Novartis Pharma GmbH: So läuft das Trainee-Programm.

Erfahrung als Trainee: Novartis Pharma.
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Interview mit Dr. Benedict Rauser – Novartis Pharma GmbH

Trainee

Dr. Benedict Rauser hat an der HS Mannheim und der TU München Molekulare Biotechnologie studiert und nach Abschluss seiner Promotion das Trainee-Programm Medical bei Novartis absolviert. Im Interview mit Trainee-Geflüster spricht er über seine Erfahrungen im Auswahlprozess sowie über Inhalte und den Ablauf des Trainee-Programms bei dem Pharma-Konzern.

Hallo Benedict, welches Trainee-Programm hast du bei Novartis absolviert?

Ich habe das Trainee-Programm Medical absolviert und arbeite jetzt als Medical Advisor in der Klinischen Forschung Neuroscience.

Wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle bei Novartis ab?

Ich habe die Stellenausschreibung auf der Novartis Jobbörse entdeckt und mich dann direkt über das Karriereportal von Novartis beworben. Zunächst hat mich Novartis telefonisch kontaktiert und zum Vorstellungsgespräch eingeladen.

In diesem ersten Gespräch lag der Fokus auf einem gegenseitigen Kennenlernen. Nach der gegenseitigen Vorstellung sind wir die wichtigsten Stationen meines Lebenslaufs durchgegangen. Ich habe meine Motivation für das Trainee-Programm und für den Arbeitgeber Novartis dargelegt und die Möglichkeit bekommen, in sehr angenehmer Atmosphäre Fragen zum Trainee-Programm und potenziellen zukünftigen Aufgaben zu stellen.

Für das zweite Vorstellungsgespräch habe ich die Aufgabe erhalten, eine Präsentation über eine klinische Studie für ein Fachgespräch vorzubereiten. Aus der Präsentation entwickelte sich eine offene Diskussion zu wissenschaftlichen Inhalten.

Beide Gespräche verliefen ausgesprochen freundlich und angenehm, wodurch ein beidseitiger Austausch zu Vorstellungen und Wünschen an die Trainee-Stelle möglich war. Insgesamt lagen zwischen der Versendung der Bewerbungsunterlagen und finaler Zusage knapp drei Monate.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess noch vor sich haben?

Am wichtigsten ist es, sich selbst bewusst zu werden, warum genau dieses Trainee-Programm das richtige für einen ist. Während des Auswahlprozesses gilt es dann, authentisch zu sein und mit Beispielen und Erfahrungswerten zu untermauern, dass man ideal zu der sehr abwechslungsreichen Stelle passt. Natürlich sollte man sich auch mit dem Unternehmen, seinen Zielen, der Pipeline und den Produkten auseinandersetzen und identifizieren können.

Auch als Trainee habe ich mich jederzeit als volles Teammitglied gefühlt und auch die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit ist unkompliziert und positiv.
Dr. Benedict Rauser, Absovlent des Trainee-Programms bei Novartis

Wie war der grobe Ablauf deines Trainee-Programms bei der Novartis Pharma GmbH?

Ich habe in der Medizin im Bereich Neuroscience begonnen und sieben Monate in der klinischen Forschung gearbeitet. Danach bin ich in meiner zweiten Station für vier Monate im Bereich Market Access gewesen und habe sowohl an der Erstellung eines Dossiers für die Zulassung eines neuen Antikörpers als auch an Projekten zu gesundheitspolitischen Themen mitgearbeitet.

Während viele meiner Trainee-Kollegen_innen* eine Rotation in unser Headquarter nach Basel oder eine andere Länderorganisation wählen, habe ich für eine Rotation in Novartis Generika und Biosimilars Division Sandoz International entschieden, die am Standort Holzkirchen ihr internationales Headquarter hat. Im Bereich Global Medical Affairs Oncology habe ich neben der wissenschaftlichen Kommunikation mit den weltweiten Sandoz Niederlassungen an der Organisation einer Sandoz-Tagung für die weltweiten Kollegen mitgewirkt und neben der Leitung eines Workshops auch eine Poster-Preisverleihung organisiert und durchgeführt.

Das Spannendste an dieser Station, neben dem Einblick in die Welt der Biosimilars, war sicherlich die Sichtweise einer globalen Organisation kennenzulernen, die die sehr unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen Länder im Blick hat und entsprechend unterstützt. Eine wirklich prägende und empfehlenswerte Erfahrung.

Wie sind bei Novartis Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Zu Beginn des Programmes wurde ich von den Kollegen in der Abteilung eingearbeitet und habe hier sehr kompetente und offene Ansprechpartner für sämtliche Fragen gefunden. Zur weiteren Unterstützung habe ich mich regelmäßig mit meiner Trainee-Patin getroffen, die dieses Programm bereits abgeschlossen hat und gute Tipps zu allen Fragen rund um das Trainee-Dasein geben konnte. In den einzelnen Stationen gibt es mit den Vorgesetzten jeweils zu Beginn ein Gespräch zu den Zielen und am Ende ein ausführliches Feedbackgespräch, sodass ich mich rundum sehr gut unterstützt und eingebunden fühlte. Ich habe von meinen Vorgesetzten aber auch während der gesamten Station jederzeit Unterstützung und Feedback erhalten.

