Erfahrung als Trainee: Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH

Erfahrung als Trainee: Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH

Pia Lorena Hugo (25) hat zunächst ihren Bachelor in „Logistics & Retail“ an der Hochschule Fresenius gemacht, bevor sie als Berufseinsteiger bei der Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH begonnen hat. Hier absolviert sie nicht nur das Graduate Programm „Manufacturing, Supply and R&D“, sondern macht parallel noch ihren Master in „Sustainability Management“. Im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER erzählt sie vom Bewerbungsprozess, ihrem Arbeitsalltag und den Übernahmechancen bei dem Tabakunternehmen.

Hallo Pia, was für ein Trainee-Programm absolvierst du bei Reemtsma?

Ich habe mich damals für das Graduate-Programm „Manufacturing, Supply and R&D“ entschieden und bin von Anfang an im Supply Chain Management, schwerpunktmäßig im Bereich der Exporttätigkeiten, tätig.

Wie lief das Assessment Center ab?

Das Assessment Center dauerte einen Tag, begann etwa um 9 Uhr und endete um circa 16 Uhr. Es umfasste verschiedene Übungen und ein gemeinsames Mittagessen. Wir waren circa acht Kandidaten und die Stimmung war insgesamt sehr nett und locker. Natürlich waren einige Aufgaben herausfordernd, aber die Atmosphäre war stets angenehm.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess noch vor sich haben?

Ich denke, dass es besonders darauf ankommt, in jeder Situation man selbst zu bleiben. Zudem sollte man sich mit dem Unternehmen identifizieren können und auch mal einen Blick auf die Values und das gesamte Unternehmensleitbild geworfen haben.

Wie ist der grobe Ablauf deines Trainee-Programms bei Reemtsma?

Die Dauer dieses Programms umfasst zwei Jahre. Im Gegensatz zu dem „Sales & Marketing“-Programm rotieren wir nicht alle paar Wochen, sondern sind in ein oder zwei Abteilungen eingesetzt. Dies lässt eine intensive Einarbeitung in die zum Teil sehr komplexen Themen zu.  Auch habe ich an einem cross-funktionalen Projekt teilgenommen, welches fern meiner eigentlichen Aufgaben lag, sodass ich Einblicke in andere Prozesse bekommen habe. Zudem habe ich Graduates aus anderen Ländern kennengelernt, da wir gemeinsam an diesem Projekt gearbeitet haben.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, an Seminaren und Schulungen in Bezug auf die Verbesserung von Soft-Skills teilzunehmen. Exkursionen in unsere Fabriken sind auch möglich. Mein Arbeitsort ist Hamburg, jedoch erlaubt es mir die Projektarbeit, auch mal nach Bristol oder Nottingham zu reisen. Ein neues Modul für uns „technische Graduates“ ist ein dreitägiger Einsatz im Außendienst. Mein Einsatz wird erst noch stattfinden und ich freue mich auf diese völlig neue Erfahrung.

Wie sind bei Reemtsma die Einarbeitung, die Betreuung und das Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Am ersten Arbeitstag findet eine lokale Einführung durch HR statt; gleichzeitig beginnt die interne abteilungsspezifische Einarbeitung. Es herrscht eine gute Betreuung durch die Vorgesetzten, welche durch regelmäßiges Feedback und Mitarbeitergespräche unterstützt wird.

Kurz nach dem Start findet im Oktober eine „Graduate Community Induction“ statt. Hier treffen Graduates aus verschiedensten Lokationen aufeinander und werden in die Welt von der Imperial Tobacco Group Company eingeführt. Es gibt interessante Vorträge, Gruppenarbeiten und Teambuilding-Workshops. In diesem Zusammenhang stellen sich verschiedenste Abteilungen vor, sodass man einen wunderbaren Überblick über die gesamte Prozesskette bekommt.

Kurz nach meinem Start bei Reemtsma habe ich mich entschieden, mir einen Mentor im Unternehmen zu suchen. Seit Beginn des Programms begleitet mich dieser, unterstützt mich bei den unterschiedlichsten Fragestellungen in meinem Arbeitsalltag und gibt mir konkrete Tipps zu Problemlösungen. Inzwischen hat sich ein Mentoren-Programm für das Graduate Programm „Manufacturing, Supply and R&D“ etabliert. Die Personalabteilung unterstützt und koordiniert diesen Prozess.

