Erfahrung als Trainee: REWE Group

Erfahrung als Trainee: REWE Group

Pauline Malguth (29) ist nach ihrem Studium in BWL, Marketing- und Medienmanagement an der Hochschule Heilbronn und in Design Thinking am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam als Trainee bei der REWE Group eingestiegen. Im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER spricht sie über ihre große Begeisterung dafür, ein Handelsunternehmen und seine Marken aktiv mitzugestalten, verrät, was im Bewerbungsprozess auf angehende Trainees zukommt und gibt Einblicke in ihre Aufgaben und den Arbeitsalltag bei der REWE Group.

Hallo Pauline, wie bist du zum Trainee-Programm bei der REWE Group gekommen?

Verschiedene Faktoren haben eine Rolle gespielt: meine Begeisterung für Supermärkte, Lebensmittel und neue Produkte, die Entwicklung der Eigenmarken und die Möglichkeit, einen Konzern inklusive Vollsortimenter und Discounter mit all seinen Schnittstellen kennenzulernen. Dazu kam das Gefühl, bei der REWE Group mitzugestalten, meinen Fingerabdruck hinterlassen zu können – und somit Teil des Handels im Wandel zu sein. Ich finde es sehr spannend, die dynamische Entwicklung eines Handelsunternehmens hin zum Markenhersteller mitzuerleben.

Für den Berufseinstieg durch ein Trainee-Programm habe ich mich entschieden, weil ich es persönlich als essentiell ansehe, erst einmal das große Ganze zu verstehen, um später in einer Führungsposition wirklich allumfassend entscheiden zu können. Durch den besonderen Aufbau des Programms ist das gewährleistet.

Wie lief das Auswahlverfahren für deine Stelle bei der REWE Group ab?

Nachdem meine Bewerbungsunterlagen online eingegangen waren, wurde ich relativ schnell per Telefon kontaktiert, um einen Termin für das Telefoninterview zu vereinbaren. Mein erster Eindruck: sehr sympathisch.

Zuerst hatte ich ein circa einstündiges Telefoninterview mit einer Recruiterin und der Referentin der Geschäftsleitung als Fachexpertin der Abteilung. Das Gespräch verlief sehr angenehm und persönlich und diente dem Kennenlernen beider Parteien. Wir sprachen über meinen Lebenslauf, meine Kompetenzen und meine Beweggründe für einen Einstieg bei der REWE Group sowie darüber, welche Angebote mir der Arbeitgeber bietet. Anschließend hätte eigentlich ein persönliches Gespräch vor Ort in Köln stattgefunden. Da ich aber mitten in den Abschlussprüfungen steckte, wurde ich direkt zum Assessment Center eingeladen. Dieses Entgegenkommen zeigte mir, dass ich nicht nur allein Bittsteller war, sondern dass so eine Bewerbung auf gegenseitigem Interesse beruht. 

Das Assessment Center war für einen ganzen Tag angesetzt. Wir waren insgesamt eine kleine Runde, bestehend aus vier Teilnehmern. Die Aufgaben waren typisch für Bewerbertage, die ich bereits absolviert hatte. Unter anderem führten wir eine Selbstpräsentation, eine fachspezifische Fallstudie, eine Gruppendiskussion und ein Konfliktgespräch durch.

Von der Bewerbung bis zur finalen Zusage sind knapp zwei Monate vergangen.

Welche Tipps kannst du anderen Bewerbern für den Auswahlprozess geben?

Ganz einfach: authentisch und begeistert sein für das, was man macht oder machen will. Außerdem sind Überzeugungskraft, Neugierde, Veränderungsbereitschaft und Querdenken zwischen den verschiedenen Fachbereichen der REWE Group wichtige Eigenschaften, die den Bewerber im Assessment Center weiterbringen. Der Lebenslauf sollte auch zeigen, dass man nach links und rechts schaut – der viel zitierte Blick über den Tellerrand ist wichtig, der sich zum Beispiel durch Praktika, Werkstudententätigkeiten, Auslandserfahrungen oder ehrenamtliche Tätigkeiten widerspiegelt.

Deine ersten Tage bei der REWE Group: kaltes Wasser oder warmer Empfang?

Definitiv ein warmer Empfang! Die ersten Tage waren sehr gut organisiert. Ich hatte sogar das Glück, gleich bei einer Mitarbeiterveranstaltung dabei zu sein, bei der ich auch direkt den Vorstand kennenlernte. In den nächsten Tagen wurde ich meinem Patenbereich und meinen Ansprechpartnern wie meinem Mentor, Paten und weiteren Kollegen vorgestellt, um schon mal zu Beginn einen ersten Überblick zu erhalten. Die Arbeitsatmosphäre bei der REWE Group generell ist sehr freundlich und auch familiär.

Wie ging es dann weiter?

Danach ging es erst einmal für fast zwei Monate raus in die Märkte – zu PENNY und REWE. Meiner Meinung nach der richtige Ansatz, um zu verstehen, wo und wie wirklich „an der Basis“ das Geld verdient wird, welche Kunden bei uns einkaufen, welche alltäglichen Probleme die Marktmitarbeiter zu meistern haben, wie man ihnen die Arbeit erleichtern könnte und welche Auswirkungen Entscheidungen aus der Zentrale haben können. Zum Abschluss war ich ebenfalls mit Bezirksleitern und -managern sowie Verkaufsleitern unterwegs, die das Sprachrohr zwischen Vertrieb und Zentrale bilden. Anschließend ging es unter anderem in verschiedene Regionszentralen in Deutschland und schließlich in die Schnittstellenabteilungen in der Zentrale in Köln. Die Anfangszeit habe ich als sehr spannend und abwechslungsreich in guter Erinnerung.

