Erfahrung als Trainee: Vodafone

Erfahrung als Trainee: Vodafone

Svenja Flamme ist nach ihrem Master in Corporate Development an der Uni Köln als Trainee im Bereich Enterprise Marketing bei Vodafone eingestiegen.

Im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER spricht sie über den Ablauf des Trainee-Programms und ihre internationalen Erfahrungen. Außerdem verrät sie, wie es um das Gehalt bei deinem der führenden Telekommunikationsunternehmen Deutschlands bestellt ist.

Hallo Svenja, wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle ab?

Das Auswahlverfahren bestand nach Einreichen der Unterlagen für mich aus einem Online-Test, bei dem analytische Fähigkeiten und die Persönlichkeit abgefragt werden, sowie aus einem eintägigen Assessment Center am Vodafone Campus. Im Anschluss an das AC habe ich noch am selben Tag eine Rückmeldung erhalten.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess bei Vodafone noch vor sich haben?

Neben der fachlichen Kompetenz wird meiner Erfahrung nach stark auf den Persona-Organisation-Fit geachtet, also ob eine Person zur Unternehmenskultur passt. Dies ist nicht nur für Vodafone wichtig, um zu sehen, ob der Kandidat passt, sondern auch für den Bewerber, um für sich selbst festzustellen, ob er sich bei Vodafone wohlfühlen würde und sich mit der Arbeitsweise und Kultur identifizieren kann.

Wie ist der grobe Ablauf deines Trainee-Programms?

Es gibt aktuell drei Starttermine, im Oktober, Februar und Juni, an denen Trainees sämtlicher Fachbereiche ein gemeinsames Onboarding erhalten. Anschließend startet jeder in seiner ersten Station, bei der es sich für gewöhnlich um die Abteilung des Mentors handelt. Das Programm ist sehr flexibel und individuell gestaltbar, sodass es in der Verantwortung des Trainees liegt, sich in Abstimmung mit dem Mentor Folgestationen zu organisieren. Hier ist das Traineenetzwerk, aber auch die Erfahrung des Mentors hilfreich, um einen guten Überblick über die Möglichkeiten und jeweiligen Ansprechpartner zu erhalten. Das Programm dauert zwei Jahre, sodass man bei einer Stationsdauer von drei Monaten insgesamt acht Abteilungen durchläuft. Da wir Trainees einen unbefristeten Vertrag erhalten, geht es nach dem Programm nahtlos weiter mit einer festen Position.

Wie sind bei Vodafone Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Ich habe regelmäßige, circa alle zwei Wochen, Feedbackgespräche mit meinem Mentor, bei denen wir besprechen, was ich aktuell mache, was ich plane und wo ich seine Unterstützung oder seinen Rat benötige – zum Beispiel, um Kontakt zu einem Ansprechpartner in einer bestimmten Abteilung herzustellen, in der ich eine Station plane. Zudem sind regelmäßige Feedbackrunden mit dem Vorgesetzten aus der jeweiligen Station vorgesehen. Hier ist neben dem inhaltlichen Feedback ebenfalls ein Austausch über den Verlauf der Station, Ziele der Station, Erwartungen etc. vorgesehen. Am Ende der Station wird ein sogenannter Performance Dialog geführt, bei der man die Leistung gemeinsam reflektiert und die Erreichung der zuvor gesetzten Ziele evaluiert.

„Training-off-the-job“ vs. „Training-on-the-job“ – Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Natürlich ist der deutlich größere Teil on-the-job, da man als Trainee mit den ständig wechselnden Projekten und Aufgaben ständig lernt. Dennoch durfte ich bereits an einer Reihe von Seminaren teilnehmen. Diese waren teils fachlich, wie beispielsweise die Marketing Academy, und teils eher Soft Skill-orientiert, wie zum Beispiel die mehrtägigen Personal Transformation Seminare, die jeder Trainee durchläuft. Hier wird nicht nur über Karriereplanung gesprochen, sondern auch über Themen wie Coaching, Feedback geben, Persönlichkeitstypen etc.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag als Trainee bei Vodafone?

Das ist natürlich stark abhängig von der Abteilung. Im Moment bin ich im Produkt Management für Geschäftskunden tätig und beschäftige mich mit dem Thema M2M oder auch Internet of Things genannt. Die Palette reicht hier von der Konzeptionierung eines neuen Produktes über das Berechnen des Business Case bis hin zur Implementierung und Markteinführung. Mit persönlich gefällt es, in solch einem Wachstumsfeld zu unterstützen und dieses bei Vodafone mitzugestalten.

Welche Erfahrungen hast du während deines Auslandsaufenthaltes sammeln können?

