Warum erfolgreiche Unternehmen Trainees rekrutieren.

Warum erfolgreiche Unternehmen Trainees rekrutieren.

Das müssen Sie wissen.

  • Trainee-Programme schaffen Abhilfe beim Fachkräftemangel.
  • Unterschiedliche Trainee-Progamme mit verschiedenen Zielsetzungen sind sinnvoll.
  • Trainees sind offener und außerdem leichter zu rekrutieren als Kandidat_innen* für den Direkteinstieg.

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Zielgruppe Trainees.

Trainees sind eine Zielgruppe, die von vielen Personalverantwortlichen unterschätzt wird. Dabei sind Trainees, also Hochschulabsolventen, die vom Arbeitgeber systematisch als Nachwuchs- oder sogar als Führungskraft ausgebildet werden, ein wichtiger Baustein im Recruiting.

Aus der Trainee-Befragung der Trendence Institut GmbH von 2019 wissen wir, dass durchschnittlich 65 Prozent der Trainees schon einen Masterabschluss haben. Das Alter der Trainees liegt meistens bei Mitte bis Ende zwanzig. Besonders beliebt sind Trainee-Programme bei 57,3 Prozent der Hochschulabsolventen, weil sie sich davon Einblicke in verschiedene Unternehmensbereiche erhoffen.

Da auch die Bezahlung in fairen Trainee-Programmen oft nicht mehr schlechter ist als beim Direkteinstieg ins Unternehmen, sind Trainee-Programme bei Hochschulabsolventen beliebt. Die Bewerbungsquote bei Ausschreibungen für Trainee-Programme kann deshalb deutlich höher liegen als für den Direkteinstieg (Quelle: Jessica Saier, Traineeprogramme als Methode der Personalrekrutierung, Hamburg 2008, S. 28.)

Auch die Offenheit der Hochschulabsolventen sehen viele Personalverantwortliche als typisch für die Zielgruppe Trainees. So beschreibt es die Deutsche Bahn:

Gestaltung von Trainee-Programmen.

Der Begriff „Trainee” ist nicht geschützt. Aus diesem Grund kann jedes Unternehmen sein Trainee-Programm völlig frei gestalten. Viele Unternehmen setzen dabei gleich auf verschiedenen Programme, um die verschiedenen Bedarfe abzudecken. Hier ein Beispiel der Würth Gruppe:

Wir haben zwei internationale Trainee-Programme: zwei Trainee-Programme, die sehr vertriebslastig sind, mit klarer Führungsperspektive, und ein Trainee-Programm bei uns in der Firmenzentrale, wo wir alle verschiedenen Funktionsbereiche, z. B. HR, Einkauf und Logistik über Trainee-Positionen besetzen.
Katrin Funk, Ausbildung/Hochschulmarketing, Würth Gruppe

Was den Aufbau angeht, hat es sich aber bewährt, auf bestimmte Kriterien bei der Konzeption eines Trainee-Programms zu achten:

In einem sinnvoll strukturierten Trainee-Programm ...

  • werden Trainees nachhaltig und krisensicher eingebunden und langfristig in Experten-, Management- und Führungsfunktionen gebracht.
  • übernehmen Trainees auch spannende Aufgaben und Verantwortung für eigene Projekte, sodass sie ihr Know-how frisch von den Hochschulen und ihre Innovationskraft einbringen können.
  • bekommen alle Trainees einen Mentor oder eine Mentorin zur Seite gestellt.
  • lernen Trainees viele Unternehmensbereiche kennen, sodass sie auch optimale Möglichkeiten bekommen, sich zu vernetzen.
  • steht das Gehalt der Trainees dem von Mitarbeitern im Direkteinstieg in nichts nach.
  • überprüft das Unternehmen die Qualität des eigenen Trainee-Programms regelmäßig intern und extern und überarbeitet es stetig.

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Warum in Trainees investieren?

