Erfahrung als Trainee: Generali

Erfahrung als Trainee: Generali

Andrea Hutter (29) studierte Diplom-Informatik an der RWTH Aachen, bevor sie das Trainee-Programm bei der Generali Informatik Services GmbH absolvierte. Im Gespräch mit TRAINEE-GEFLÜSTER gibt sie Einblicke und Tipps zum Bewerbungsablauf und erzählt von ihrer Zeit als Trainee bei Generali.

Hallo Andrea, was für ein Trainee-Programm hast du bei Generali absolviert?

Ich habe am Internationalen Konzerntrainee-Programm mit dem Schwerpunkt IT bei der Generali Deutschland Informatik Services GmbH (kurz GDIS) teilgenommen.

Wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle bei Generali ab?

Ich habe bereits meine Diplomarbeit in Kooperation mit der Informatikgesellschaft der Generali Gruppe geschrieben und nach Abschluss meines Studiums dort ein Praktikum absolviert. In diesem Rahmen bin ich auf das Internationale Konzerntrainee-Programm aufmerksam geworden.  Mein damaliger Chef bei der Informatikgesellschaft hat mich empfohlen und direkt für das 1-tägige Assessment Center (AC) angemeldet. Erst dann habe ich das übliche Auswahlverfahren durchlaufen.

Im AC mussten wir diverse Aufgaben lösen, die sowohl Teamfähigkeit, als auch Analyse- und Präsentationsfähigkeit überprüft haben. Am selben Nachmittag wurde uns in einem Feedback-Gespräch verkündet, ob wir das AC bestanden hatten oder nicht. Die Zusage für die Trainee-Stelle kam ein paar Tage später.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess noch vor sich haben?

Ich persönlich finde es wichtig, dass man sich beim Vorstellungsgespräch und beim AC nicht verstellt. Beide Seiten – das Unternehmen, wie auch der Bewerber – müssen schließlich die Möglichkeit erhalten, festzustellen, ob sie zueinander passen.

Für das Assessment Center selbst gibt es genügend Literatur zur intensiven Vorbereitung. Diese hilft, sich auf die Art der Aufgabenstellungen einzustellen.

Wie ist das Trainee-Programms bei Generali aufgebaut?

Das Trainee-Programm bei Generali dauert im Allgemeinen 18 Monate, wobei man insgesamt vier verschiedene Stationen durchlebt: Drei Stationen in den Unternehmen der Generali in Deutschland sowie eine bei einer Generali Schwestergesellschaft im europäischen Ausland. Bei der Informatikgesellschaft gibt es noch die Besonderheit, dass zwei der drei Stationen in der IT durchlaufen werden.

Wie war der grobe Ablauf deines Trainee-Programms bei Generali?

Man arbeitet die ersten sechs Monate in einer vorher vereinbarten Zielabteilung. Die anderen Stationen werden mit dem direkten Betreuer abgesprochen. Durch die diversen Stationswechsel lernt man die Generali in Deutschland und ihre unterschiedlichen Aufgabenbereiche sehr gut kennen. Während des Programms werden diverse Seminare und Hospitationen angeboten sowie ein Trainee-Projekt, welches mit den anderen Trainees bis zum Ende des Trainee-Programms durchgeführt wird. Besonders erlebenswert ist die Reise nach Triest, in der man den Gründungsort und das Global Head Office der weltweiten Generali Gruppe kennenlernt.

Welche Erfahrungen hast du während deines Auslandsaufenthaltes sammeln können?

Eine der wichtigsten Erfahrungen für mich war es, die unterschiedlichen Kollegen aus verschiedenen Ländern kennen lernen zu dürfen. Ich war in Mailand im Head Office, wo Kollegen aus allen Generali-Ländern aufeinander getroffen sind. Ich habe somit nicht nur die Möglichkeit erhalten, mein internationales Netzwerk aufzubauen, sondern auch die Kulturunterschiede und unterschiedlichen Arbeitsweisen kennenzulernen. Ebenso fand ich es sehr spannend, die Generali Gruppe aus der Perspektive des Globalen Head Office kennen zu lernen, um so ein breites Verständnis für unsere Gruppe zu erhalten.

