Generation Y: Das wollen junge Absolventen wirklich

Generation Y: Das wollen junge Absolventen wirklich

Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler gehören zu den begehrtesten Absolventen auf dem Bewerbermarkt. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die Generation Y ist flexibel, will attraktive Arbeitsaufgaben und sieht den entscheidenden Jobfaktor nicht mehr im Gehalt.

Geld ist wichtig, aber nicht alles

Der schnöde Mammon zieht nicht mehr. Diese Annahme über Bewerber aus der Generation Y bestätigt das Forschungsinstitut trendence in seinem „Graduate Barometer 2013“. Über 37.000 Absolventen hatten sich an der Studie beteiligt. Demnach rangiert für Wirtschaftswissenschaftler ein hohes Einstiegsgehalt nur auf Platz 15 von 20 bei den Entscheidungskriterien für die Arbeitgeberwahl. Bei den Ingenieuren belegt es Rang 16.

Einig sind sich beide Gruppen auch bei den Top 3-Faktoren der Jobwahl: 97% aller Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler setzen „Attraktive Arbeitsaufgaben“ auf Platz eins ihrer Entscheidungsliste, auf Platz zwei und drei folgen mit ähnlich hohen Werten die persönliche Entwicklung sowie die Wertschätzung der Mitarbeiter durch das Unternehmen.

Dazu passen auch die Antworten auf die Frage „Mir ist es wichtiger, mich selbst zu verwirklichen, als viel Geld zu verdienen.“ 43% der Wirtschafts-Absolventen stimmen dem zu, nur 23 % negieren die Aussage. Bei den Technikern zeigen sich gleiche Zustimmungswerte und gerade mal knapp 18% stehen der Aussage ablehnend gegenüber.


Gutes Gefühl statt gutes Geld

Für knapp die Hälfte der teilnehmenden Wirtschaftswissenschaftler spielen zudem ethisch-moralische Gründe bei der Arbeitgeberwahl eine Rolle, während sie für nur 21% unwichtig sind. Ähnliche Ergebnisse liefert die Umfrage für die Ingenieurs-Absolventen. 39% der Wirtschaftswissenschaftler (Ingenieure: 36%) lehnen es zudem ab, selbst bei einem passenden Gehaltsangebot für ein Unternehmen mit schlechtem Image zu arbeiten. Gleichwohl können sich 34% der Befragten Business-Absolventen (Ingenieure: 32%) dies durchaus vorstellen.


Flexibilität und Freiheit  

Doch die „WiWis“ und Technik-Absolventen der Generation Y fordern nicht nur. Ihnen ist bewusst, dass sie in Zukunft hinsichtlich ihrer Arbeitsverhältnisse flexibel sein müssen. 58% der Ingenieure stellen sich auf befristete Anstellung und Projektarbeit ein, bei den Wirtschaftswissenschaftlern rechnen gar 65% damit. Und knapp drei Viertel der „WiWis“ erwarten, sich während ihres Berufslebens mehrmals komplett neu orientieren zu müssen (Ingenieure: 69%).

Dafür verlangen beide Gruppen bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeit so viel Freiheit wie möglich. Bei der Arbeitgeberwahl achten 44% der Ingenieure (Wirtschaftswissenschaftler: 42%) auf dahingehende Möglichkeit, nur 20% der befragten Ingenieure respektive 23% der Wirtschaftswissenschaftler sind diese egal.


Weniger Protzerei in der Generation Y

Aus insgesamt 20 Faktoren der Arbeitgeberwahl konnten die Befragten in der trendence-Umfrage ihre Präferenzen wählen. Wie oben angeführt, landete das Gehalt dabei weit abgeschlagen durchschnittlich auf Platz 15 respektive 16. Unternehmen sollten daraus jedoch nicht schließen, man könne diese Absolventen zu Dumping-Löhnen einstellen. Schließlich zeigen andere Studien auch, dass die Generation Y durchaus auch Wert auf ein gutes Einkommen legt.

Die trendence-Umfrage verdeutlicht indes, dass Geld kein Allheilmittel für hohe Arbeitsbelastung und lästige Aufgaben im Job ist. Vielmehr kommt es auf den richtigen Mix aus Flexibilität, Einkommen und Perspektiven an, aufgrund dessen sich junge Bewerber für ein Unternehmen entscheiden.

Und womit kann man Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure der Generation Y laut der trendence-Studie am schlechtesten Ködern? Anscheinend werden die jungen Arbeitnehmer nicht nur in finanzieller Hinsicht bescheidener: bei beiden Gruppen landete der Punkt „Status und Prestige“ ganz unten auf der Liste. Eine Erkenntnis, die gerade bekannte Marken aufhorchen lassen sollte. 

Quelle: trendence Institut
Alle Zahlen gerundet; an hundert fehlende: keine Meinung.

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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