„Training-off-the-job“ vs. „Training-on-the-job“ – Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Insgesamt finde ich das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis sehr ausgeglichen, man bekommt schon frühzeitig Verantwortung zugesprochen und unterstützende „Trainings-on-the-job“.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Ich bin hauptsächlich mit der Bearbeitung von Projekten im Bereich des Supply Chain Managements betraut. Hier kann es um neue Prozesse bezüglich Transportabwicklungen oder um Produktionsverlagerungen und Zahlungsprozesse gehen.

Außerdem habe ich über einen gewissen Zeitraum an der operativen Tätigkeit mitwirken dürfen und die Zustellung unserer Güter zu einem bestimmten Markt koordiniert.

Zudem konnte ich eine Key-User-Funktion in Bezug auf unser Transportbuchungssystem einnehmen.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst du pro Woche?

Die wöchentliche Arbeitszeit bei Reemtsma beträgt 37,5 Stunden. Generell ist es möglich, diese auch einzuhalten. Natürlich ist es gerade bei Projektarbeiten jedoch so, dass die Arbeitszeit von siebeneinhalb Stunden pro Tag auch mal überschritten werden muss. Da aber flexible Arbeitszeiten herrschen und man ein Überstundenkonto führt, werden diese addiert und können dann in Urlaubstage umgewandelt werden. Insgesamt hat man bei Reemtsma 30 Urlaubstage. Bisher habe  ich mich nicht so gefühlt, als sei meine Work-Life-Balance unausgeglichen. Klar gibt es stressige Tage und Wochen, aber diese werden dann auch durch weniger stressige abgelöst. Zudem schaffe ich es noch, nebenher einen MBA zu absolvieren, von daher kann es wohl kaum zu schlimm sein. 

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei Reemtsma?

Die Arbeitsatmosphäre bei Reemtsma ist stets kollegial und freundlich. Jeder ist für Fragen offen und unterstützt einen, wenn nötig. Man baut sich sehr schnell ein Netzwerk durch das gesamte Unternehmen auf, sodass ein guter Kontakt besteht. Auch der Kontakt zu anderen Graduates ist gegeben und wird durch sogenannte Youth-Treffen, welche am Nachmittag oder Abend stattfinden, unterstützt. Hier geht man gemeinsam etwas essen und trinken und stärkt so das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt bei Reemtsma?

Die Vergütung startet mit rund 50.000 Euro im ersten Jahr. Nach einem Jahr gibt es eine tarifliche Gehaltserhöhung.

Gibt es weitere Benefits?

Es werden verschiedene Benefits geboten wie zum Beispiel die genannte Gleitzeit und der Abbau von Überstunden. Ein Zuschuss zur HVV-Proficard, dem Jobticket des Hamburger Verkehrsverbundes, oder ein Tiefgaragenstellplatz sowie Kooperationen mit Fitnessstudios werden auch geboten. Zudem veranstaltet Reemtsma einen sogenannten Helpday – dies ist nicht direkt ein Benefit, aber trotzdem eine super Sache: Mitarbeiter werden hier für einen Tag freigestellt und dürfen sich sozial engagieren – zum Beispiel im Tierheim.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms befristet?

Der Arbeitsvertrag ist für die Dauer des Graduate Programms befristet. Meiner Meinung nach sind die Übernahmechancen jedoch sehr hoch, da sich Reemtsma für die komplette Ausbildung schon einiges einfallen lässt und dies auch keinen geringen Kostenfaktor darstellt. Somit hat Reemtsma natürlich die Intention, die Personen nach den zwei Jahren bei entsprechender Leistung auch zu behalten.

Was war (bisher) dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung?

Für mich gab es verschiedene Highlights. Ich fand es zum Beispiel extrem spannend, in die Fabriken zu gehen und zu sehen, wie Cigaretten produziert werden – das ist wirklich der Wahnsinn. Aber auch das erste eigene Projekt und die erfolgreiche Umsetzung davon waren Highlights. Und nicht zu vergessen: Die Weihnachtsfeier! 

Wie geht es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm bei Reemtsma weiter?

Ich befinde mich derzeitig in meinem letzten Jahr und werde anschließend in der Abteilung, in welcher ich derzeitig Tätigkeit bin, weiter beschäftigt werden.  

>> Weitere Infos zum Tabakunternehmen Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH 

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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