Wie sind bei Generali Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Als Trainee bei Generali erhält man einen Mentor auf höherer Führungsebene und einen Betreuer, der die direkte Führungskraft der Zielstation ist. Mit beiden werden regelmäßige Gespräche vereinbart, wobei der Betreuer meist der direkte Ansprechpartner für die Planung der Stationen und auftretende Fragen oder Probleme ist. Innerhalb der Trainee-Stationen stehen die jeweiligen Vorgesetzten als zusätzliche Ansprechpartner zur Verfügung und geben in der Regel während des Aufenthaltes oder spätestens am Ende der Station ein Feedback und eine Bewertung ab.

„Training-off-the-job“ vs. „Training-on-the-job“ – Wie war das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Im Allgemeinen arbeitet jeder Trainee operativ in seiner Station und bekommt zusätzlich während des gesamten Trainee-Programms unterschiedliche Schulungen. In den Schulungen werden Themen wie Versicherungsmanagement und Projektmanagement, aber auch diverse Soft-Skills vermittelt. Das Gelernte kann relativ zügig in die alltägliche Arbeit integriert werden. Darüberhinaus  werden Hospitationen angeboten, welche für ein bis zwei Tage Einblicke in die Aufgaben von Kollegen aus völlig anderen Bereichen bieten.

Was waren deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Ich durfte in meiner ersten Station eine Vorstudie leiten, die mit dem Thema meiner Diplomarbeit vergleichbar war. In meiner zweiten Station habe ich als zweite Projektassistenz ein Großprojekt unterstützt. In beiden Stationen konnte ich Tätigkeiten aus dem Bereich Projektmanagement wie zum Beispiel Planung, Steuerung und organisatorische Aufgaben übernehmen. In den anderen beiden Stationen, die außerhalb der IT lagen, war ich vor allem unterstützend tätig, durfte aber auch eigenverantwortlich an Konzepten mitarbeiten.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden bist du pro Woche gekommen?

Die reguläre Arbeitszeit beträgt 38 Stunden. Natürlich kam es in den „heißen Phasen“ auch mal zu Überstunden. Im Gegensatz dazu gab es aber auch Tage, an denen man weniger zu tun hatte und früher Feierabend hatte. Mit der Zeit lernt man, sich zu organisieren und zu strukturieren, so dass man eine für sich entsprechende Work-Life-Balance aufbauen kann.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei Generali?

Ich bin mit der Arbeitsatmosphäre in der Generali Gruppe sehr zufrieden. Meine Kollegen waren in jeder Trainee-Station hilfsbereit und haben mich bei Fragen oder Problemen immer unterstützt. Innerhalb der Trainee-Gruppe hat sich schnell ein starker Zusammenhalt gebildet und bei jedem Seminar haben wir uns sehr gefreut, uns wieder zu sehen.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt bei Generali?

Das Trainee-Gehalt bei Generali  ist marktgerecht und alle Trainees erhalten das gleiche Gehalt. Des Weiteren wird eine gute betriebliche  Altersvorsorge für alle Mitarbeiter angeboten.

War der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms befristet?

Ich hatte von Beginn an einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Was war dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung?

Es gibt kein spezielles Highlight, das gesamte Trainee-Programm war für mich ein Highlight mit all den Menschen, die ich kennen lernen und all den Erfahrungen, die ich sammeln durfte.

Wie ist es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm bei Generali weitergegangen?

Nach dem Trainee-Programm habe ich den Standort gewechselt und bin nun bei Generali  in Hamburg. Dort bin ich in einem Großprojekt als Projektassistenz tätig, um mich im Bereich Projektmanagement weiter zu entwickeln.

 

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Über den Autor

Noemi Haderlein
Noemi Haderlein
Noemi Haderlein recherchiert, schreibt und korrigiert seit 2015 bei TRAINEE-GEFLÜSTER für Artikel zu Themen rund um Berufseinstieg und erster Job.

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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