Erfahrung als Trainee: BENTELER.

Von Bettina Wilde,

Ann-Katrin Haußmann (26) hat an der RWTH Aachen ihren Master in Wirtschaftsingenieurwesen, Fachrichtung Werkstoff- und Prozesstechnik, erfolgreich abgeschlossen und ist danach als Trainee bei BENTELER eingestiegen. Im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER gibt sie Tipps fürs Auswahlverfahren, spricht über den Ablauf des Programms sowie ihren Auslandsaufenthalt und verrät, welche Benefits BENTELER für die Mitarbeiter bereithält.

Hallo Ann-Katrin, was für ein Trainee-Programm absolvierst du bei BENTELER?

Ich absolviere das Technische Trainee-Programm der BENTELER Steel/Tube GmbH. Der Schwerpunkt meines Trainee-Programms liegt im Bereich Entwicklung.

Wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle bei BENTELER ab?

Auf der Messe „Women & Work“ in Bonn bin ich auf BENTELER aufmerksam geworden. Dort hatte ich ein sehr interessantes Gespräch mit dem Koordinator des technischen Trainee-Programms. Das freundliche Gespräch auf der Messe, der Aufbau des Programms und die spannende Thematik haben mich motiviert, mich schriftlich auf die Stelle als Technischer Trainee in der Entwicklung zu bewerben. Bereits wenige Tage später habe ich telefonisch eine Einladung zum ersten persönlichen Interview bekommen, welches bereits eine Woche nach dem Gespräch auf der Messe stattgefunden hat. Bei dem Interview war nun auch ein Verantwortlicher aus der Fachabteilung anwesend. Meine Nervosität wurde mir durch den herzlichen Empfang meiner zwei Gesprächspartner und die angenehme Gesprächsatmosphäre direkt zu Beginn genommen. Es wurden Fragen zu meinem Studium, meinen Erfahrungen während meiner Praktika und meinen Auslandsaufenthalten gestellt. Auch meine Person und Fragen zu meinem Verhalten in bestimmten Situationen wurden thematisiert. Zudem wurde der geplante Ablauf des Programms vorgestellt und nach meinen Vorstellungen gefragt.

Nach dem Gespräch habe ich recht zeitnah eine positive Rückmeldung und die Einladung zu einem zweiten Interview bekommen. Der zweite Termin bestand aus einem Vortrag über ein Fachthema, welchen ich vor Führungskräften aus der Entwicklung halten durfte, und einem weiteren Interview mit zwei Gesprächspartnern. Hier wurde noch einmal gezielt auf meine Persönlichkeit eingegangen. Auch bei dem zweiten Gespräch war die Atmosphäre sehr angenehm.

Der gesamte Bewerbungsprozess hat, von dem Versenden der Bewerbungsunterlagen bis zur Zusage, gut einen Monat gedauert. Dies habe ich als sehr positiv wahrgenommen, da ich immer sehr zeitnah eine Rückmeldung zum aktuellen Stand des Verfahrens bekommen habe.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess noch vor sich haben?

Als Bewerber hat man gute Chancen, wenn man Begeisterung für die ausgeschriebene Stelle und den jeweiligen Fachbereich mitbringt und dies den Gesprächspartnern auch zeigt. Zudem ist es gut, während des Interviews authentisch zu sein und seine Persönlichkeit anhand von Beispielen näherzubringen.

Wie ist der grobe Ablauf deines Trainee-Programms bei BENTELER?

Das Technische Trainee-Programm geht über eine Dauer von 18 Monaten. Ziel ist es, in diesem Zeitraum alle für den Fachbereich relevanten Schnittstellenbereiche und Produktionsprozesse kennenzulernen. Der Ablaufplan ist jeweils individuell auf den Trainee zugeschnitten und wird vor Beginn des Programms in Abstimmung mit dem Trainee aufgestellt.

