Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG: So läuft das Trainee-Programm.

Erfahrung als Trainee: Rolls-Royce.
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Interview mit Ali Elfeky – Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG

Trainee

„Die Betreuung finde ich exzellent – die erfahrenen Kollegen nehmen sich wirklich Zeit, um komplizierte Sachverhalte zu erklären!“ – Ali Elfeky ist mit seinem Einstieg als Trainee im Engineering Graduate Development Programme bei Rolls-Royce mehr als zufrieden. Im Interview mit Trainee-Geflüster erzählt er, was er sonst noch besonders schätzt und wie es um Gehalt, Work-Life-Balance und Zukunftsperspektiven steht.

Hallo Ali, wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle ab?

Die Bewerbung erfolgt mit den üblichen Unterlagen über das Rolls-Royce Onlineportal. Nach Abschicken der Bewerbung muss ein Online-Test absolviert werden, zu dem es auch Übungen auf der Rolls-Royce Karriereseite gibt. Einige Wochen später kamen dann auch das positive Feedback und die Einladung zum eintägigen Assessment Center.

Beim Assessment Center werden mehrere einzelne Gespräche geführt. Als Validierung der Ergebnisse der Online-Tests wird ein weiterer exemplarisch schriftlich im Laufe des Tages gelöst. Zusätzlich findet eine Gruppenarbeit statt und man muss eine technische Case Study bearbeiten. Hierbei wurde sehr viel Wert auf Problemlösekompetenz und Systemverständnis gelegt. Die Atmosphäre während des Assessment Centers ist sehr freundlich, offen und allgemein sehr gut organisiert. Der Druck und die befürchtete Konkurrenz sind bei mir sehr schnell verflogen. Die finale Zusage kam dann wenige Tage nach dem Assessment Center.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess bei Rolls-Royce noch vor sich haben?

Man sollte sich natürlich mit Turbomaschinen beschäftigt haben, aber auch wissen, dass Rolls-Royce ein viel größeres Produktportfolio habt, als es die meisten vermuten. Primär sollte aber die Funktionsweise und Auslegung von Turboflugtriebwerken verstanden worden sein.

Neben fundiertem technischem Wissen wird aber vor allem auf die Person Wert gelegt. Dabei ist es wichtig, dass der Kandidat die offene, inklusive Unternehmenskultur verkörpert und sich gut in das Team einfügen kann. Spezifisch für das Graduate Programm ist es außerdem wichtig, eine hohe Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Eigeninitiative zu demonstrieren. Die Kandidaten sollten zeigen, dass sie den technischen und organisatorischen Herausforderungen der Zukunft standhalten und diese auch bewältigen können.

Wie ist der grobe Ablauf deines Trainee-Programms?

Das Engineering Graduate Development Programme dauert ungefähr 18 Monate, welche in vier verschiedene Placements aufgeteilt sind. Dabei soll der Produktlebenszyklus – Define, Make, Validate – durchlaufen werden. Für jedes Placement wechselt man in eine neue Abteilung und kriegt ein Projekt, welches auch in diesen vier bis fünf Monaten abgeschlossen werden soll. Hauptsächlich finden diese drei Placements in Dahlewitz statt, es besteht jedoch nach Bedarf auch die Möglichkeit, ein Placement im Ausland zu absolvieren.

Zwei der drei Placements wählen sich die Kandidaten frei in Absprache mit den jeweiligen Managern aus, was die Netzwerkbildung sehr fördert. Der vierte Einsatz, das sogenannte Design and Make, muss hingegen in England absolviert werden. Bei diesem Projekt werden Teams aus mehreren Graduates aus verschiedenen Standorten gebildet, die eine technische Herausforderung aus dem Business lösen müssen. Dafür sind ungefähr vier Monate vorgesehen.