„Training-off-the-Job“ vs. „Training-on-the-Job“ – Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Der Fokus ist ganz klar auf Training-on-the-Job. Ich durfte sehr schnell selbständig arbeiten, eigene Projekte betreuen und Verantwortung übernehmen. Das gefällt mir an diesem Programm wirklich sehr gut.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag bei Novartis?

In der Medizin dreht sich alles um Studien, klinische Daten und die Interaktion mit Ärzten. Zu den Aufgaben gehören hier die Mitarbeit an Studienprotokollen, die Interaktion mit Ethikkommissionen und Bundesoberbehörden, aber auch die Teilnahme an Kongressen oder wissenschaftlichen Gesprächen mit Ärzten.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst du pro Woche?

Ich liege bei etwa 40 Arbeitsstunden die Woche, kann mir meine Arbeit dank flexibler Arbeitszeiten aber selbst einteilen und auch einen Home-Office-Tag einplanen. Mit 30 Urlaubstagen und zusätzlichen sieben Ausgleichstagen für die Vertrauensarbeitszeit ist die Work-Life-Balance hier in einem sehr guten Gleichgewicht.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei Novartis?

Die Arbeitsatmosphäre erlebe ich in den einzelnen Abteilungen als ausgesprochen kollegial und konstruktiv. Auch als Trainee habe ich mich jederzeit als volles Teammitglied gefühlt und auch die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit ist unkompliziert und positiv. Die Trainee-Gruppe trifft sich regelmäßig für ein Jour fixe, zum Essen oder auch außerhalb der Arbeit, sodass hier schnell eine Gemeinschaft entsteht. Und auch als ehemaliger Trainee komme ich gerne zum gemeinsamen Mittagessen.

Trainee bei Novartis: Einblicke vom Arbeitgeber.
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Interview mit Kathrin Jeckel – Novartis Pharma GmbH

Arbeitgeber

Welche Möglichkeiten es zum Einstieg bei der Novartis Pharma GmbH gibt, beschreibt Kathrin Jeckel in ihrer Rolle als Human Resources Business Partner. Im Interview mit Trainee-Geflüster erklärt sie außerdem die Anforderungen an Bewerber sowie den Ablauf und die Inhalte des Trainee-Programms.

Hallo Frau Jeckel, was für Trainee-Programme bieten Sie bei Novartis an und was für ein strategisches Ziel verfolgen Sie damit?

In erster Linie bedeutet das Trainee-Programm für uns, Talente zu gewinnen, die in ihren späteren Positionen von einem breit gefächerten Wissen, einem guten Verständnis für die Interaktionen im Unternehmen und gleichzeitig einem äußerst breiten Netzwerk profitieren. Durch die Rotation in verschiedene Unternehmensbereiche sowie die große (Alumni-) Trainee-Gruppe haben die Trainees die einmalige Chance, dies in relativ kurzer Zeit aufzubauen. Alle Trainees steigen mit einem unbefristeten Vertrag bei Novartis ein. Das zeigt, wie wichtig uns die Investition in das Trainee-Programm ist.

Wir suchen überwiegend Trainees für die Bereiche Medical mit Schwerpunkt Klinische Forschung sowie Marketing mit Schwerpunkt Brand Management. Darüber hinaus gibt es noch vereinzelt Trainee-Programme für die Bereiche Digital, Market Access, Communications, Sales, Finance und People & Organization.

Wie viele Trainees stellt Novartis pro Jahr ein?

Wir stellen insgesamt jedes Jahr ca. 15 Trainees für die unterschiedlichen Programme ein.

Alle Trainees steigen mit einem unbefristeten Vertrag bei Novartis ein. Das zeigt, wie wichtig uns die Investition in das Trainee-Programm ist.
Kathrin Jeckel, Human Resources Business Partner, Novartis Pharma GmbH

An wen richten sich Ihre Trainee-Programme?

Die Trainee-Programme richten sich an Absolvent_innen* mit überdurchschnittlichen Studienleistungen. Die gewünschte Studienrichtung und der Studienabschluss hängen vom jeweiligen Trainee-Programm ab.

Je nach Programm suchen wir sowohl naturwissenschaftliche als auch betriebswissenschaftliche Hintergründe. Während für die meisten Schwerpunkte ein Masterabschluss ausreicht, ist bei der Bewerbung für das Medical-Trainee-Programm sogar eine abgeschlossene Promotion erforderlich.

