Erfahrung als Trainee: Lufthansa Technik AG.

Von Judith Hölling,

Eine Boeing im Simulator fliegen, am Flugzeug schrauben und einen höchst abwechslungsreichen Arbeitsalltag genießen – all das bietet das Trainee-Programm der Lufthansa Technik AG, wie uns Berufseinsteigerin Sarah Osterberg im Interview erzählt. Sie hat Wirtschaftsingenieurwesen in Karlsruhe und Produktionsingenieurwesen in Ingolstadt studiert und danach den Einstieg als Trainee bei der Lufthansa Technik AG geschafft. Lies hier, welche Tipps für den Bewerbungsprozess sie parat hat und warum sie so zufrieden mit dem Trainee-Programm der Lufthansa Technik ist.

Hallo Sarah, wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle bei der Lufthansa Technik AG ab?

Zunächst habe ich mich über das Online-Bewerbungsportal der Lufthansa Technik beworben und mehrere Online-Tests absolviert. Sie umfassten Themen wie Mathematik, logisches Denken und Wortschatz.

Nach erfolgreichem Bestehen wurde ich zum Telefoninterview eingeladen. Darin konnte ich meine eigenen Erfahrungen vertieft darlegen und Fragen zum Programm stellen. Ein Teil des Telefoninterviews fand auf Englisch statt.

Etwa zwei Wochen nach dem Interview wurde ich benachrichtigt, dass ich zum Assessment Center eingeladen werde. Das Assessment Center fand an zwei Tagen statt und bestand aus mehreren Einzel- sowie Gruppenübungen. Man absolviert das Assessment Center meist zu sechst und wird von jeweils einem Psychologen oder einer Psychologin sowie dem Bereichsleiter oder -leiterin und der Programmleiterin beobachtet und interviewt.

Direkt am Tag nach den Assessment Center bekommt man die Rückmeldung, ob es mit dem Trainee-Programm klappt. Zudem hat man die Möglichkeit, in einem gesonderten Termin detailliertes Feedback zur eigenen Leistung während des Assessment Centers einzuholen.

Welche persönlichen Erfahrungen hast du im Vorstellungsgespräch und im Assessment Center gemacht?

Ich war von der Atmosphäre im Assessment Center positiv überrascht! Es gab mehrere Assessment Center mit je sechs Teilnehmenden, also relativ kleinen Gruppen. Was mir total geholfen hat, war die Tatsache, dass wir nicht direkt in Konkurrenz standen. Es wird keine festgelegte Quote an Kandidaten oder Kandidatinnen pro Assessment Center ausgewählt, sondern es kann sein, dass alle oder eben auch niemand den Anforderungen entspricht. Das heißt, die Beobachtenden wählen nach festgelegten Kriterien aus und nicht im Vergleich zu anderen Bewerbenden.

Für die Gruppenübungen wurden wir in zwei Dreier-Teams aufgeteilt. Bei jeder Übung sind mindestens zwei Beobachtende anwesend. Neben den Gruppenübungen haben wir noch Rollenspiele gemacht und psychologische Einzelinterviews geführt, Vorträge gehalten sowie die bereits absolvierten Online-Tests noch einmal an lokalen Rechnern in ausführlicher Form durchgeführt.

Kannst du ein absolutes Insight nennen?

Man sollte darauf vorbereitet sein, in den Vorbereitungszeiten der jeweiligen Übung sehr viele Informationen in sehr kurzer Zeit verarbeiten zu müssen. Eine strukturierte Herangehensweise ist da das A und O, denn im Zweifelsfall stehen die wichtigsten Information immer auf den letzten Seiten.

Ansonsten sollte man vor allem versuchen, sich im Labyrinth von Standardantworten selbst treu zu bleiben – auch wenn das bedeutet, dass man nicht zu jeder Frage die perfekte Antwort parat hat. Mir hat es durchaus geholfen, mich vorab mit möglichen Fragen und Aufgaben im Assessment Center zu beschäftigen, aber ich würde es mit der Vorbereitung auch nicht übertreiben, da man sonst zu sehr in zurechtgelegten Mustern denkt.

Gerade im Assessment Center kommt es sehr auf Authentizität und souveränes Handeln in unvorhergesehenen Situationen an. Also ein gewisses Maß an Vorbereitung sollte da sein, aber ansonsten hilft es, einfach Ruhe zu bewahren, auch wenn ich weiß, wie schwierig das ist.

