Erfahrung als Finance & Accounting-Trainee: Marquard & Bahls

Erfahrung als Finance & Accounting-Trainee: Marquard & Bahls

Johanna Prante (27) hat nach ihrem Master of Arts in „Controlling & Finance“ an der Hochschule RheinMain – Wiesbaden Business School als Trainee bei dem Mineralölunternehmen Marquard & Bahls begonnen. Im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER gibt sie Tipps für einen erfolgreichen Bewerbungsprozess, spricht über den Ablauf des Trainee-Programms und gewährt Einblicke in ihren Arbeitsalltag.

Hallo Johanna, was für ein Trainee-Programm absolvierst Du bei der Marquard & Bahls AG?

Ich bin Trainee im Bereich Finance & Accounting im FUEL-Programm der Marquard & Bahls AG. FUEL bedeutet hierbei „My FUture in Energy & Logistics“.

Wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle bei Marquard & Bahls ab?

Nachdem ich durch die Suche im Internet auf die Trainee-Stelle bei Marquard & Bahls gestoßen bin, habe ich mich online auf der Webseite von Marquard & Bahls beworben.

Nach Durchsicht meiner Unterlagen wurde ich im ersten Schritt zum Videointerview mit der Referentin für Nachwuchskräfte eingeladen. Hierbei ging es zunächst darum, mich vorzustellen und dabei meinen Lebenslauf näher zu erläutern sowie meine Motivation für diese Stelle zu schildern.

Im zweiten Schritt wurde ich nach dem Interview zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch nach Hamburg eingeladen. Teilnehmer dieses Gespräches waren die Leiter der beiden Fachabteilungen und die Referentin für Nachwuchskräfte. Bei diesem Termin ging es im Schwerpunkt um meine Fachkenntnisse und die Vorstellungen beider Seiten bezogen auf das Trainee-Programm und meine beruflichen Zukunft ganz allgemein.

Der gesamte Bewerbungsprozess dauerte insgesamt ungefähr zwei Monate.

Welche Tipps kannst Du zukünftigen Bewerbern für die Trainee-Stelle geben?

Ich habe beide Gespräche wirklich als angenehm empfunden, weil ich mich authentisch gezeigt habe. Genau das ist es: Man sollte sich zeigen, mit dem was man kann und was man erreichen will, aber sich auf keinen Fall verstellen. Nur so können beide Seiten erkennen, ob es für alle Beteiligten passt. Weiterhin sollte man immer offen für Neues sein, da man im Rahmen des Trainee-Programms unterschiedliche Kulturen, Abteilungen und Geschäftsbereiche kennenlernt.

Wie ist der grobe Ablauf Deines Trainee-Programms bei Marquard & Bahls?

Das zweijährige Trainee-Programm ist in drei Module unterteilt. Zunächst habe ich das Kerngeschäft und dabei verschiedene Tochterunternehmen und Abteilungen kennengelernt. Derzeit durchlaufe ich die Stationen meiner Spezialisierung bevor es im Anschluss für bis zu sechs Monate zu einem Tochterunternehmen ins Ausland geht.

Welche Erfahrungen hast Du während Deines Auslandsaufenthalts sammeln können?

Da der Auslandsaufenthalt erst am Ende des Trainee-Programms geplant ist, kann ich dazu noch keine Erfahrungen berichten. Fest steht schon, dass ich ein halbes Jahr in Argentinien bei einem unserer Tochterunternehmen arbeiten werde. Dort werde ich die Finance- und Accountingabteilung im Tagesgeschäft und bei der Umsetzung von Projekten unterstützen.

Wie sind bei Marquard & Bahls Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Jeder Trainee bekommt zu Beginn des Programms einen Mentor an die Seite gestellt. Er soll dabei helfen, den Verlauf des Programms und der Stationen mitzugestalten. Dabei steht er für jegliche Fragen zur Verfügung. Auch der Zusammenhalt innerhalb der Trainee-Gruppe, sowohl aktueller als auch ehemaliger, ist sehr groß, sodass die Eingewöhnung hier leicht fällt. Des Weiteren pflegt die Referentin für Nachwuchskräfte einen engen Kontakt zu uns.

In Vorbereitung zu jedem Einsatz wird mit dem jeweiligen Vorgesetzten oder dem Betreuer ein Gespräch geführt, um Erwartungen und Ziele beider Seiten während der Einsatzzeit auszutauschen. Schließlich folgt am Ende des Einsatzes ein konstruktives Feedbackgespräch basierend auf einem Beurteilungsbogen, zu dem der Trainee auch eine Stellungnahme verfassen kann. Es erfolgt also ein regelmäßiger Austausch von Eindrücken, die dabei helfen, Entwicklungspotenziale aufzuzeigen.