Parallel zu den Placements werden mehrere Trainings durchgeführt. Dabei gibt es einen Trainingsplan, der speziell auf die Funktion abgestimmt ist. Jedoch besteht auch die Möglichkeit, weitere Trainings zu machen, wenn es zum Beispiel die vorliegende Aufgabe im Placement fördern würde. Alles in allem kriegt man einen sehr breiten Einblick in das gesamte Business und dessen Funktionen, was die Auswahl einer zukünftigen geeigneten Rolle sehr erleichtert. Zudem bildet das Design & Make eine exzellente Möglichkeit, das gewonnene Wissen an einem realen Projekt anzuwenden. Viele dieser Lösungen sind heute schon in Rolls-Royce Triebwerken eingebaut.

Wie sind bei Rolls-Royce Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Für mich persönlich ist einer der größten Vorteile von Rolls-Royce die relativ flache Hierarchie in Verbindung mit der offenen Unternehmenskultur. Diese verhindert, dass sich Barrieren zwischen Arbeitnehmern und Vorgesetzten bilden, und bewirkt, dass man theoretisch jeden alles fragen kann. Daher fand ich die Betreuung bis jetzt wirklich exzellent. Die erfahreneren Kollegen nehmen sich gerne die Zeit, um komplizierte Sachverhalte zu erklären, und sorgen dafür, dass der Einstieg in die Thematik so leicht wie möglich erfolgt. Wenn man bedenkt, dass man alle vier Monate die Abteilung wechselt, ist das sehr hilfreich.

Es werden regelmäßig Feedback-Gespräche geführt. Dabei wird Wert darauf gelegt, dass das Feedback zweiseitig ist, und man trifft immer auf offene Ohren.

Zusätzlich zu dem Vorgesetzten in der Abteilung wird jedem Graduate ein Career Coach, also ein Mentor, zugewiesen. Die Career Coaches sind normalerweise aus dem Engineering Senior Management. Sie dienen dazu, uns geeignete Impulse zu geben und bei der Auswahl der nächsten Placements und der späteren Festanstellung zu helfen. Dabei profitiert man sehr von der Erfahrung und Perspektive, die sie haben und die uns als Berufseinsteigern noch etwas fehlt.

„Training-off-the-Job“ vs. „Training-on-the-Job“ – Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Der Praxisbezug ist, nicht nur durch den Aufbau des Programms, sehr hoch. Allein dadurch, dass Büros und Fertigung auf dem gleichen Gelände liegen, spürt man die enge Verbindung zwischen Theorie und Praxis sehr. Auch bei den Trainings, die ich bis jetzt absolviert habe, wurde immer Wert auf Praxisbezug gelegt, da dies das Verständnis enorm fördert. Es besteht auch immer die Möglichkeit, jemanden in der Fertigung oder im Testbereich direkt anzusprechen um seine Fragen zu stellen. Ein abstrakter Bürojob ist es definitiv nicht!

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Durch die Natur und Struktur des Engineering Programms sind die Aufgaben sehr multidisziplinär und vielfältig. In meinem jetzigen Placement geht es darum, vorliegende Ölsystementwürfe verschiedener Triebwerke hinsichtlich unterschiedlicher Faktoren zu bewerten und daraus Rückschlüsse auf mögliche Verbesserungen in der Zukunft zu schließen. Dazu gehört alles von CAD-Daten aufbereiten, Testdaten und -anforderungen analysieren bis hin zu einem ständigen Austausch mit Komponenten- und Systemdesignern, Kostenverantwortlichen und Service-Ingenieuren.

Absolvieren alle Trainees einen Auslandsaufenthalt?

Jeder Graduate bekommt die Möglichkeit, einen Auslandsaufenthalt zu absolvieren – die Details variieren nach Programm. In meinem Fall ist es vorgesehen, das sogenannte „Design and Make“ Projekt an einem unserer großen Standorte in England, in Derby/Bristol, zu machen. Diese Aufgabe liegt noch vor mir und ich bin mir sicher: Das wird einer der Höhepunkte des Programms.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst du pro Woche?

