Erfahrung als Trainee: PAUL HARTMANN AG

Erfahrung als Trainee: PAUL HARTMANN AG

Nach seinem Masterabschluss in International Marketing & Sales an der Hochschule Aalen hat Patrick Wanner seine Karriere als Trainee bei der PAUL HARTMANN AG gestartet. Im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER erzählt er von seinem individuellen Auswahlprozess, welche Erfahrungen er im Ausland gesammelt hat und wie es für ihn im Anschluss an sein Trainee-Programm bei HARTMANN weitergeht. 

Hallo Patrick, was für ein Trainee-Programm absolvierst du bei der PAUL HARTMANN AG?

Nach meinem Masterabschluss im Juni 2015 bin ich mit dem „HARTMANN International Graduate Program“ in das Berufsleben eingestiegen. Mein Schwerpunkt liegt hierbei im Bereich Marketing & Vertrieb.

Wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle ab?

Ich habe mich mit einer Initiativbewerbung beworben. Aus diesem Grund war mein Auswahlprozess sehr individuell gestaltet. Nach einem kurzen Telefonat folgte eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch mit einem Mitglied aus dem Top-Management. Neben dem klassischen Interview wurde mir hierbei auch eine Case Study gestellt, welche ich nach einer kurzen Bearbeitungszeit präsentierte. Da es kurzfristig Bedarf in einer neuen Abteilung mit meinem Wunschschwerpunkt Marketing/Vertrieb gab, erfolgte die finale Zusage anschließend sehr schnell.

Im Normalfall findet kein Einzel-Assessment, sondern ein zweitägiges Assessment Center mit fünf bis sechs Bewerbern für eine Position statt. Neben dem Kennenlernen von HARTMANN, einer kurzen Selbstpräsentation und Gruppenaufgaben haben die Bewerber die Möglichkeit, die Beobachter aus den Fachabteilungen bei einem Abendessen in lockerer Atmosphäre kennenzulernen. Der gesamte Recruiting Prozess dauert nicht länger als drei Monate und wird transparent und schnell gestaltet.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess noch vor sich haben?

Natürlich startet alles mit überzeugenden Bewerbungsunterlagen. Dazu gehört für mich Ehrlichkeit, Individualität und die Themen auf den Punkt zu bringen. Nach der ersten Hürde geht es hauptsächlich darum, authentisch zu sein, zu wissen, wo eigene Stärken liegen und welche Ziele man hat.

Wie ist der grobe Ablauf deines Trainee-Programms bei der PAUL HARTMANN AG?

Innerhalb des 18-monatigen Programms ist es vorgesehen, dass man vier unterschiedliche Bereiche in seinem jeweiligen Schwerpunkt kennenlernt. In der Regel dauern die einzelnen Stationen vier bis sechs Monate, was meist sehr individuell auf den Trainee zugeschnitten ist.

Ich bin in einer komplett neuen Abteilung im Marketing Deutschland gestartet, welche sich Insight Management nennt und in seiner Arbeitsweise an den Design Thinking Prozess angelehnt ist. Anschließend ging es für drei Monate an unseren Standort in Moskau, wo ich im lokalen Marketing tätig war.

Nach Russland ging es für mich mit der dritten Station in den Vertrieb Deutschland. Hier übernehme ich momentan kundenbezogene Projekte im Vertriebskanal Industrie. Die vierte und finale Station wird noch zusammen mit meinem Mentor und der HR Abteilung festgelegt, wobei meine Präferenzen stets Berücksichtigung finden.

Welche Erfahrungen hast du während deines Auslandsaufenthaltes sammeln können?

Nach einer Erstauswahl und Gesprächen mit den jeweiligen Verantwortlichen konnte ich mich zwischen Manchester, Dubai und Moskau entscheiden, wobei meine Wahl schlussendlich auf Moskau fiel.

Neben zahlreichen wichtigen Kontakten, welche ich hier knüpfen konnte, sammelte ich wertvolle Erfahrungen über den internationalen Gesundheitsmarkt, Projektmanagement und internationale Zusammenarbeit. Da ich im Vorfeld keine Russischkenntnisse hatte, wurde ich von HARTMANN mit Sprachkursen vorab und vor Ort unterstützt. Nebenbei ist Moskau eine sehr interessante Stadt mit einer großen Vielfalt an Möglichkeiten und Sehenswürdigkeiten.

Wie sind bei der PAUL HARTMANN AG Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Neben konkreten Einarbeitungsseminaren, wie Produktschulungen und anderen HARTMANN spezifischen Themen, bekommt man einen Mentor aus dem Top-Management zur Seite gestellt. Der Mentor steht einem bei Fragen zur individuellen Weiterentwicklung zur Verfügung und besitzt natürlich ein weites Netzwerk im Unternehmen, wovon man profitiert. Neben regelmäßigen kurzen „Check-Ins“ mit den Verantwortlichen aus dem HR hat man in jedem der vier Assignments auch einen Line Manager, mit welchem man jeweils Entwicklungspläne für diese Zeit definiert und direktes Feedback zu seinen Tätigkeiten erhält.

„Training-off-the-job“ vs. „Training-on-the-job“ – Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Im erwähnten Einarbeitungsseminar erhält man Informationen zur Kultur bei HARTMANN, den Geschäftsbereichen und Produkten sowie Grundlegendes zur Arbeit. Zusätzlich gibt es Trainings zu Rhetorik oder interkultureller Zusammenarbeit.

