IT Trainee-Programm bei der Allianz: Einblicke vom Arbeitgeber

IT Trainee-Programm bei der Allianz: Einblicke vom Arbeitgeber

Ralf Hilscher leitet den Bereich Personalmarketing & Programme bei der Allianz. Im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER stellt er das IT-Trainee-Programm für zukünftige Fach- und Führungskräfte vor und spricht über die Anforderungen an Bewerber, den Ablauf des Programms sowie die Karriereperspektiven, die sich den Allianz IT-Trainees bieten.

An wen richtet sich das IT-Trainee-Programm der Allianz?

Unser Trainee-Programm richtet sich an alle mit einem ausgeprägten Interesse an IT-Themen. Geeignet ist es für Wirtschaftswissenschaftler, Informatiker, Mathematiker oder Absolventen mit einer entsprechenden Fächerkombination. Besonders aber suchen wir nach Bewerbern, die motiviert sind, in die Welt der Allianz IT einzutauchen, diese mitzugestalten und weiterzuentwickeln. Für Softwareentwickler oder Programmierer bieten wir den Direkteinstieg an. Wer sich dagegen vorstellen kann, später eine Führungsaufgabe zu übernehmen, dem bietet das IT-Trainee-Programm beste Voraussetzungen.

Was erhofft sich die Allianz speziell von diesem Trainee-Programm?

Wir möchten talentierte Nachwuchskräfte fördern und sie für eine Karriere als IT-Fachexperte oder zukünftige Führungskraft begeistern. Dafür bereiten wir sie sowohl fachlich als auch persönlich vor. Unser Ziel ist es, den Führungskräftenachwuchs in der IT zu sichern. Das zweite Stichwort lautet Wissensmanagement. Rund 1.300 Mitarbeiter arbeiten an einem enormen Themenspektrum, das von komplexen Datenbankprozessen über neue Anwendungen für den Vertrieb bis zu Social Media reicht. Das Wissen unserer erfahrenen Mitarbeiter ist essentiell und wir sorgen dafür, es rechtzeitig an Nachwuchskräfte weiterzugeben. Gleichzeitig freuen wir uns über neue Ideen und Blickwinkel, um immer am Puls der Zeit zu bleiben.

Seit wann bilden Sie Nachwuchskräfte über das IT-Trainee-Programm aus?

Unsere ersten Trainees starteten im Frühjahr 2010. Inzwischen haben die ersten Jahrgänge ihr Trainee-Programm schon erfolgreich beendet. Aktuell durchlaufen sieben Trainees das Programm.

Wie gestaltet sich der Ablauf des Trainee-Programms in der Allianz IT?

Vorgesehen sind vier Stationen, die zwischen drei und sechs Monaten dauern. Genügend Zeit also, um einen Überblick über unsere IT-Strukturen zu gewinnen und die Trainees Schritt für Schritt an das Projektmanagement heranzuführen. Die erste Station ist daher eine Orientierungsphase, in der die Trainees einen erfahrenen Projektleiter unterstützen. In der zweiten Phase steht dann das Vertiefen und Anwenden der eigenen Projektmanagement-Skills auf dem Programm. Konkret bedeutet das, ein kleines Projekt oder Teilprojekt zu leiten. Die Trainees übernehmen von Anfang an Verantwortung – zum Beispiel für die Einführung einer neuen Vertriebsanwendung mit HTML5 oder für die Einführung neuer Dienste der IT-Infrastruktur.

Darauf folgt eine Station als Assistent einer Führungskraft. Hier kann man nicht nur einem Top Manager über die Schulter schauen, sondern ist auch ganz nah an heiß diskutierten Management-Themen dran: Eine typische Aufgabe ist es, für Leitungsausschüsse wichtige Entscheidungsvorlagen vorzubereiten. Außerdem besteht die Möglichkeit, eine Station im Ausland zu verbringen. In der letzten Phase, der Wahlstation, bereiten die Trainees ihren Übergang in die Anschlussfunktion vor.

Wie fördert die Allianz die fachliche und persönliche Entwicklung der Trainees?

Jedem unserer IT-Trainees steht ein persönlicher Mentor zur Seite. Diese Rolle übernimmt eine Führungskraft aus dem mittleren oder Senior Management innerhalb der IT. Regelmäßige Entwicklungsgespräche sind Teil des Mentorings. Dabei überlegen Mentor und Trainee gemeinsam, welche fachlichen Stationen sinnvoll sind und in welchem Bereich persönlicher Entwicklungsbedarf besteht. Das kann je nach Studienhintergrund und Vorkenntnissen ganz unterschiedlich aussehen. Die Trainees können fachliche Fortbildungen besuchen und zum Beispiel eine Ausbildung zum Scrum Master abschließen. Im Weiterbildungsangebot gibt es aber auch verschiedene Softskill-Seminare. Präsentationstechniken, Konfliktmanagement oder auch das „Versicherungsplanspiel“ sind beliebte Beispiele.

Dass die Mentoren auch beim Netzwerken unterstützen, wird sehr geschätzt. Zu wissen, wer der richtige Ansprechpartner für welches Thema ist, erleichtert nicht nur die Arbeit im Großkonzern, sondern macht sie auch umso spannender.