Grob gesagt sind es 40 Stunden die Woche – manchmal mehr, manchmal weniger. Es gleicht sich aber sehr gut aus, finde ich. Es gibt an sich auch keine Kernarbeitszeiten, sondern man kann die Arbeitszeit so gestalten, wie man es für die Lösung der vorliegenden Aufgaben am sinnvollsten hält. Außerdem besteht die Möglichkeit, bei Bedarf mobil von zu Hause aus zu arbeiten, wenn es das Projekt erlaubt oder mal der Handwerker kommt. Insgesamt komme ich auf 30 Urlaubstage im Jahr.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei Rolls-Royce?

Die Arbeitsatmosphäre ist sehr kollegial und fördernd. Meiner Meinung nach gibt es in jeder Abteilung, die ich bis jetzt kennengelernt habe, eine sehr ausgewogene Mischung von erfahrenen und jungen Mitarbeitern. Ich habe immer eine Antwort auf meine Fragen bekommen und die Kollegen hatten immer Freude daran, mir zu helfen und meine Entwicklung zu fördern – egal wie viele Hierarchie-Ebenen zwischen mir und ihnen lagen. Außerdem duzen wir uns hier alle, was mögliche Barrieren sehr schnell aus dem Weg schafft.

Zusätzlich gibt es bei Rolls-Royce eine sehr aktive Graduate Community. Jedem neuen Graduate wird ein sogenannter „Buddy“ zugewiesen, der als Ansprechpartner, insbesondere für die ersten Wochen, gilt. Darüber hinaus gehen wir immer einmal die Woche zusammen essen und treffen uns auch regelmäßig privat. Dabei ist es besonders interessant, auch mit den Graduates aus anderen Programmen in Kontakt zu kommen und dadurch den eigenen Horizont noch zu erweitern.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt?

Das Gehalt ist für einen Trainee überdurchschnittlich und orientiert sich am branchenüblichen Einstiegsgehalt. Dazu kommen noch Benefits wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Mitarbeiterangebote, Sportangebot etc.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms bei Rolls-Royce befristet?

Nein, der Vertrag ist bewusst nicht auf das Programm befristet. Man ist praktisch vom ersten Tag an schon fester Teil des Unternehmens. Nach Absolvieren des Programms steigen viele Graduates in einer der Abteilungen ein, in der sie schon ein Placement absolviert hatten. Es besteht jedoch theoretisch die Möglichkeit, jede offene Position zu belegen. Dabei folgt man dem normalen internen Bewerbungsprozess.

Was war (bisher) dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung?

In meinem ersten Placement arbeite ich an der Entwicklung des Ölsystems neuer Triebwerksmodelle. Ich kam dadurch in kurzer Zeit in Kontakt mit vielen verschiedenen Abteilungen und Bereichen und habe mir sehr schnell einen tiefen Überblick über die Funktionalität des Gesamttriebwerks verschaffen können. Ergänzt wird das durch sogenannte Familiarisierungstrainings, bei denen man unter anderem alle relevanten Bauteile direkt in die Hand nehmen kann und das Testbed besucht – definitiv ein Highlight!

Wie geht es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm bei Rolls-Royce weiter?

Schwer zu sagen, dafür ist es noch viel zu früh. Ich will daher die Chance nutzen, so viele verschiedene Bereiche der Firma und des Business kennenzulernen wie möglich und die Erfahrungen aus meinem Praktikum und meiner Masterarbeit zu ergänzen, um danach die optimale Rolle für meine Weiterentwicklung zu finden.

Erfahrung als Trainee: Rolls-Royce.
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Interview mit Vanessa Steglich – Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG

Trainee

Vanessa Steglich ist als HR Graduate bei Rolls-Royce tätig. Im Gespräch mit Trainee-Geflüster gibt sie Tipps für den Auswahlprozess, spricht über ihre Aufgaben und verrät, welche Karriereperspektiven Rolls-Royce nach dem Trainee-Programm bietet.

Hallo Vanessa, wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle bei Rolls-Royce ab?

