Erfahrungen als JMP-Trainee bei Bosch.

Von Judith Hölling,

Jeder Tag ein Highlight: Im Junior Managers Program der Robert Bosch GmbH hat Anna Trebacz ihre Passion gefunden. Im Interview berichtet sie von ihrem Ehrgeiz und dem Spirit, der sie und ihre Kolleg_innen verbindet. Dabei hat sie immer das Gefühl gehabt, dass es bei Bosch auch um sie als Mensch geht – nicht zuletzt dank des wertschätzenden Bewerbungsablaufs und der Nähe zu den Vorgesetzten.

Hallo Anna, wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle im Junior Managers Program ab?

Nach meiner Onlinebewerbung habe ich zügig eine positive Rückmeldung bekommen und erste Gespräche mit den HR-Ansprechpersonen geführt. In einem Videointerview habe ich zu grundsätzlichen Fragen bezüglich meiner bisherigen Laufbahn, aber auch meines persönlichen Verständnisses von Führung Stellung bezogen.

Der anschließende Bewerbertag war sehr aufregend, weil wir uns in zwei Iterationen – allein und in Kleingruppen – persönlich vorgestellt, Gespräche geführt und Aufgaben bearbeitet haben. Bereits an diesem Nachmittag hatten einige Bewerbende ein Feedbackgespräch und einige, so wie ich, noch ein etwa halbstündiges Interview.

Wenige Tage später fand ein Austausch mit den Kolleg_innen der zentralen HR-Abteilung statt, um näher auf meine persönlichen Interessen einzugehen und abzuwägen, ob der ursprünglich angedachte Funktionsbereich interessant sein könnte und welche Abteilungen für mich infrage kommen.

Abschließend wurde ich zum Interview mit meiner potenziellen Mentorin, der HR-Ansprechpartnerin des Fachbereichs und dem Co-Mentor eingeladen. Keine zwei Monate nach meiner ersten Kontaktaufnahme erhielt ich die telefonische Zusage und wenig später lag auch der Arbeitsvertrag in meinem Briefkasten.

Welche persönlichen Erfahrungen hast du im Vorstellungsgespräch und im Assessment Center gemacht?

Beim Bewerbertag wurde ich einer Gruppe zugeordnet, in der sich fast jeder für einen anderen Funktionsbereich interessierte. Es gab, glaube ich, sechs Gruppen, denen je zwei Beobachterinnen und Beobachter zugeordnet waren.

Insgesamt verlief der Tag wie im Flug und ich habe mich in diesem Set-up sehr wohlgefühlt, da ich den Eindruck hatte, dass es wirklich darum ging, mich als Person kennenzulernen und abzuwägen, inwieweit meine Persönlichkeit zur Robert Bosch GmbH passt. Man beharrte nicht auf den klassischen Assessement-Center-Formaten mit den typischen Cases, wie es in vielen Unternehmen der Fall ist.

Auch die Anzahl der Bewerbungsschritte ist für mich ein klares Zeichen dafür, dass ich aufgrund meiner Persönlichkeit und meiner Fähigkeiten eingestellt wurde statt ausschließlich aufgrund meines CVs.

Kannst du ein absolutes Insight nennen?

Als Bewerber_in sollte man sich von Anfang an im Klaren darüber sein, weshalb man sich für das Junior Managers Program bewirbt. Es ist nicht einfach nur ein Trainee-Programm, sondern ein Nachwuchsführungskräfteprogramm in einem weltweit etablierten deutschen Traditionsunternehmen.

Warum gerade Bosch? Warum ein Traineeship? Warum Führung? Fundierte Antworten auf diese Fragen, eine glaubhafte intrinsische Motivation und ein sicheres Auftreten ziehen sich vom ersten bis zum letzten Eindruck durch den Bewerbungsprozess und darüber hinaus!

Was sind deine wesentlichen Aufgaben als Trainee bei der Robert Bosch GmbH?

Von Tag eins spürt man die Erwartungshaltung, die mir als JMP entgegengebracht wird. Wir wachsen über zwei Jahre organisch in den Betrieb hinein und übernehmen von Station zu Station mehr und mehr Verantwortung. In meiner ersten Station habe ich eigenständig ein neues Austauschformat zur Kopplung von externen Interessent_innen mit den Fachexpert_innen meiner Abteilung entworfen, getestet und etabliert, sowie auf Augenhöhe mit meinen UX-Kolleg_innen User Research betrieben und Projekte methodisch unterstützt.