Wir suchen hochmotivierte Hochschulabsolventen, die sich mit Begeisterung neuen Herausforderungen stellen und bereits während des Studiums durch Auslandsaufenthalte und außeruniversitäres Engagement nicht immer den einfachen Weg gegangen sind. Uns begeistern Bewerber mit „Ecken und Kanten“, die den Mut besitzen, die eigene Komfortzone zu verlassen und für ihre Meinung einstehen.

Auf welche überfachlichen Qualifikationen kommt es Novartis an?

Bei der Auswahl setzen wir auf die individuellen Fähigkeiten der Bewerber. Dabei ist uns insbesondere eine Übereinstimmung mit unseren Werten und unserer Kultur, die von Respekt und Zusammenarbeit geprägt sind, wichtig.

Aber auch Neugierde und Begeisterungsfähigkeit für neue Themen und Innovationen machen einen erfolgreichen Bewerber aus. Und nicht zuletzt spielen eine große Eigeninitiative und Flexibilität eine wesentliche Rolle, um größtmöglich von dem Programm zu profitieren.

Gibt es für die Trainee-Stellen bestimmte Bewerbungsfristen und feste Starttermine?

Bei uns gibt es keine festen Starttermine, sondern wir suchen über das Jahr verteilt Trainees. Die jeweils aktuellen Stellenausschreibungen stehen auf unserer Karriereseite.

Wie läuft der Auswahlprozess für die Besetzung der Trainee-Stellen ab?

Der Bewerber durchläuft im Auswahlprozess mehrere Runden. Zunächst wird auf Basis der eingereichten Unterlagen eine Vorauswahl getroffen. Daher ist es wichtig, den Lebenslauf und das Anschreiben möglichst aussagekräftig und bezogen auf die Anforderungen der Stelle zu gestalten.

Es folgt ein erstes Bewerbungsgespräch, in dem es darum geht, den Bewerber kennenzulernen und zu erfahren, ob sich die gegenseitigen Erwartungen decken. Natürlich hat der Bewerber so auch die Chance, Fragen zum Trainee-Programm zu stellen und Novartis als Unternehmen und den Bereich kennenzulernen. In den meisten Fällen geschieht dieses vor Ort in den Novartis Gebäuden in Nürnberg.

Wenn der Bewerber eine weite Anreise hat, vereinbaren wir für dieses Erstgespräch ein virtuelles Interview. Hat uns der Bewerber überzeugt und konnten auch wir überzeugen, sehen wir uns zu einer erneuten Auswahlrunde in Nürnberg. Dies kann ein Bewerbertag sein aber auch ein längeres Interview. Der Bewerber kann hier auf Übungen wie zum Beispiel eine Selbstpräsentation, ein Rollenspiel und eine Case Study treffen.

Was erwartet Novartis von den Bewerbern im persönlichen Kontakt während des Auswahlprozesses?

Wichtig ist uns, dass Bewerber authentisch sind und sich während des Bewerbungsprozesses nicht verstellen. Wir möchten, dass sie aufgeschlossen sind und offen neuen Situationen entgegentreten sowie mit Begeisterung aus ihrem bisherigen Lebenslauf erzählen können. Wichtig ist auch die eigenen Stärken, Entwicklungsfelder sowie Ziele zu reflektieren und sich und uns klar zu machen, wie dies zu Novartis passt.

Wie ist der grobe Ablauf der Trainee-Programme bei Novartis?

In dem maximal 18-monatigen Trainee-Programm durchlaufen unsere Trainees ein individuell zusammengesetztes Programm, das auf ihrem Schwerpunkt basiert und sich aus sinnvoll ergänzenden Rotationen inklusive einer crossdivisionalen Station oder einer Auslandsstation zusammensetzt. Das Programm zeichnet sich dabei durch eine Mischung aus Tagesgeschäft und Projektarbeit sowie die Flexibilität bei der Festlegung der unterschiedlichen Stationen aus.

Um einen gelungenen Einstieg zu fördern, werden die Trainees von einem Alumni-Trainee-Paten bei ihrem Onboarding-Prozess begleitet. Für die Gesamtdauer des Programms steht den Trainees ein erfahrener Betreuer zur Seite. Mit unserem Personalentwicklungsprogramm bestehend aus mehreren Modulen erhalten sie die bestmögliche Unterstützung, ihre Fähigkeiten gezielt einzubringen und ihr Handeln im Berufsalltag zu reflektieren.

Um sich fachlich sowie persönlich weiterzuentwickeln, absolvieren die Trainees einen dreimonatige Auslandsaufenthalt. In den meisten Fällen gehen unsere Trainees nach Basel, da dieses unser Hauptstandort ist und von dort aus alle wichtigen Prozesse und Strategien entwickelt werden.

Wie ist in der Trainee-Ausbildung das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Uns ist es wichtig, dass die Trainees viel Praxiserfahrung sammeln. Aus diesem Grund binden wir unsere Trainees von Anfang an in alle Arbeitsabläufe mit ein und geben ihnen eigenständige Projekte und Aufgaben.

Erfahrungen von anderen Insidern.