Nachdem ich meine Bewerbung im März online auf der Karriereseite von Rolls-Royce eingereicht hatte, hatte ich zehn Tage Zeit, um ein Online Assessment zu absolvieren. Das Online Assessment konnte man vorher auch üben, um sich gut vorzubereiten. Danach wurde ich zu einem eintägigen Assessment Center im Juni eingeladen, welches aus einem persönlichen und einem technischen Interview sowie einer Gruppenübung bestand. Die Gruppe der Teilnehmer war angenehm klein und es herrschte eine lockere Atmosphäre. Die finale Zusage kam dann bereits einen Tag nach dem Assessment Center.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess noch vor sich haben?

Es kommt vor allem darauf an, gut vorbereitet und authentisch zu sein. Besonders im persönlichen Interview im Assessment Center ist es wichtig, die Assessoren überzeugen zu können, warum man gut in die Firma passt und welche Qualifikationen man für den Job mitbringt.

Wie ist der grobe Ablauf deines Trainee-Programms?

Das Graduate Development Programm dauert für HR 30 Monate. Während dieser Zeit war ich als Trainee in verschiedenen Abteilungen innerhalb des Personalbereichs für sechs Monate eingesetzt. Danach folgt ein einjähriger Einsatz, um noch mehr wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Das Trainee-Programm fordert Flexibilität, da man durch die Job-Rotationen an verschiedenen Standorten eingesetzt werden kann.

Wie sind bei Rolls-Royce Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Die Betreuung als HR Graduate ist sehr gut. Ich hatte eine zweiwöchige Übergabe mit meiner Vorgängerin und wurde somit gut in die Themen eingearbeitet. Durch die enge Zusammenarbeit mit meinen Vorgesetzten habe ich regelmäßig Feedback bekommen. Meine Betreuerin innerhalb des HR Graduate Programms hat sich sehr viel gekümmert und Guidance gegeben, aber auch andere Kollegen haben mich stets unterstützt.

„Training-off-the-Job“ vs. „Training-on-the-Job“ – Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Der Fokus liegt mehr auf „Training-on-the-Job“. Man darf viel an Projekten mitarbeiten, die einem umfangreiche Einblicke in die Themen und in das Unternehmen geben.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Da ich innerhalb des HR Graduate Programms in verschiedenen Positionen rotiere, wechseln meine Aufgaben und Tätigkeiten ständig. Das macht die Arbeit sehr abwechslungsreich und gibt einen guten Überblick über die Aufgaben innerhalb der HR Funktion. Eine der wesentlichen Aufgaben ist Projektarbeit, durch die man viele Einblicke sowohl ins Unternehmen als auch in den HR-Bereich bekommt und mit vielen verschiedenen Kollegen zusammenarbeiten kann.

Welche Erfahrungen hast du während deines Auslandsaufenthaltes sammeln können?

Ich hatte die Möglichkeit, ein Jahr in Derby (UK) zu arbeiten. Dadurch konnte ich Rolls-Royce als globales Unternehmen noch besser kennenlernen und verstehen und mein Netzwerk international ausweiten. Ich habe einen noch besseren Einblick in die verschiedenen Geschäftsbereiche bekommen und konnte außerdem eine andere Kultur kennenlernen.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst du pro Woche?

In der Woche komme ich durchschnittlich auf 40 Stunden. Dank der flexiblen Arbeitszeitgestaltung und Home-Office-Möglichkeiten steht es mit der Work-Life-Balance sehr gut.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei Rolls-Royce?

Die Trainees verbringen die ersten zwei Tage zusammen, wodurch wir ein enges Verhältnis aufbauen konnten. Wir tauschen uns noch immer regelmäßig aus. Die Zusammenarbeit mit dem Kollegen macht sehr viel Spaß und ich habe durch den Austausch sehr viel gelernt. Alle sind sehr offen und hilfsbereit, was ich sehr zu schätzen weiß.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt?

Ich bin mit meinem Einstiegsgehalt sehr zufrieden. Darüber hinaus bietet Rolls-Royce einige Corporate Benefits und flexibles Arbeiten an.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms bei Rolls-Royce befristet?