Neben der Produktion sind für mich das Qualitätswesen und die Entwicklung wichtige Traineestationen, welche mich optimal auf meine spätere Zielposition vorbereiten. Bisher habe ich in der Vorentwicklung, dem Stahlwerk und einem der Schweißrohrwerke gearbeitet. Mit meiner aktuellen Station in den USA wird ebenfalls ein Auslandsaufenthalt in das Programm integriert. Mein Ablaufplan sieht vor, dass ich jeweils drei Monate an einem Standort und in einer Abteilung arbeite. Bisher fand ich diesen Zeitraum sehr passend, da man in drei Monaten einen guten Einblick in den jeweiligen Standort bekommt und die Möglichkeit hat, verschiedene, spannende Projekte zu unterstützen. Sollte der Wunsch bestehen, den Ablaufplan anzupassen, um beispielsweise einen Einblick in bisher nicht eingeplante Fachbereiche zu erlangen, so ist dies in Absprache mit dem Betreuer auch während des Trainee-Programms noch möglich.

Welche Erfahrungen hast du während deines Auslandsaufenthaltes sammeln können?

Ich verbringe meinen Auslandsaufenthalt derzeit im neuesten Werk von BENTELER Steel/Tube in Shreveport (Louisiana, USA). Hier unterstütze ich das Qualitätswesen im „Quality Lab“, dem Labor. Zu meinen Aufgaben gehört es unter anderem, die Anbindung des Labors an eine Datenbank voranzutreiben. Neben dem Werk von BENTELER Steel/Tube in den USA hätte ich zudem die Möglichkeit gehabt, meine Auslandsstation in einem der vielen Werke von BENTELER Automotive zu verbringen, welche weltweit vertreten sind. Jedoch war der Anreiz, das neuste Rohrwerk von BENTELER Steel/Tube in den USA kennenzulernen, für mich so hoch, dass ich mich für dieses Werk entschieden habe.

Ich bin sehr zufrieden mit dieser Entscheidung, da der Aufenthalt hier vor Ort – mit der Arbeit im Labor und der Nähe zum Warmrohrwerk – mein bisheriges Trainee-Programm perfekt um neue Erfahrungen ergänzt. Der Aufenthalt in Shreveport trägt dazu bei, mein Netzwerk innerhalb von BENTELER Steel/Tube auf einer internationalen Ebene auszuweiten. Zudem ist es sehr interessant, das amerikanische Berufsleben und die Arbeitsweise kennenzulernen. An den Wochenenden habe ich zudem die Möglichkeit, mit Praktikanten und Kollegen die Umgebung von Shreveport zu erkunden und die amerikanische Kultur besser kennenzulernen.

Wie sind bei BENTELER Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt

Während des gesamten Zeitraums des Programms gibt es einen Betreuer aus dem Fachbereich und einen Ansprechpartner aus der Personalabteilung, welcher alle organisatorischen Fragen rund um das Programm, Schulungen, Feedbackgespräche und beispielsweise die Organisation des Auslandsaufenthalts beantwortet. Beide stehen dem Trainee jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Zudem werde ich während jeder Station von einem direkten Ansprechpartner aus der aktuellen Fachabteilung unterstützt. Jeweils am Ende einer Station ist ein Feedback-Gespräch mit den zuständigen Betreuern eingeplant. Hier werden Erfahrungen auf beiden Seiten ausgetauscht.