Training-on-the-job“ versus „Training-off-the-job“ – Wie ist das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis?

Der Fokus des Trainee-Programms liegt ganz klar auf dem „Training-on-the-job“, denn in jeder Abteilung wird theoretisches und praktisches Wissen vermittelt. Durch den Wechsel zwischen den Abteilungen bekommt man viele Einblicke und ganz unterschiedliche Aufgaben gestellt. In der ersten Phase des Programmes sind diese vielleicht nicht direkt auf die gewählte Spezialisierung bezogen, helfen jedoch, das Energie- und Mineralölgeschäft kennenzulernen und zu verstehen.

Regelmäßig nehmen wir mit den anderen internationalen Trainees an den sogenannten „FUEL-TelCos“ teil, in denen wir uns austauschen, unterschiedliche Themen besprechen oder internationale Kollegen von ihrer Arbeit berichten. Dies nennen wir hier „Training-near-the-job“.

Beim „Training-off-the-job“ haben wir als internationale Trainee-Gruppe Workshops per Telefon- und Videokonferenz zum Thema Self-Awareness und Feedback. Vor unserem Auslandsaufenthalt treffen sich alle FUEL-Trainees eines Jahrgangs in Hamburg zu einem Development Center, in dem die Lerninhalte der virtuellen Workshops vertieft werden. Außerdem ist ein „Cultural Awareness“-Training Bestandteil dieser Woche. So ergibt sich ein Verhältnis von 70/20/10.

Was sind Deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Einen Arbeitsalltag kann ich noch gar nicht richtig beschreiben, denn ich war bisher in ganz unterschiedlichen Abteilungen – Tanklager, Endkundengeschäft, Finanzabteilung; da sind die Aufgaben nicht vergleichbar. Ich habe bisher sowohl Aufgaben im Tagesgeschäft übernommen als auch an Projekten mitgearbeitet.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst Du pro Woche?

Die Arbeitszeit liegt grundsätzlich bei 38,75 Stunden pro Woche. Sicherlich gibt es Zeiten, in denen auf Grund bestimmter Deadlines ein bisschen mehr zu tun ist. Aber eigentlich bleibt es im Großen und Ganzen bei den täglichen 7,75 Stunden pro Tag. Das Unternehmen bietet ebenfalls sogenannte „AZV-Tage“ (Arbeitszeitverkürzung) an. Das bedeutet, dass den Mitarbeitern pro Monat ein halber Arbeitstag als pauschaler Überstundenausgleich zusteht.

Wie empfindest Du die Arbeitsatmosphäre bei Marquard & Bahls?

Ich bewerte die Arbeitsatmosphäre bei Marquard & Bahls als durchweg positiv. In allen meinen bisherigen Stationen wurde ich offen empfangen und als vollwertiges Teammitglied behandelt. Somit war es sehr einfach, sich zu integrieren. Die Kollegen nehmen sich Zeit und Fragen zu stellen, ist ausdrücklich erwünscht. Das Trainee-Programm bietet die Möglichkeit, viele unterschiedliche Teilbereiche des Unternehmens kennenzulernen und sich ein großes Netzwerk zu schaffen. Es hilft auch dabei, die Arbeitsatmosphäre im gesamten Marquard & Bahls Unternehmen zu erleben.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms befristet?

Mein Arbeitsvertrag ist für die Dauer des Trainee-Programms auf zwei Jahre befristet. Jedoch sind in der Regel beide Seiten bemüht, vor Abschluss des Programms die Zukunft des Trainees im Unternehmen zu klären.

Was war (bisher) Dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung?

Mein persönliches Highlight der Trainee-Ausbildung bisher ist, dass ich viele unterschiedliche Einblicke in das Unternehmen erhalten habe, weil ich in verschiedenen Tochterunternehmen und Abteilung eingesetzt wurde. Dabei konnte ich viele verschiedene Aufgaben übernehmen, habe viele Kollegen kennengelernt und habe einen guten Eindruck vom Gesamtkonzern Marquard & Bahls bekommen.

Wie geht es für Dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm bei Marquard & Bahls weiter?

Bisher habe ich erst die Hälfte des Programmes durchlaufen und ich wurde auch noch nicht in allen Abteilungen meiner Spezialisierung eingesetzt. Deshalb kann ich zu meiner Zukunft derzeit noch keine Aussage treffen. Ehemalige Trainees wurden jedoch bisher in attraktive Positionen übernommen.

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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