Mein Arbeitsvertrag ist auf die Dauer des Trainee-Programms befristet, allerdings mit guten Übernahmechancen und spannenden Karriereperspektiven. Dies hat sich aber in der Zwischenzeit geändert und Trainees bekommen nun unbefristete Verträge.

Was war (bisher) dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung?

Mein persönliches Highlight war mein Auslandsaufenthalt, da ich dort so viele neue Erfahrungen sammeln konnte und mir ein großes Netzwerk aufbauen konnte, welches mir mit Sicherheit in meiner weiteren beruflichen Laufbahn sehr zugute kommen wird. Darüber hinaus ist es ein Highlight, in die verschiedenen Bereiche innerhalb des Personalbereichs hineinschauen und mit vielen Kollegen zusammenarbeiten zu dürfen.

Wie geht es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm bei Rolls-Royce weiter?

Nach dem HR Graduate Programm möchte ich meine Karriere innerhalb des Personalbereichs bei Rolls-Royce weiter verfolgen. Das Programm hat mir für meine weitere Karriere die Möglichkeit gegeben, verschiedene Bereiche innerhalb von HR auszuprobieren und ein großes Netzwerk im Unternehmen aufzubauen.

Erfahrung als Trainee bei Rolls-Royce: Insider-Interview.
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Interview mit Vanessa Goretzki – Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG

Trainee

Vanessa Goretzki ist als Commercial Graduate bei Rolls-Royce tätig. Im Interview mit Trainee-Geflüster spricht sie über ihre Erfahrungen im Auswahlprozess und im Arbeitsalltag und verrät, wie es um Arbeitsatmosphäre und Gehalt beim international erfolgreichen Konzern steht.

Hallo Vanessa, wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle bei Rolls-Royce ab?

Der erste Schritt im Auswahlverfahren war eine Online-Bewerbung, bei der ich meinen Lebenslauf hochgeladen habe und ein paar vorgegebene Fragen beantworten musste. Nach diesem Schritt habe ich einen Online-Test absolviert. Innerhalb weniger Wochen nach dem Test kam die Einladung zum Assessment Center. An einem Tag durchliefen wir Interviews, in denen es sowohl um den persönlichen Werdegang als auch die fachlichen Kompetenzen ging, machten einen weiteren Test und bearbeiteten eine Case Study mit anschließender Diskussion in der Gruppe. Die finale Zusage kam wenige Tage nach dem Assessment Center.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess noch vor sich haben?

Man sollte in jedem Fall wissen, warum man unbedingt bei Rolls-Royce arbeiten und das Graduate Programm machen möchte, aber auch, was genau man zum Team beitragen kann. Ich denke, dass es außerdem besonders darauf ankommt, authentisch zu sein und sich nicht zu verstellen. Natürlich sind fachliche Kompetenzen wichtig, die persönlichen spielen aber auch eine sehr große Rolle.

Wie ist der grobe Ablauf deines Trainee-Programms?

Mein Trainee-Programm dauert 18 Monate. Je nach Bereich können die Trainee-Programme bei Rolls-Royce aber auch bis zu drei Jahre beanspruchen. Die meisten Programme sind auf einem Rolls-Royce Sektor basiert, zum Beispiel Civil Aerospace in meinem Fall.

Im Commercial Programm, das ich durchlaufe, wechselt man alle drei Monate die Abteilung und manchmal auch den Bereich und Standort. So waren zum Beispiel zwei meiner bisherigen Abteilungen dem Bereich Business Aviation zugeordnet, aber ich habe auch Erfahrung im Airlines Business gesammelt und konnte sektorübergreifend in Marine arbeiten. Jeder Trainee hat seine Basis an einem Standort, meiner ist Dahlewitz in Deutschland, aber es gibt zahlreiche Möglichkeiten, auch an anderen Standorten zu arbeiten. Neben den Abteilungen, die man durchläuft, gibt es auch Seminare, die man besuchen kann, entweder fachbezogen oder unabhängig vom Bereich des Programms.

