen großen Einfluss auf dein Gehalt als Absolvent haben.

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Davon hängt dein Einstiegsgehalt ab.

Letztendlich ist das Einstiegsgehalt nach dem Studium immer Verhandlungssache – du nennst eine Zahl, dein künftiger Arbeitgeber nennt eine Zahl, und im Idealfall nähert ihr euch deiner Gehaltsvorstellung an. Dabei ist es wichtig, dass du deine Gehaltsvorstellung gut formulieren kannst. Ganz willkürlich wird dein Verdienst aber nicht festgelegt, sondern richtet sich nach verschiedenen Faktoren, sodass eine gewisse Vergleichbarkeit herrscht:

  • Steigst du als Direkteinsteiger_in* oder Trainee ein?
  • Welchen Abschluss hast du?
  • Was hast du studiert?
  • Hast du deinen Abschluss an der FH oder an der Uni gemacht?
  • In welcher Branche steigst du ein?
  • Steigst du in einen Konzern, ein KMU oder ein Start-up ein?
  • In welchem Bundesland wirst du arbeiten?

Inwiefern diese Faktoren dein Einstiegsgehalt auf dem Arbeitsmarkt bestimmen und wie viel du konkret verdienen kannst, erfährst du im Folgenden.

Einstiegsgehalt: Trainee vs. Direkteinsteiger.

Axel Springer Trainee im Controlling ingenieurwissenschaftlichen Bereich Medienbranche

Als Trainee wird man noch ausgebildet, sodass das Unternehmen zusätzlich zu deinem Gehalt viel für Betreuung und Weiterbildung in dich investiert. Dennoch sollte der Unterschied beim Einstiegsgehalt zwischen Trainee oder Direkteinsteiger maximal fünf bis zehn Prozent betragen. Durchschnittlich verdienst du im Job

  • als Trainee 39.600 Euro und
  • als Direkteinsteiger 43.000 Euro jährlich.

Da ein Trainee-Programm vom Inhalt her gezielt auf eine Fach- oder Führungsposition vorbereitet, kannst du dich im Anschluss in der Regel auf schnelle Gehaltssprünge als Arbeitnehmer freuen.

Eine dritte Option ist der Einstieg als Volontär. Volontariate werden verstärkt im Journalismus, aber auch im PR-Bereich oder im Öffentlichen Dienst angeboten, und sind leider nicht besonders gut bezahlt – wenn auch teilweise nach Tarif. Durchschnittlich verdienen Volontäre gerade mal 1.426 Euro brutto im Monat. Wenn du bei einem großen Medienhaus ein Volontariat absolvieren möchtest, informiere dich in jedem Fall, ob auch Traineeprogramme angeboten werden. Denn diese sind meist lukrativer: Das Trainee-Gehalt bei Axel Springer liegt beispielsweise bei circa 40.000 Euro.

Die Branche spielt auch bei Trainee-Programmen eine entscheidende Rolle. Als Trainee im Controlling bei der Deutschen Bank oder im ingenieurwissenschaftlichen Bereich, z. B. als Wirtschaftsingenieur in der Automobilindustrie, erwartet dich ein Einstiegsgehalt bis 45.000 Euro, während du dich als Trainee im Tourismus oder in einem Unternehmen der Medienbranche oder in der Werbung bei 23.000 Euro jährlich bewegst. In anderen Fachrichtungen kann das Trainee-Gehalt stark schwanken – im Bereich Innenarchitektur beispielsweise pendelt das Einstiegsgehalt selbst für eine Fachkraft mit Diplom zwischen 30.000 Euro und knapp 50.000 Euro.

Hier siehst du die Einstiegsgehälter von Trainees pro Monat im Job im Überblick:

JOB-BEREICH DURCHSCHNITTSGEHALT MONAT TIPPS
IT 3.113 € Karriere-Check machen
Consulting 4.925 € Karriere-Check machen
Vertrieb 3.932 € Karriere-Check machen
Ingenieur 4.766 € Karriere-Check machen
Finance 4.354 € Karriere-Check machen
Management 4.904 € Karriere-Check machen
Marketing 3.783 € Karriere-Check machen
Controlling 4.508 € Karriere-Check machen
Maschinenbau 3.788 € Karriere-Check machen
Projektmanagement 3.784 € Karriere-Check machen
Business Development 3.738 € Karriere-Check machen
Logistik und Transport 3.658 € Karriere-Check machen
Versicherung 4.133 € Karriere-Check machen
Elektrotechnik 3.839 € Karriere-Check machen
Bank 3.877 € Karriere-Check machen
Bauingenieurwesen 4.070 € Karriere-Check machen
Mathematik 4.392 € Karriere-Check machen
Wirtschaft 4.100 € Karriere-Check machen
Einkauf 3.741 € Karriere-Check machen
Supply Chain Management 3.929 € Karriere-Check machen
Medien und Medienplanung 3.570 € Karriere-Check machen
Online Marketing 3.962 € Karriere-Check machen
Personal 4.237 € Karriere-Check machen
Architektur 3.271 € Karriere-Check machen
Pflege- und Gesundheitsmanagement 3.900 € Karriere-Check machen
Immobilien 3.113 € Karriere-Check machen
Public Relations 4.020 € Karriere-Check machen
Energiewirtschaft 4.629 € Karriere-Check machen
Fashion und Mode 2.418 € Karriere-Check machen
Naturwissenschaften 3.113 € Karriere-Check machen
Pharma 3.108 € Karriere-Check machen
Sport 3.108 € Karriere-Check machen
Wirtschaftsingenieurwesen 3.452 € Karriere-Check machen
Umwelt und Nachhaltigkeit 3.208 € Karriere-Check machen
Verlag 3.112 € Karriere-Check machen