Im letzten Abschnitt des Trainee-Programms können die IT-Trainees an einem Großprojekt mitarbeiten oder eine IT-Station im Ausland absolvieren. Wie entscheidet sich, wo und wie die Trainees die letzten drei Monate des Programms verbringen?

Die Abfolge der Stationen ist sehr flexibel. Dadurch können wir das Trainee-Programm individuell auf unsere Kandidaten zuschneiden. Auch der Auslandsaufenthalt muss nicht zwingend am Schluss stattfinden. Meistens ergibt sich diese Gelegenheit in Verbindung mit einem Projekt, an dem die Trainees schon in Deutschland arbeiten. Unsere Mitarbeiterin Franziska Gerschler beispielsweise hat am Trainee-Programm teilgenommen und währenddessen die Einführung neuer Softwaretools betreut. Da die Allianz Kollegen in England bereits Erfahrungen mit diesen Tools gesammelt hatten, absolvierte sie dort ihre Auslandsstation in UK. Dort konnte sie Eindrücke aus erster Hand gewinnen.

In der letzten Station geht es ganz gezielt darum, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Wie das genau aussieht, beratschlagen unsere Trainees gemeinsam mit ihrem Mentor. Oft ergeben sich schon während der ersten Stationen Kontakte oder Präferenzen für bestimmte Themen, aus denen sich interessante Perspektiven für die Zukunft entwickeln.

Wie geht es nach dem Programm für die IT-Trainees weiter?

Nach dem IT-Trainee-Programm stehen unseren Einsteigern grundsätzlich zwei Wege offen: Die Fach- oder die Führungslaufbahn. Fachexperten können sich über mehrere Stufen bis hin zum Senior Managing IT Professional entwickeln. Zu deren Aufgabe gehören die Leitung anspruchsvoller Projekte und die Beratung des Top Managements in Fachfragen.

Kennzeichen der Führungslaufbahn ist es, Personalverantwortung zu tragen. Eine Führungsfunktion im mittleren Management, also die Leitung eines Referats oder einer größeren Abteilung, ist nach dem Trainee-Programm eine spannende Perspektive.

Was sollten Bewerber für das Trainee-Programm mitbringen?

Neben einer großen Affinität zu IT-Themen und dem passenden Studienhintergrund legen wir Wert auf ein sehr gutes Notenbild. Außerdem setzen wir Kenntnisse in mindestens einer Programmiersprache und Datenbanktechnologie voraus. Dieses Basiswissen ist nicht notwendig, um zu programmieren. Es hilft aber, unsere Problemstellungen und IT-spezifischen Themen zu verstehen. Wer dazu kommunikativ ist, gerne im Team arbeitet und die nötigen Skills für eine spätere Führungsaufgabe mitbringt, hat gute Chancen im Bewerbungsprozess.

Wie läuft der Auswahlprozess für die Besetzung einer Trainee-Stelle ab?

Wir möchten potenzielle IT-Trainees möglichst intensiv kennenlernen, daher gehen unsere Bewerber durch einen vierstufigen Prozess. Nachdem wir alle Bewerbungen gesichtet haben, führen wir mit interessanten Kandidaten ein kurzes Telefoninterview. Die besten Bewerber laden wir dann zu einem persönlichen Gespräch ein. Alle, die diese Schritte erfolgreich meistern, können in der nächsten Auswahlrunde ihre Fähigkeiten in einem eintägigen Assessment Center unter Beweis stellen.

Gibt es Bewerbungsfristen und feste Start-Termine?

Unsere Trainee-Stellen besetzen wir regelmäßig zum ersten April. Aufgrund eines erhöhten Bedarfs haben wir auch schon zusätzlich weitere Trainees zum ersten Oktober eingestellt. Die Ausschreibungsphase beginnt ein halbes Jahr vorher, ab dann haben Bewerber rund drei Monate Zeit, uns ihre Unterlagen über unser Online-Bewerbungssystem zukommen zu lassen. Die genauen Bewerbungsfristen schreiben wir rechtzeitig auf unserer Karrierewebseite aus.

Was sind die Rahmenbedingungen für das IT-Trainee-Programm der Allianz?

Wir bieten unseren Trainees ein attraktives Angebot und eine faire Bezahlung. Das Pogramm dauert 18 Monate. Wer im Assessment Center überzeugt, erhält von Beginn an ein unbefristetes Vertragsangebot der Allianz Deutschland AG. Die Bedingungen können sich sehen lassen: Unsere Mitarbeiter arbeiten 38 Stunden pro Woche bei 30 Urlaubstagen im Jahr. Wenn es aufgrund von Projektabschlüssen einmal länger werden sollte, sorgen Überstundenausgleich und flexible Arbeitszeiten für eine gute Work-Life-Balance. Auspowern kann man sich nach einem anstrengenden Arbeitstag im eigenen Sportverein der Allianz. Obendrauf profitieren auch IT-Trainees von den umfassenden Sozialleistungen der Allianz.

Wie viele Trainees werden in der Allianz IT pro Jahr eingestellt?

Aktuell stellen wir bis zu vier Trainees pro Jahr in unseren Zentralen in München beziehungsweise Stuttgart ein.

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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