Wie sind bei Rolls-Royce Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Alle Rolls-Royce Graduates haben ein umfangreiches Betreuungsnetzwerk. Zum ersten gibt es den Career Coach, der meist auch der Manager ist, von dem man eingestellt wurde. Ich habe mit meinem Coach beispielsweise regelmäßige Gespräche, in denen ich mir aktiv Feedback und Karrieretipps einhole. Des Weiteren hat jeder Graduate einen sogenannten „Graduate Development Consultant“, welcher in die Planung des Programms eingebunden wird und dafür sorgt, dass jede Station zur Entwicklung des Graduates beiträgt. Natürlich sind auch die jeweiligen Abteilungsleiter und Teams, in denen man arbeitet, eine wichtige Quelle der Einarbeitung und des Feedbacks. Durch die Job-Rotation kann man sich hier ein sehr gutes Netzwerk aufbauen. Nicht zu vergessen sind die anderen Graudates, mit denen ein reger Austausch stattfindet – sowohl bei der Arbeit als auch in der Freizeit, sofern man dies wünscht. Außerhalb des Graduate Programms bietet Rolls-Royce noch standortweite Initiativen an, wie zum Beispiel ein Mentorenprogramm, an dem man teilnehmen kann.

„Training-off-the-Job“ vs. „Training-on-the-Job“ – Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Die Praxis überwiegt definitiv, wird aber mit Theorie ergänzt. Man lernt viel durch „Training-on-the-Job“ und bekommt direkt nach dem Start des Graduate Programms Verantwortung für sehr interssante Aufgaben, natürlich mit ausreichender Unterstützung des Teams. Es gibt theoretische Seminare, die je nach Graduate Programm fachspezifisch geplant werden, oder interne Weiterbildungen, die man in Anspruch nehmen kann. Generell habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass Graduates von Anfang an als vollständiges Mitglied des Teams in die aktuellen Projekte involviert werden und so sehr viel lernen.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Im Commercial Graduate Programm dreht sich alles um Verträge und Kunden. Man lernt Verträge zu schreiben, sie mit Kunden zu verhandeln und wie abgeschlossene Verträge im Unternehmen umgesetzt werden. Außerdem hat man viel Kontakt zu Kunden, sei es um eben diese Verträge zustande zu bringen oder um die jahrelangen Beziehungen zu pflegen. Man bekommt des Weiteren einen sehr guten Eindruck in die unternehmensweiten Abläufe, da Commercial in viele Projekte involviert ist und so zum Beispiel mit Finance oder Logistik zusammenarbeitet.

Ist im Trainee-Programm bei Rolls-Royce ein Auslandsaufenthalt vorgesehen?

Fast jedem Trainee wird die Möglichkeit gegeben, nach England zu gehen. Ich habe meine Station dort noch vor mir und werde drei Monate in Derby verbringen, wo auch die Rolls-Royce Zentrale ist. Daher ist es besonders wichtig zu sehen, wie in England gearbeitet wird, und die Kollegen vor Ort kennenzulernen.

Es gab für mich und die anderen Commercial Graudates außerdem die Möglichkeit, sich für einen weiteren Auslandsaufenthalt zu bewerben, zum Beispiel in Amerika oder Asien. Ich habe mich für Singapur entschieden und arbeite momentan für insgesamt vier Monate hier. Hinzu kommt, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, sektorübergreifend zu arbeiten. Das heißt, obwohl mein Programm auf Civil Aerospace spezialisiert ist, bin ich in Singapur Teil des Commercial Teams von Marine. Besonders interessant ist es, die Unterschiede zwischen Standorten kennenzulernen, ein Netzwerk von Kollegen auf der ganzen Welt aufzubauen und Kunden aus verschiedenen Ländern und Kulturen zu betreuen.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst du pro Woche?

Die Arbeitszeiten bei Rolls-Royce sind sehr flexibel und die Work-Life-Balance sehr gut. Im Schnitt komme ich auf 40 Stunden die Woche. Falls einige Wochen mal etwas mehr zu tun ist, steht es einem frei, dies in anderen Wochen wieder auszugleichen. Man hat außerdem die Möglichkeit, nach Absprache Home-Office zu machen. Pro Jahr stehen einem 30 Urlaubstage zu.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei Rolls-Royce?