Vor allem als Berufseinsteiger gibt es noch viel zu lernen. Wie sind bei der REWE Group die Betreuung und das Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Als Trainee bin ich sehr gut umsorgt, und zwar von allen Seiten: Neben Ansprechpartnern im Personalbereich für Fragen rund um Einarbeitung, Seminare und so weiter habe ich einen Mentor, einen Paten als Bereichsleiter und einen Paten-Einkäufer für die fachlichen Fragen. Mit ihnen tausche ich mich aus, welche Tätigkeitsbereiche oder Aufgaben ich noch kennenlernen muss, um später meine Zielposition auch gut ausfüllen zu können. Durch das Begleiten meines Paten erhalte ich ebenfalls sehr gute Einblicke in seinen Tätigkeitsbereich.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Berufsalltag?

Als Trainee habe ich momentan noch keinen richtigen Berufsalltag, da ich mich noch mitten in der Einarbeitungsphase befinde. Erst gegen Ende des Programms zur Einarbeitung in meinem Zielbereich wird es dann „alltäglicher“. Allerdings arbeite ich parallel zur Einarbeitung an zwei Projekten, für die ich mit den verschiedensten Bereichen in Kontakt stehe. Je nachdem, in welcher Abteilung ich gerade bin, erhalte ich erst einmal Einblicke in die Abteilung und in die jeweiligen Aufgabenbereiche aller Teammitglieder. 

Momentan bin ich für einen längeren Zeitraum in meinem Patenbereich für alkoholfreie Getränke und Bier im Eigenmarkeneinkauf und der Entwicklung, wo ich die zukünftigen Tätigkeiten kennenlerne. Dazu gehören unter anderem die Bewertung neuer Artikel vom Beschaffungsmarkt, die Kontraktverhandlungen mit Lieferanten, die Marktbeobachtung und –analyse inklusive Trendscouting und Produktneuentwicklung sowie die Systempflege der Artikel.

Welche Eigenschaften muss man deines Erachtens mitbringen, um nach dem Berufseinstieg bei der REWE Group auch einen guten Job zu machen?

Neben betriebswirtschaftlichem Wissen sind Authentizität, hohes Durchhalte- und Durchsetzungsvermögen, Überzeugungskraft, Empathie und Kommunikationsfähigkeit elementar.

Darüber hinaus sehe ich aber vor allem die Eigenschaft als zwingend notwendig, sich in verschiedene Bereiche hineinzuversetzen, Prozesse im Ganzen verstehen zu wollen und Verknüpfungen zu schaffen sowie diverse Lösungsansätze auf die eigenen Gegebenheiten zu transferieren. Das heißt, auch neugieriges, kontinuierliches Hinterfragen von Bestehendem und proaktives Initiieren von Neuem sind wichtig. Der zukünftige Mitarbeiter, der etwas bewirken will, sollte eigene Wege gehen – auch außerhalb der Branche und des Fachbereichs.

Von der Hochschule ins Arbeitsleben: Wie steht es mit der Work-Life-Balance in deinem Job?

Nach Tarif gibt es eine 38,5-Stunden-Woche, dazu Gleitzeit und 30 Tage Urlaub. Überstunden können flexibel abgebaut werden. Generell legt die REWE Group Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, welche sich zum Beispiel in den flexiblen Arbeitszeiten und möglichen Auszeitmodellen widerspiegelt.

Wie zufrieden bist du mit deinem Einstiegsgehalt bei der REWE Group?

Das Einstiegsgehalt ist handelsüblich. Ein Plus ist der Aufbau eines Netzwerks, das mir bereits jetzt oft geholfen hat und sozusagen eine Investition in meine Zukunft ist. Ansonsten gibt es Mitarbeiterrabatt auf die Einkäufe bei allen Unternehmen der REWE Group wie REWE, PENNY, toom Baumarkt und DER Touristik sowie weitere Mitarbeitervorteile mit kooperierenden Unternehmen, ein abwechslungsreiches Seminar- und Weiterbildungsangebot und Sportangebote. Nicht zu vergessen die legendären Karnevals- und Weihnachtsfeiern…

Den Berufseinstieg hast du geschafft. Welche Pläne hast du für deine weitere Karriere bei der REWE Group?

Erst einmal freue ich mich auf meinen Auslandseinsatz bei der REWE Far East für die nächsten drei Monate in Bangkok, bei dem ich ein eigenes Lieferantensourcing-Projekt begleiten kann.

Langfristig möchte ich für einen Warenbereich verantwortlich sein und neue Konzepte mitentwickeln. Auch würde ich gerne eine eigene Eigenmarkenlinie entwickeln und aufbauen. Vorstellen kann ich mir auch eine Position im Bereich Strategie & Projekte. Außerdem würde ich gerne für die Entwicklung von neuen Produkten und Ideen zuständig sein – mit der Integration von Design Thinking in die Produktentwicklung.

Fakt ist: Bei der REWE Group gibt es vielfältige Möglichkeiten, den Wandel im Handel mitzugestalten.

Vervollständige zum Schluss bitte noch diesen Satz: Arbeiten bei der REWE Group ist . . .

...spannend, abwechslungsreich, herausfordernd und bedeutet ständige Veränderung und stetiges Anpassen an neue Gegebenheiten. 

>> Mehr erfahren zum Berufseinstieg als Trainee bei der REWE Group

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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