„Training-off-the-Job“ vs. „Training-on-the-Job“ – Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Bei BENTELER wird der Fokus auf „Training-on-the-Job“ gelegt. Während einer Station betreut man auch als Trainee eigene Projekte, für welche man selbständig verantwortlich ist. Die Theorie als Grundlage, beispielweise zum Thema Projektmanagement, wird in separaten Schulungen im firmeneigenen Aus- und Weiterbildungszentrum gelehrt und kann am nächsten Tag in der Praxis sofort angewendet werden. Als Trainee hat man die Möglichkeit, an vielen verschiedenen, meist sehr interessanten und praxisnahen Schulungen teilzunehmen. Zudem sind die Kollegen sehr hilfsbereit und freuen sich, einen mit vielen Informationen, Erläuterungen und Rundgängen zu unterstützen. In meiner Station im Stahlwerk beispielsweise haben sich die Kollegen sehr viel Zeit genommen, um mir den Prozess der Stahlherstellung in Rundgängen durch das Werk näherzubringen. Besonders die Zeit in den Reparaturschichten wurde genutzt, um einzelne Aggregate genauer unter die Lupe zu nehmen.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Meine Aufgaben waren bisher von Station zu Station unterschiedlich und auch während einer Station sehr abwechslungsreich. In meiner letzten Station habe ich das Qualitätswesen und die Produktion im Schweißrohrwerk in Bottrop unterstützt und bin hierbei unter anderem für die Datenverarbeitung von Produktionsanlagen zuständig gewesen, was für mich eine sehr spannende Aufgabe war. In meiner vorherigen Station, dem Stahlwerk, habe ich bereits begonnen, mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, und konnte mein dort erlangtes Wissen in der darauffolgenden und auch in meiner aktuellen Station anwenden und ausweiten.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst du pro Woche?

Vertraglich festgelegt ist eine wöchentliche Arbeitszeit von 38 Stunden. Der Urlaub, welcher sich auf 30 Tage pro Jahr beläuft, kann in Absprache mit dem Fachbereich weitgehend flexibel genommen werden.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei BENTELER?

Die Arbeitsatmosphäre bei BENTELER empfinde ich als sehr angenehm und positiv. Meine Kollegen sind sehr nett, unterstützen mich in der Einarbeitung und beantworten gerne meine Fragen. Bei allen bisher durchlaufenen Stationen war ich sehr zufrieden mit dem kollegialen Umgang und der freundlichen Aufnahme in den jeweiligen Abteilungen. In meiner letzten Station in Bottrop habe ich wöchentlich zusammen mit meinen Kollegen einen von BENTELER geförderten Sportkurs besucht.

Die anderen Trainees habe ich direkt zu Beginn meines Programms bei einem gemeinsamen Besuch im Kletterwald kennengelernt. Seitdem fanden verschiedene Treffen sowie ein gemeinsamer Traineeabend statt, welcher von unseren Betreuern organisiert wurde. Auch privat treffen wir uns oft nach der Arbeit oder am Wochenende zu gemeinsamen Aktivitäten. Der Kontakt wird zudem durch gemeinsame Seminare und die Teilnahme an einem bundesweiten Planspiel gefördert. In Teams von jeweils vier Trainees wurden hierbei im Zeitraum von einem halben Jahr tiefe Einblicke in die Funktionsweise eines Unternehmens gewonnen.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt bei BENTELER?

Alle Trainees erhalten von BENTELER ein einheitliches Gehalt, welches Weihnachts- und Urlaubsgeld bereits umfasst. Für mich attraktiv sind zudem die Vergünstigungen für sportliche Aktivitäten, wie die Teilnahme an Volksläufen oder die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio.

Was war (bisher) dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung?

Mein bisher persönliches Highlight war meine dreimonatige Station im Stahlwerk. Hierbei sind besonders die vielen Rundgänge und Erklärungen der Kollegen im Werk hervorzuheben. Es ist unglaublich beeindruckend zu sehen, welche enormen Kräfte bewegt und Temperaturen dort erreicht werden. Besonders die Möglichkeit, den Abstich des heißen, flüssigen Stahls hautnah mitzuerleben, war unvergesslich.

Wie geht es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm bei BENTELER weiter?

Im Anschluss an mein Trainee-Programm werde ich bei BENTELER Steel/Tube in einem meiner Qualifikation entsprechenden Aufgabengebiet eingesetzt und gemäß meiner Neigungen und Fähigkeiten weiterentwickelt.


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