Und was sind deine wesentlichen Aufgaben als Trainee bei der Lufthansa Technik AG?

Als Trainee hat man vier verschiedene Projekte in unterschiedlichsten Abteilungen und an Standorten, die man sich selbst aussuchen kann. Das gesamte Trainee-Programm lebt von Eigeninitiative und eigenverantwortlichem Handeln. Die meisten Projekte sind von Anfang an mit einem gewissen Maß an Verantwortung verbunden und es kommt nicht selten vor, dass man direkt mit einem Leiter oder einer Leiterin zusammenarbeitet. Es wird von uns erwartet, dass wir selbstständig Lösungsansätze entwickeln und uns proaktiv einbringen. Aber genau das bietet auch enorm viele Möglichkeiten!

Wie hoch ist dein Trainee-Gehalt?

Wir steigen direkt als außertarifliche Mitarbeiter ein und bekommen aktuell ein Jahresbruttogehalt von 52.200 Euro, welches sich dann jährlich steigert. Zusätzlich bekommt man eine leistungsabhängige, variable Vergütung, welche im Durchschnitt bei noch einmal zehn Prozent des Grundgehalts liegt. Die Lufthansa Technik bietet ihren außertariflichen Mitarbeitern auch noch viele weitere Benefits wie vergünstigte Flüge, Mitarbeiterangebote, Ergebnisbeteiligungen und vieles mehr. Also daran sollte es nicht scheitern!

Wie steht es um deine Work-Life-Balance bei der Lufthansa Technik AG?

Als außertariflicher Mitarbeiter hat man das große Plus der Arbeitszeitsouveränität. Das bedeutet zwar nicht, dass wir arbeiten können, wann und wie wir wollen, aber es bietet einem die Möglichkeit, abhängig vom Projekt auch mal einen Ausgleichstag frei zu nehmen. Grundsätzlich haben wir in den ersten zwei Jahren 25 Urlaubstage, welche sich anschließend erhöhen.

Wie ist der Kontakt zu den Kollegen und anderen Trainees?

Wir Trainees haben wirklich eine tolle Gemeinschaft und unternehmen auch oft privat etwas zusammen. Durch das persönliche Netzwerk hat man immer jemanden, der einem mit Rat und Tat zur Seite steht, was den Spaß bei der Arbeit deutlich erhöht und auch einiges erleichtert. Auch von unseren Einsatzabteilungen werden wir in der Regel mit offenen Armen empfangen und bei der Einarbeitung oder auch dem Zurechtfinden im Unternehmen tatkräftig unterstützt. So sammelt man Kontakte im ganzen Unternehmen, was für den späteren Werdegang einen enormen Pluspunkt darstellt.

Wie geht es für dich nach dem Trainee-Programm bei der Lufthansa Technik AG weiter?

Nach Abschluss meiner vier Projekte habe ich noch einen zeitlichen Puffer, um mich intern auf eine Anschlussposition zu bewerben. Dies geschieht entweder über die gesammelten Kontakte oder über den internen Stellenmarkt. Wenn ich dann meine Anschlussstelle gefunden habe, wird mein Vertrag entfristet. Das Schöne ist, dass man über das Alumni-Netzwerk weiterhin mit den Trainees aller Generationen in Kontakt bleibt und auch weiterhin an spannenden Trainee-Veranstaltungen teilnehmen kann. So bleibt man immer auf dem Laufenden und kann auch seine Erfahrungen an neue Trainees weitergeben.

Was war bisher dein persönliches Highlight als Trainee?

Mein absolutes Highlight bisher war unser dreiwöchiger Unternehmensumlauf! Im Rahmen dessen haben wir Vorträge von allen Unternehmensdivisionen bekommen, durften zum Beispiel in der Wartungsfrühschicht mit am Flugzeug schrauben und haben viele Einblicke durch Werkstattführungen erhalten. Grandios war auch unsere Woche in Frankfurt, in der wir verschiedene Schnittstellen zum Airline Business und zum Konzern besucht haben. So kam es auch, dass wir die Möglichkeit hatten, das First-Class-Terminal zu besichtigen oder eine 747 im Simulator zu fliegen. Auch der Einblick in die Welt des Caterings von LSG Sky Chefs war hochinteressant! Diese drei Wochen sind repräsentativ für das gesamte Trainee-Programm: abwechslungsreich und geprägt von Erfahrungen, die man sonst so schnell nicht wieder macht!


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