Proaktiv: Die Initiativbewerbung für Trainees.

Proaktiv: Die Initiativbewerbung für Trainees.
„Ergreif doch mal die Initiative“ – seinem Glück auf die Sprünge zu helfen, kann sich nicht nur privat, sondern auch beruflich lohnen. Immer wieder haben Berufseinsteiger mit einer Initiativbewerbung Erfolg und sahnen den Traumjob ab. Doch funktioniert das auch bei Trainee-Programmen?
  1. Bewerbungsvorlagen zum kostenlosen Download

    Du brauchst eine Anregung, wie deine Initiativbewerbung für ein Trainee-Programm aussehen könnte? Hier findest du Bewerbungsmuster zum Download!

    Tipp

    Übernimm nie Bewerbungs-Muster komplett, sondern nutze sie als Inspiration und passe sie individuell an. Denn wenn pro Tag 20 Trainee-Bewerbungen über den Tisch eines Personalers wandern, kannst du dir ausrechnen, wie begeistert dieser ist, wenn er mehrmals dasselbe Design von verschiedenen Bewerbern zu sehen bekommt.

     
     
  2. Erklärung Initiativbewerbung.

    Mit einer Initiativbewerbung bewirbst du dich bei einem Unternehmen, ohne dass eine spezifische Stelle ausgeschrieben ist. Die Vorteile: Deine Konkurrenz wird sich in Grenzen halten, weil ohne konkrete Stellenanzeige sich kaum jemand zur gleichen Zeit einfach so beim Unternehmen initiativ bewerben wird. Dadurch wird deine Bewerbung automatisch individuell. Außerdem zeigst du mit einer Initiativbewerbung, dass du wirklich bei genau dieser Firma arbeiten willst und sehr engagiert bist. Der Nachteil: Es kann passieren, dass deine Bewerbung direkt auf dem Absagen-Stapel landet, weil es einfach keine Vakanz gibt. Aber selbst dann ist es möglich, dass du positiv in Erinnerung bleibst und man später, wenn eine Stelle frei ist, auf dich zurückkommt. Grundsätzlich sind die Erfolgsaussichten bei einer Initiativbewerbung also recht hoch – überzeugst du das Unternehmen davon, dass du eine Bereicherung bist, hast du schnell einen Fuß in der Tür.

  3. Spezialfall Trainee-Bewerbung.

    Bei einem Trainee-Programm sieht die Ausgangssituation für eine Initiativbewerbung etwas anders aus. Trainee-Programme sind in der Regel sehr durchorganisiert und werden nicht mal eben schnell aus dem Boden gestampft. Hat ein Unternehmen beispielsweise im Oktober zwei Trainees eingestellt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass im Dezember, wenn das Programm seit drei Monaten läuft, spontan noch jemand dazugeholt wird. Bietet eine Firma grundsätzlich keinerlei Trainee-Stellen an, kannst du davon ausgehen, dass sie nicht extra eine kreieren – in dem Fall macht es mehr Sinn, sich direkt als Berufseinsteiger zu bewerben und dann zu hinterfragen, ob es die Möglichkeit gibt, sich auch weiterzubilden und Einblicke in verschiedene Abteilungen zu bekommen.

  4. So wird eine Initiativbewerbung zum Erfolg.

    Auch wenn die Aussichten, dass aus einer Initiativbewerbung für ein Trainee-Programm direkt ein Erfolg wird, eher gering sind, so ist es nicht unmöglich. Du kannst durch eine Initiativbewerbung Vorarbeit leisten und den Zeitpunkt nutzen, an dem sich noch nicht alle bewerben. Das verschafft dir einen Vorsprung gegenüber anderen Bewerbern. Dafür musst du aber auch wirklich hervorstechen, damit du, wenn die offizielle Bewerbungsphase losgeht, als ein sehr engagierter Kandidat in Erinnerung bleibst, der sich ausführlich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hat. Das zeigst du zum Beispiel auch, indem du in den Betreff nicht „Initiativbewerbung“ reinschreibst, sondern ein konkretes Aufgabenfeld benennst, in dem du tätig werden willst.

    Dafür hilft es auch, wenn du, bevor du die Bewerbung losschickst, erstmal beim Unternehmen durchklingelst und dein Vorhaben ankündigst. Das kann allerdings auch nach hinten losgehen – du solltest also sehr gut vorbereitet in ein solches Gespräch gehen und nicht einfach nur plump fragen, ob du wohl deine Trainee-Bewerbung schicken darfst. Denn dann ist es sehr wahrscheinlich, dass du einfach nur ein „Wenn keine Stelle ausgeschrieben ist, brauchen Sie sich auch nicht bewerben“ zurück bekommst. Also lieber gezielt nach dem Unternehmen fragen, zeigen, dass du dich damit beschäftigt hast und sehr motiviert bist und clever argumentieren, warum du dich für eine Trainee-Stelle, die nicht ausgeschrieben ist, jetzt schon bewerben willst. In der Bewerbung kannst du dich dann auf das Gespräch beziehen und hast so sofort einen persönlichen Anknüpfungspunkt.

  5. Fazit: Initiativbewerbung ja oder nein.

    Wer nichts wagt, der nichts gewinnt – wenn du dich also besonders für ein Unternehmen interessierst, dann probiere es! Zu verlieren hast du nichts und wenn du erstmal positiv aufgefallen bist, kann sich auch später noch etwas ergeben, auch wenn es nicht auf Anhieb mit dem Trainee-Programm klappt.