Als Graduate bei Rolls-Royce ist man direkt Teil von einer sehr gut funktionierenden Gemeinschaft, da die Trainees in regem Austausch miteinander stehen und auch privat viel unternehmen. Generell wurde ich aber auch in jedem Team, in dem ich gearbeitet habe, sehr nett empfangen und von Anfang an als wertvolles Mitglied geschätzt. Es gibt auch zahlreiche Initiativen, durch die man Kollegen aus anderen Bereichen oder Abteilungen kennenlernen kann, zum Beispiel indem man sich in verschiedenen Projekten engagiert. Alle Mitarbeiter im Unternehmen duzen sich, was den Umgang miteinander eher informell und sehr angenehm macht.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt?

Das Trainee-Gehalt ist überdurchschnittlich hoch und ich bin sehr zufrieden damit. Rolls-Royce bietet außerdem ein breites Spektrum an weiteren Benefits wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, vermögenswirksamen Leistungen und Aktiensparplänen.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms bei Rolls-Royce befristet?

Der Arbeitsvertrag ist nicht auf die Dauer des Trainee-Programms befristet. Bei der Suche nach einem geeigneten Job nach dem Trainee-Programm werden die Wünsche des Graduates miteinbezogen. So steht es auch allen Trainees frei, sich auf offene Stellen im Unternehmen zu bewerben.

Was war (bisher) dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung?

Mein persönliches Highlight war, dass ich nach nur sechs Monaten im Unternehmen einen wichtigen Kunden getroffen habe und an einer Vertragsverhandlung beteiligt war. Ich durfte die Verhandlung vorbereiten und auch aktiv daran teilnehmen. Natürlich hat ein Kollege mich hierbei unterstützt, aber ich habe selber viel Verantwortung getragen und enorm viel dabei gelernt.

Wie geht es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm bei Rolls-Royce weiter?

Im Anschluss an das Trainee-Programm werde ich weiter bei Rolls-Royce in einem der Teams arbeiten, in dem ich eine meiner Stationen absolviert habe. Es wurde mit mir zusammen diskutiert, welche Möglichkeiten es für mich gibt, und ich freue mich sehr auf die herausfordernde und spannende Stelle, die mich nach dem Programm erwartet.

Trainee-Programm bei Rolls-Royce: Einblicke vom Arbeitgeber.
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Interview mit Tanja Riedl – Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG

Arbeitgeber

Tanja Riedl ist Early Career Consultant im Bereich Human Resources bei Rolls-Royce Deutschland. Im Interview mit Trainee-Geflüster gibt sie spannende Einblicke in den Berufseinstieg als Trainee, die Anforderungen an Bewerber sowie die Karriereperspektiven bei Rolls-Royce.

Hallo Frau Riedl, was für Trainee-Programme bietet Rolls-Royce Deutschland an und was für ein strategisches Ziel verfolgen Sie damit?

Rolls-Royce bietet global und regional verschiedene Trainee-Programme an. In Deutschland werden derzeit folgende Programme angeboten: Engineering, Manufacturing Engineering, Operations Management, Purchasing, Supply Chain Management und Human Resources. Unser Ziel ist es, überdurchschnittlich gute Bewerber zu rekrutieren und zu entwickeln, um sie im Anschluss als hochkarätige Mitarbeiter in zukünftigen Spezialisten- und Führungsrollen einsetzen zu können.

Wie viele Trainees stellt Rolls-Royce pro Jahr ein?

Unsere Einstellungszahlen richten sich nach dem Bedarf der verschiedenen Fachbereiche, in denen die Graduates eingesetzt und betreut werden. Dies kann von Jahr zu Jahr variieren. Derzeit beschäftigen wir bei Rolls-Royce Deutschland 21 Graduates.

An wen richten sich die Trainee-Programme von Rolls-Royce?