Einstiegsgehalt nach Abschluss.

Hast du nach dem Studium einen Bachelor-Abschluss, liegt dein Einstiegsgehalt durchschnittlich neun Prozent unter dem Einkommen nach einem Masterstudium; bei einer Promotion ist sogar noch mehr drin. Grundsätzlich kann der Unterschied mehrere Tausend Euro betragen.

In konkreten Zahlen ausgedrückt liegt das durchschnittliche Gehalt folgendes:

  • Master-Gehalt bei 45.000 Euro
  • Gehalt nach dem Bachelorstudium 39.840 Euro .

Besonders für Ingenieure (besonders Wirtschaftsingenieure), Juristen, Wirtschaftswissenschaftler und Naturwissenschaftler lohnt es sich für ein gutes Einstiegsgehalt, an das Bachelorstudium noch ein Masterstudium anzuhängen, während innerhalb der Geisteswissenschaften die praktische Erfahrung mehr wiegt, als der Abschluss. Auch Informatiker können durch viel Praxiswissen in der Gehaltsverhandlung beim Einkommen punkten.

Hier drei Beispiele, wie viel bzw. wie wenig der Unterschied beim Gehalt für Berufseinsteiger betragen kann:

  • Einstiegsgehalt Marketing, Beispiel Produktmanagement: Mit Bachelor 40.419 Euro, mit Master 45.808 Euro
  • Einstiegsgehälter Informatik, Beispiel Webentwicklung: Mit Bachelor 35.429 Euro, mit Master 35.735 Euro
  • Einstiegsgehalt Ingenieurwesen, Beispiel Maschinenbau: Mit Bachelor 45.141 Euro, mit Master 47.084 Euro
  • Einstiegsgehälter BWL: Mit Bachelor 39.307 Euro, mit Master 46.448 Euro.

Während das Einstiegsgehalt für Informatiker und Maschinenbauer nach einem Masterstudium nicht viel höher ist als für Bachelorabsolventen, unterscheidet sich das BWLer Gehalt um über 7.000 Euro im Jahr.

Grundsätzlich lohnt es sich also, aktuelle Gehaltsentwicklungen zu verfolgen, bevor man die Entscheidung für einen Masterstudiengang oder Job nach dem Bachelorstudium trifft. Interessieren dich bestimmte Arbeitgeber solltest du frühzeitig checken, welcher Abschluss für den Einstieg bei ihnen vonnöten ist: Manche Unternehmen verlangen von Berufseinsteigern den Master oder – vor allem im naturwissenschaftlichen Bereich – sogar eine Promotion.

Bei der Entscheidung solltest du bedenken, dass du als Master zwar mehr verdienst, aber auch noch zwei Jahre länger studierst und dich finanzieren musst, während du als Bachelor-Absolvent schon früher ein festes Gehalt verdienst. Besonders mit einem Bachelor in Informatik kann das Einstiegsgehalt schnell in die Höhe klettern, wenn du viel Praxiserfahrung mitbringst.

Einstiegsgehalt nach Studiengängen.

Bereits im Studium legst du den Grundstein für dein künftiges Einstiegsgehalt – mit einem Bachelor of Science, zum Beispiel in Informatik oder Wirtschaftsinformatik, oder einem Bachelor of Engineering in Ingenieurwissenschaften stehst du in der Regel besser da, als mit einem Bachelor of Arts in Kommunikationswissenschaften oder Pädagogik. Bei breit gefächerten Studiengängen wie BWL stehen dir nach dem Bachelor in Sachen Einstiegsgehalt erstmal alle Möglichkeiten offen, da du – je nach Spezialisierung – verschiedenste Positionen in unterschiedlichen Unternehmen besetzen kannst.