Trainees sind für viele Unternehmen eine Möglichkeit, mit dem zukünftigen Fachkräftemangel umzugehen und ihn zu bewältigen. Gerade die Deutsche Bahn, die einen hohen Personalbedarf hat, setzt deshalb auf Trainees:

Insgesamt hat Studenten-Recruiting eine sehr hohe Bedeutung, weil wir als Deutsche Bahn insgesamt so einen hohen Rekrutierungsbedarf haben und in den nächsten Jahren 100.000 Menschen einstellen werden. Studenten sind davon ein ganz wichtiger Teil, weil die mit einer tollen Qualifikation und mit vielen Ideen und Innovationen reinkommen.
Franziska Manck, Leiterin Graduate Recruiting und Executive Acquisition, Deutsche Bahn

Der Zusammenhang von Abhilfe beim Fachkräfte-Recruiting und Trainee-Programmen liegt also auf der Hand. Clevere Personalverantwortliche sehen zwei wichtige Gründe, um in Trainees zu investieren:

Zum einen können sie während des Trainee-Programms, in dem der Trainee verschiedene Bereiche im Unternehmen kennenlernt, herausfinden, welcher Bereich am besten zum Trainee passt. Im Anschluss an das Trainee-Programm können sie den Trainee dann – viel besser und treffsicherer als nach einem Bewerbungsmarathon inklusive Assessement-Center – genau dort einsetzen, wo er für das Unternehmen am gewinnbringendsten ist. Auch Trainees fühlen sich dort am wohlsten, wo sie am meisten erreichen können und wo ihnen die täglichen Aufgaben auch liegen.

Zum anderen ist es deutlich kostengünstiger, Trainees zu rekrutieren als Fachkräfte. Während es immer schwieriger und kostenintensiver wird, Fachkräfte abzuwerben, bewerben sich Trainees in großer Zahl und müssen nicht mit extra hohen Gehältern gelockt werden.

Das liegt daran, dass das Durchschnittsgehalt laut Trainee-Befragung der Trendence Institut GmbH von 2019 mit 40.000–49.999 Euro für den Berufseinstieg schon attraktiv ist, die Hochschulabsolventen aber trotzdem noch die Möglichkeit haben, sich zu orientieren und weiterzubilden. Hochschulabsolventen wissen, dass sie in einem Trainee-Programm langsam wachsen können und nutzen deshalb gerne die Chance, auf diese Art und Weise, ins Berufsleben zu starten.

Weitere Einblicke in das Mindset von Trainees finden Sie in unserem Artikel: Was denken Trainees über Ihre Trainee-Programme?

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Vorteile von Trainee-Programmen.

Dass Trainees also leichter und kostengünstiger zu werben sind, ist deutlich geworden. Trotzdem gibt es manchen Unternehmen zu denken, dass Trainees noch jede Berufserfahrung fehlt. Lösen sie den Fachkräftemangel also doch nicht?

Ja und nein. Der große Vorteil beim Trainee-Recruiting erschließt sich nämlich gerade dann, wenn man in die Zukunft plant– und hier wird der Fachkräftemangel wahrscheinlich noch zunehmen.

Unternehmen, die mit Trainee-Programmen arbeiten, stellen nämlich fest, dass Trainees sich stark mit dem Unternehmen identifizieren und loyal und beständig sind.Laut Trainee-Befragung der Trendence Institut GmbH von 2019 bleiben 59 Prozent aller Trainees länger als fünf Jahre im Unternehmen.

Das können Unternehmen noch zusätzlich tun, um Trainees im Unternehmen zu halten:

  • Karriereperspektiven aufzeigen.
  • Unbefristete Arbeitsverträge abschließen.
  • Flexible Arbeitszeiten anbieten, die auf die verschiedenen Arbeitnehmerbedürfnisse in verschiedenen Lebensphasen eingehen.
  • Weiterführende Programme auflegen, z. B. Auslandsprogramme oder Programme für Mitarbeiterinnen mit Kindern.
  • Cleveres Employer Branding.

Auf diese Art und Weise profitieren Unternehmen ganz klar davon, junge Talente früh zu rekrutieren. Die Würth Gruppe hat diesen Vorteil für sich erkannt und nutzt ihn ganz bewusst:

Wir merken einfach, dass wir durch tolle Programme und die Möglichkeiten, die die Programme gerade für Hochschulabsolventen bieten (Netzwerk, Durchlauf verschiedener Bereiche, Mentoring, Feedback), wahnsinnig gute Leute für Würth gewinnen und genau deswegen haben die Programme einen hohen Stellenwert für uns.
Katrin Funk, Ausbildung/Hochschulmarketing, Würth Gruppe
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