In den nächsten sechs Monaten werde ich die Mitverantwortung für die abteilungsweite Restrukturierung der teaminternen und -externen Kollaboration übernehmen. Dazu muss ich vieles von dem, was ich im Studium und früheren Jobs gelernt habe, abrufen und mir Neues anlesen.

Und wie hoch ist dein Trainee-Gehalt?

Als Trainee falle ich unter die tariflichen Regelungen der IG Metall Nordwürttemberg und Nordbaden. Abhängig von meinem akademischen Grad werde ich zu Beginn der EG12 als Master- oder Diplomabsolventin oder der EG13 mit Promotion oder Berufserfahrung zugeordnet und steigere mich im Zuge meiner Laufbahn in Richtung einer außertariflichen Vergütung.

Bosch ist ein sehr fairer Arbeitgeber, der seine Mitarbeitenden in unterschiedlichsten Lebenslagen, wie zum Beispiel mit der Möglichkeit eines Langzeitkontos oder Arbeiten in Teilzeit, unterstützt. Das schätze ich sehr.

Wie steht es um deine Work-Life-Balance, seit du bei Bosch bist?

Neben dem Job habe ich auch Zeit, meine Hobbys intensiv zu betreiben und meine Freizeit zu genießen. Je nach Abteilung und Situation kann es natürlich an manchen Tagen länger werden, aber die Notwendigkeit ist selbstverständlich und jeder ist engagiert bei der Sache. Zum Ausgleich können Überstunden je Station in Gleitzeit übertragen werden. Die 30 Tage Urlaub sind stationsanteilig zu nehmen. Darüber hinaus gibt es verschiedene Arbeitszeitmodelle. Insgesamt ein sehr faires Set-up.

Wie ist der Kontakt zu den Kolleg_innen und anderen Trainees?

Auch wenn man nur für kurze Zeit in den Abteilungen ist, findet man schnell Anschluss. Es stehen hohe Ansprüche im Raum, denen man gerecht werden will und man hat innerhalb der zwei Jahre viele Möglichkeiten über sich hinauszuwachsen. Mentor_innen, Manager_innen, HR Businesspartner_innen und Kolleg_innen stehen mir zur Seite, fordern und fördern mich, wo sie können.

Netzwerken ist das A und O. Ich tausche mich regelmäßig mit Kolleg_innen verschiedenster Bereiche sowie aktiven und ehemaligen Trainees aus – formal auf internen Events oder auch mal informell bei einem Stammtisch. Ich habe gute Freunde gewonnen und merke, dass wir alle diesen inneren Antrieb haben.

Hier merkt man spätestens, dass sich die Arbeit und der Umfang des Auswahlverfahrens auszahlen. Jeder ist hoch motiviert, brillant auf seine Weise und gleichzeitig bodenständig und reflektiert.

Wie geht es für dich nach dem Trainee-Programm weiter?

Noch liegen eineinhalb Jahre vor mir, weshalb ich noch nicht konkret sagen kann, wo genau es für mich hingeht. Und das ist okay. Wichtig ist, dass ich die kommenden Monate effektiv nutze und meine Stärken gezielt einzusetzen lerne, meine Schwächen identifiziere und weiter an mir arbeite.

Ich lerne Bosch als international agierenden Konzern kennen, in dem ich künftig selbst Verantwortung für Projekte, Produkte und für Menschen übernehmen werde.

Was war bisher dein persönliches Highlight als Trainee bei Bosch?

Das Highlight für mich ist vor allem die Nähe, die wir Trainees zu Führungskräften haben. Meine Mentorin ist kaufmännische Vorstehende der Corporate Sector Information System & Services und nimmt sich regelmäßig Zeit für mich – trotz ihres straffen Zeitplans. Zusammen mit meinem Co-Mentor und den HR-Ansprechpartnern bietet sie mir viel Orientierung und einen kritischen Gegenpol.

Es spricht nichts dagegen, einfach auf Kolleg_innen zuzugehen, deren Position, Managementmethodik oder Themengebiete mich interessieren und sie mit Fragen zu löchern. Diese Freiheit und die persönliche Verantwortung für meine nächsten Schritte sind für mich das tägliche Highlight des Junior Manager Programs.


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