Konkret sahen die durchschnittlichen Bruttojahresgehälter nach Branchen 2020 in Deutschland so aus:

STUDIENRICHTUNG EINSTIEGSGEHALT
Medizin (und Zahnmedizin) 55.791 Euro
Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Pharmazie, Physik) 56.411 Euro
Wirtschaftsingenieurwesen 51.617 Euro
Ingenieurwissenschaften 53.166 Euro
Rechtswissenschaften 56.268 Euro
Mathematik und Informatik 56.411 Euro
Wirtschaftsinformatik 45.566 Euro
BWL, VWL, Wirtschaftswissenschaften 45.099 Euro
Psychologie 42.662 Euro
Geowissenschaften 56.411 Euro
Lehramt 41.732 Euro
Politik- und Sozialwissenschaften 44.671 Euro
Design 38.343 Euro
Architektur 36.155 Euro
Erziehungswissenschaften, Sozialpädagogik 33.699 Euro
Philosophie und Geisteswissenschaften 37.971 Euro
Geschichts- und Kulturwissenschaften 36.726 Euro

Quelle: gehalt.de

Einstiegsgehalt nach Hochschule.

Du überlegst, ob eine Uni, eine Fachhochschule oder eine private Hochschule das Richtige für dich ist? Abgesehen davon, dass die Struktur unterschiedlich ist – an der FH studierst du in kleineren Gruppen und anwendungsorientierter als an der Uni, wo du dich dafür mehr der Forschung zuwenden und promovieren kannst – kann sich deine Wahl auf dein erstes Gehalt auswirken.

Als Uni-Absolvent verdienst du durchschnittlich mit knapp 44.000 Euro im Vergleich zu einer privaten Hochschule sieben Prozent mehr, die FH liegt dazwischen knapp unter der Uni mit circa 42.400.

Im konkreten Fall kann der Unterschied wesentlich höher sein: Ein Wirtschaftsingenieur beispielsweise bekommt als Uni-Absolvent 48.052 Euro Gehalt, nach der FH hingegen „nur“ 43.278 Euro.

Einstiegsgehalt nach Branche.

Vor allem die Branche, in der du einsteigst, hat einen entscheidenden Einfluss darauf welche Gehaltsvorstellungen du haben kannst – denn selbst wenn du Sprachwissenschaften studiert hast, kann es sein, dass du als Quereinsteiger zum Beispiel im Consulting landest.

So wie bei den Trainee-Gehältern spiegelt sich auch hier die Tendenz wider, dass Branchen wie Automotive oder Finanzen ganz oben auf dem Gehaltsmarkt mitspielen, während Tourismus, Medien und Marktforschung das Schlusslicht bilden.

Einstiegsgehalt nach Firmengröße.

Ob du in einem international agierenden Konzern oder in einem Start-up deine Karriere startest, hat natürlich ebenfalls einen Einfluss auf dein Einkommen nach dem Direkteinstieg.

Große Unternehmen wie Norma, Unilever oder Rolls-Royce mit Tausenden von Mitarbeitern verfügen über eine höhere Wirtschaftskraft als kleine und mittelständische Unternehmen und können so Absolventen höhere Gehälter zahlen. Oftmals sind sie außerdem an einen Tarifvertrag gebunden.

Grob kann man folgende Einteilung in Bezug auf das durchschnittliche Gehalt vornehmen:

  • Firmen mit weniger als 100 Mitarbeitern: Einstiegsgehalt 34.075 Euro im Jahr
  • Firmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitern: Einstiegsgehalt 38.40 Euro im Jahr
  • Firmen mit bis zu 5.000 Mitarbeitern: Einstiegsgehalt 44.134 Euro im Jahr
  • Firmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern: Einstiegsgehalt 47.000 Euro im Jahr

Einstiegsgehalt nach Bundesland.

Nicht zuletzt hat es einen Einfluss auf dein Einkommen, wo du dich bewirbst. Dass im Süden Deutschlands die Gehälter höher sind als im restlichen Land, ist kein Geheimnis mehr. In Bayern und Baden-Württemberg können sich Berufseinsteiger, die beispielsweise als Ingenieure im stark vertretenen Automotive-Bereich einsteigen, auf ein Gehalt um die 49.000 Euro freuen.

In Hessen sieht der durchschnittliche Verdienst für Berufseinsteiger ähnlich erfreulich aus, genauso in Hamburg und Berlin. Das Schlusslicht im Gehalts-Ranking bilden die neuen Bundesländer Thüringen, Sachsen und Mecklenburg Vorpommern – im Ost-West-Vergleich ergibt sich ein Gehalts-Gefälle von 25 Prozent.

Fazit und Prognose.

Grundsätzlich ist die Tendenz der Gehälter branchenübergreifend seit ca. 2016 steigend. Besonders Beschäftigte in der Chemie- und Pharmabranche profitieren zunehmend. Laut einer Studie verdienen sie 19 bzw. 20 Prozent mehr, als der Durchschnitt. Wie aussagekräftig Statistiken zum Gehalt wirklich sind, sei dahingestellt – letztendlich nützt es dem Durchschnittsangestellten wenig, wenn die Steigerung nur die Chefetage betrifft. Dennoch ist hier eine positive Entwicklung zu erkennen. Und selbst wenn der Blick auf den Gehaltszettel keinen unmittelbaren Jubel auslöst, so gibt es noch viel mehr, was einen guten Job jenseits vom Gehalt ausmacht.

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