Mit unseren Trainee-Programmen sprechen wir überdurchschnittlich gute Hochschulabsolventen an, die eine herausfordernde Karriere in einem internationalen Konzern starten möchten. In der Regel wird für die Programme ein Master-Abschluss benötigt. Erste Erfahrungen in Form von Praktika während des Studiums oder durch Auslandsaufenthalte sind wünschenswert.

Gibt es für die Trainee-Stellen bestimmte Bewerbungsfristen und feste Starttermine?

Ja. Auf die Trainee-Stellen für 2016 können sich interessierte Absolventen im Zeitraum vom 08. Februar 2016 bis zum 13. bzw. 29. Mai 2016 (variiert je nach Programm) auf unserer Karriereseite im Internet bewerben. Starttermin für die Graduate-Programme ist der 01. September 2016. Voraussetzung für diesen Einstiegstermin ist ein nachweisbarer Hochschulabschluss. In Einzelfällen ist der Starttermin variabel.

Wie läuft bei Rolls-Royce der Auswahlprozess für die Besetzung der Trainee-Stellen ab?

Der Auswahlprozess bei Rolls-Royce umfasst ein eintägiges Assessment Center sowie verschiedene Online-Tests im Rahmen des Bewerbungsverfahrens. Der Tag wird von Senior Managern begleitet, die zudem verschiedene Interviews an diesem Tag durchführen.

Was erwarten Sie von den Bewerbern im persönlichen Kontakt während des Auswahlprozesses?

„Seien Sie so, wie Sie sind.“ Im Rahmen des Tagesprogrammes haben die Bewerber alle Möglichkeiten, ein überzeugendes Gesamtbild abzugeben, in dem sie sich präsentieren, Wissen und Erfahrungen zu verschiedenen Themen einbringen.

Wie ist der grobe Ablauf des Trainee-Programms?

Aufbau und der Ablauf unterscheiden sich je nach Trainee-Programm. Die Laufzeit variiert zwischen 18 und 30 Monaten. In dieser Zeit erhalten die Trainees einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Geschäftsbereiche und Abteilungen an den beiden deutschen Standorten Dahlewitz bei Berlin und Oberursel bei Frankfurt/Main. In allen Abteilungen arbeiten die Trainees eigenverantwortlich und werden mit anspruchsvollen Aufgaben und Projekten betraut.

Absolvieren die Trainees einen Auslandsaufenthalt?

Internationale Auslandseinsätze sind aus Sicht vieler Trainees wünschenswert, werden aber nicht verpflichtend angeboten. Es besteht die Möglichkeit, mit dem jeweiligen Graduate Development Consultant solche Einsätze zu diskutieren und zu planen.

Wie ist in der Trainee-Ausbildung das Verhältnis von Theorie zu Praxis?

Praktisches Arbeiten steht deutlich im Vordergrund. In verschiedenen Aufgabenfeldern und Projekten soll der Trainee bereits vorhandenes Wissen einsetzen und kontinuierlich Neues dazu lernen. Begleitet wird die Trainee-Ausbildung durch ein intensives und umfangreiches Trainingsprogramm.

Wie sind bei Rolls-Royce die Einarbeitung und Betreuung der Trainees durch die Vorgesetzten geregelt?

Jeder Graduate wird von einem Graduate Development Consultant persönlich betreut. Dieser ist Ansprechpartner für Entwicklung, Training und Karrieremöglichkeiten. Zudem steht jedem Graduate ein Career Coach beratend zur Seite, um beispielsweise Entwicklungsbedarfe zu identifizieren und weitere Karriereschritte zu definieren. Darüber hinaus sind die Führungskräfte in den einzelnen Attachments wertvolle Unterstützer.

Welche Zielpositionen besetzen die Trainees im Anschluss an das Programm und was sind die weiteren Karriereperspektiven bei Rolls-Royce?

Die Graduates bei Rolls-Royce werden durch die Programme zu hochqualifizierten Arbeitskräften ausgebildet  und können so in Zukunft verschiedene Führungs- oder Spezialistenpositionen in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern besetzen.

Erfahrungen von anderen Insidern.