Passende Mitarbeiter via Online Monitoring finden

Die passenden Bewerber zu finden ist in Zeiten des Fachkräftemangels eine Herausforderung. Oft investieren Personalabteilungen viel Zeit und Geld, bevor sie die richtigen Mitarbeiter einstellen können. Webbeobachtung bietet Personalern eine kostengünstige und effiziente Alternative zu gängigen Recruiting-Maßnahmen und kann sogar den Headhunter ersetzen.

Wissensplattformen als Treffpunkt für High Potentials

Je nach Branche gibt es gerade in Social Media zahlreiche Plattformen, auf denen sich Absolventen und Professionals tummeln, um Wissen über ihr Studien- oder Berufsprofil auszutauschen. Hier können Personaler gezielt die Nutzer identifizieren, die für ihr Unternehmen als Mitarbeiter interessant sein könnten. Ein weiterer Vorteil: Personen, die regelmäßig Wissensplattformen besuchen oder diese sogar betreiben, weisen in der Regel ein hohes Engagement und Leidenschaft für ihr Themengebiet auf – für viele Unternehmen ist das eine Schlüsselqualifikation. Um potenzielle zukünftige Mitarbeiter kennenzulernen, sind via Webmonitoring lediglich drei Schritte erforderlich.

Schritt 1: Das Jobprofil in Suchmuster umwandeln

Im ersten Schritt werden die Themen des Jobprofils in das Suchmuster des Webmonitoring-Tools übertragen. Wird beispielsweise in einer Ausschreibung ein „Marketing Manager“ gesucht, der die Themengebiete Online Marketing, Social Media Marketing, SEO und SEM betreut, kann entsprechend nach diesen Begriffen gesucht werden. Anhand der Suchergebnisse können Personaler nun ein Set aller relevanten Seiten und Twitter-Accounts erstellen, auf denen sich potentielle Mitarbeiter über diese Themen austauschen. Die Monitoring-Ergebnisse führen beispielsweise zu Wissensplattformen wie seo-marketing-blog.de, at-web.de/blog oder zu cloud-computing-report.de sowie zu Twitter-Listen mit relevanten Content-Multiplikatoren wie @webseoanalytics, @webnextstep und @4OnlineBusiness.

Schritt 2: Kandidaten scannen und Relevanz filtern

Im zweiten Schritt wird dieses Set der relevanten Wissensseiten und - Multiplikatoren dann nach Personen gefiltert, die tatsächlich als potenzielle Mitarbeiter in Frage kommen. Das können zum einen die Blogger, Twitterer oder Forumsowner selbst sein, die die jeweiligen Portale betreiben. Zum anderen können auch die Nutzer der Portale identifiziert werden, die sich mit dem Thema beschäftigen, also beispielsweise Kommentare posten oder Follower der einschlägigen Twitter-Accounts sind.

Die Indikatoren für Relevanz sind von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Immer beachtet werden sollte jedoch die Qualität der Beiträge. Dabei hilft es, wenn sich Personaler die folgenden Fragen beantworten:

■ Welche Neuigkeiten stehen in einer Nachricht?

■ Wie aktuell ist das weitergegebene Wissen?

■ Welche Quellen werden verlinkt?

■ Passen die Themen zum Jobprofil?

■ Ist der Nutzer selbst wirklich aktiv, oder besteht seine Tätigkeit hauptsächlich im Retweeten oder Weiterleiten von Beiträgen anderer?

Für mehr Informationen über die jeweilige Person hilft oft schon eine einfache Recherche via Google oder die Suche über XING oder LinkedIn.

Schritt 3: Kontakt aufnehmen und rekrutieren

Im dritten Schritt erfolgt die Kontaktaufnahme. Meist finden sich in den jeweiligen Profilen verlinkte E-Mail-Adressen, oder es lässt sich über die Twitter-Direktnachrichten, via XING oder auch LinkedIn Kontakt herstellen. In jedem Fall sollten sich Personaler auf die vorherige Beobachtung der Online-Aktivität beziehen. Gerade aus datenschutzrechtlicher Sicht ist es wichtig, transparent zu erklären, wie und wo man im Netz auf die jeweilige Person aufmerksam geworden ist.

Wenn nicht einzelne Personen, sondern mehrere infrage kommende Nutzer angesprochen werden sollen, kann es auch sinnvoll sein, über den Betreiber der jeweiligen Wissensplattform direkt Stellenangebote oder auch redaktionelle Gastbeiträge zu posten.

Die Aktivität in Social Media zahlt sich damit nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Jobsuchende aus. Das Einbringen in Fach-Portalen, Blogs und Foren erhöht die Chancen, ein Jobangebot zu erhalten, und gibt Personalern die Möglichkeit, Talente auf Augenhöhe kennenzulernen.  

Zum Autor

Cornelia Horst ist Social Media Analyst bei net-clipping.de und betreut Kunden unter anderem bei der Personal-Rekrutierung mit Hilfe von Web-Monitoring. Dafür stellt net-clipping ein leicht bedienbares Tool für die Bewerbersuche mit Hilfte von Social Media Beobachtung zur Verfügung.

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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