Ein Auslandsaufenthalt ist optional. Wichtig ist, dass der Auslandsaufenthalt sinnvoll für die persönliche Entwicklung ist und auch für Vodafone einen Mehrwert bietet, zum Beispiel, indem man in einem Best-Practice-Project einer anderen Ländergesellschaft mitarbeitet und somit im Anschluss quasi „die Expertise importiert“. Dadurch, dass Vodafone international breit aufgestellt ist, gibt es natürlich viele Möglichkeiten. Ich habe mich für diesen Weg entschieden und eine Station bei der Vodafone Group in London absolviert. Ich hatte Glück, denn in London wurde gerade ein Trainee gesucht, da sich dort rumgesprochen hatte, dass die Option besteht, und man mit Trainees schon gute Erfahrungen gemacht hatte. In der Station konnte ich nicht nur den englischen Markt kennenlernen, sondern war in einem Team tätig, das sich um die Vodafone-Gesellschaften in den sogenannten Emerging Markets kümmert und Produkte entwickelt und vermarktet, die speziell auf deren Bedürfnisse zugeschnitten sind. Diese ganz andere Vodafone-Welt kennenzulernen fand ich besonders spannend – nicht zuletzt da ich auch vor Ort in Südafrika mit den Kollegen von Vodacom – dem südafrikanischen Vodafone – zusammenarbeiten durfte. Auch wenn wir in Deutschland in einem sehr gesättigten Markt unterwegs sind, bin ich überzeugt, dass der Einsatz im Emerging Markets-Team mein Programm enorm bereichert hat und ich so ein viel besseres Verständnis für den Konzern über die Ländergrenzen hinaus entwickeln konnte.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst du pro Woche?

Das ist relativ unterschiedlich und hängt etwas vom jeweiligen Projekt ab. Grundsätzlich sind alle Trainees im Tarifvertrag und haben somit eine 38,5-Stunden-Woche. Überstunden werden erfasst und ausgeglichen. Das bedeutet, selbst wenn ich in einer Woche mal etwas länger arbeite, kann ich die Differenz an einem anderen Tag „abfeiern“. So ist man sehr flexibel und kann beispielsweise an einem schönen Sommertag auch schon mal bereits mittags an den See fahren.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei Vodafone?

Das Arbeiten am Campus erlebe ich sehr positiv. Das Gebäude ist sehr modern und durch die offenen Arbeitsflächen kommt man mit Kollegen schneller und besser in Kontakt, als wenn man in abgeschlossenen Büros säße. Dies hat einen sehr kommunikativen Charakter. Zudem haben wir eine Kaffeebar, an die Termine hin verlegt werden können, eine gute Kantine und ein kostenloses Fitnessstudio am Campus.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt?

Das Gehalt ist überdurchschnittlich hoch. Zudem gibt es eine Reihe von zusätzlichen Leistungen, wie beispielsweise eine Bezuschussung beim Kauf von Vodafone-Produkten, das kostenlose Fitnessstudio, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, vermögenswirksame Leistungen, Mitarbeiterrabatte bei Partnerunternehmen und vieles mehr.

Was war (bisher) dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung?

Highlights waren für mich bisher die großen Enterprise-Ereignisse wie die CeBIT in Hannover, aber auch das jährlich stattfindende Sales Kickoff, bei dem unseren Vertriebsmitarbeitern für ihre Leistung gedankt sowie die neue Strategie vermittelt wird. Solche Veranstaltungen sind immer eine super Möglichkeit, um über den Tellerrand hinauszublicken, andere Bereiche und Kollegen kennenzulernen und so sein Vodafone-Netzwerk zu erweitern.

Wie geht es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm bei Vodafone weiter?

Da ich Enterprise Marketing Trainee bin, ist eine Stelle in diesem Bereich vorgesehen und „reserviert“. Da das Programm aber für mich noch ein Jahr dauert, habe ich zu diesem Zeitpunkt noch keine bestimmte Zielposition vereinbart, sondern werde mir noch einige Abteilungen anschauen. Dadurch, dass wir Trainees alle einen unbefristeten Vertrag erhalten, ist der Druck, eine Stelle nach dem Programm zu finden, nicht so hoch wie bei einigen Programmen anderer Unternehmen. Das halte ich für einen entscheidenden Vorteil, da ich mich so auf meine aktuellen Kernaufgaben konzentrieren kann und mich nicht bereits während des Trainees-Programms wieder mit Bewerbungen beschäftigen muss.

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Über den Autor

Bettina Wilde
Bettina Wilde
Bettina Wilde ist seit 2015 für das Content Team von TRAINEE-GEFLÜSTER an Bord. Als studierte Germanistin und Trainee-Expertin schreibt sie für ihr Leben gern und kümmert sich um alle wichtigen Fragen rund um das Thema Berufseinstieg.

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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