Darüber hinaus wird bei HARTMANN viel Wert auf das „Training-on-the-job“ von Line Managern oder Mentoren gelegt und individuelle Entwicklungspläne und Maßnahmen definiert. Man profitiert auch von regelmäßigen „Kaminabenden“ mit Führungskräften, das sind gemeinsame Abendessen, an welchen die Führungskräfte von ihren Key-Learnings erzählen, Karrieretipps geben und man die Möglichkeit erhält, sich mit ihnen auszutauschen.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Im ersten Assignment war ich stark in den Aufbau der neuen Abteilung Insight Management involviert. Prozesse, Tools und Verantwortlichkeiten wurden definiert, die relevanten Abteilung mit einer Roadshow informiert und nebenbei erhielt ich ein eigenes Projekt, welches als Pilotprojekt für den neuen Prozess diente.

In Russland habe ich eine PR-Roadmap für das gesamte Jahr erstellt sowie selbst verschiedene Maßnahmen initiiert und durchgeführt. Außerdem war ich noch in zwei Projekten im Vertriebskanal Apotheke involviert. Im ersten geht es um die Festlegung der Vermarktungsstrategie für eine neue Produktkategorie, welche Ende des Jahres 2015 in Russland eingeführt wurde. Im zweiten Projekt ging es um ein mögliches Ausbildungsportal für Apotheker, für welches ich eine Marktforschung durchführte und darauf aufbauend ein potentielles Konzept ausarbeitete. Folglich war es bisher ein großer Anteil an strategischer Arbeit und etwas weniger operativ.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst du pro Woche?

Vertraglich sind 40 Stunden pro Woche vorgeschrieben. Mal sind es mehr, mal sind es weniger. Aufgebaute Überstunden können mit Gleitzeit wieder abgebaut werden. Dazu hat man im Jahr 30 Urlaubstage.

Zum Abschalten von der Arbeit gibt es auch die unterschiedlichsten Sportgruppen wie Badminton, Fußball, Laufen, Biken, welchen man sich anschließen kann. Für ein an der Zentrale naheliegendes Fitnessstudio gibt es auch Vergünstigungen. Angebote, um eine angenehme Work-Life Balance für sich zu schaffen, gibt es damit auf jeden Fall.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei der PAUL HARTMANN AG?

Bei Fragen hat jeder Kollege ein offenes Ohr oder eine helfende Hand. Dies ist gerade zu Beginn sehr hilfreich, wenn man noch nicht mit den internen Prozessen vertraut ist. Ich persönlich nutze auch die Möglichkeit, mit einigen Kollegen regelmäßig Fußball zu spielen. Dadurch lernt man noch weitere Personen und Bereiche kennen. Natürlich stehen auch Weihnachtsfeiern auf dem Programm. Auf der vergangenen wurde beispielsweise füreinander gekocht, was sehr unterhaltsam war.

Der Kontakt zu den anderen Trainees bei HARTMANN ist sehr gut und bildet bereits die Grundlage für ein unternehmensweites Netzwerk. Neben regelmäßigen Graduate Meetings, gemeinsamen Trainings oder Stammtischen, gibt es einen unternehmensinternen Graduate BLOG. Hier postet jeder Graduate von seinen Erfahrungen, Projekten und Erlebnissen, was einen guten Überblick über deren Tätigkeiten und das Unternehmen allgemein ermöglicht.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt bei der PAUL HARTMANN AG?

HARTMANN unterscheidet beim Gehalt nicht zwischen Berufseinsteigern und Trainees, wodurch man ein überdurchschnittliches Traineegehalt erhält. Daneben wird man mit Laptop und Firmenhandy ausgestattet. Zusätzlich erhält man für die ersten sechs Monate eine Wohnung und kann zu vergünstigten Preisen im PAUL HARTMANN-Shop einkaufen. Als Hauptsponsor des 1. FC Heidenheim, welcher in der 2. Fußball-Bundesliga aktiv ist, bekommt man auch hier die Möglichkeit ermäßigte Tickets zu erwerben. Ich selbst hatte auch bereits das Glück VIP Karten zu gewinnen und war bei einem Topspiel im Business Bereich dabei.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms befristet?

Ja, der Arbeitsvertrag ist auf die Dauer des Programms befristet. Die Übernahmechancen sind jedoch sehr gut und es findet sich meistens innerhalb unserer fünf großen Geschäftsbereiche eine gewünschte Position zum Einstieg. Auch bei internen Neubesetzungen wird der HARTMANN Graduate-Pool direkt mit in die Auswahl einbezogen, womit es durchaus sein kann, dass man sein Trainee-Programm bereits etwas früher beendet als geplant.

Was war (bisher) dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung?

Ein wirklich prägendes Ereignis war für mich bereits meine erste Woche bei HARTMANN in Moskau. An meinem dritten Arbeitstag sind wir zusammen mit einer wohltätigen Stiftung zu einem Altenheim 300 km südlich von Moskau gefahren. Wir haben dort verschiedene Produkte gespendet sowie Essen und Musik für die Bewohner organisiert. Es war traurig zu sehen, dass eine adäquate und menschenwürdige Gesundheitsversorgung nicht für jeden zugänglich ist. HARTMANN strebt danach, einen maßgeblichen Anteil daran zu haben, das Gesundheitssystem zu verbessern. Es ist definitiv ein gutes Gefühl für ein Unternehmen zu arbeiten, welches sich „Going further for health“ auf die Fahnen geschrieben hat.

Daneben war es aber beispielsweise auch ein super Ereignis mit der Vertriebsmannschaft am unternehmensinternen Fußball-Turnier teilzunehmen.

Wie geht es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm bei der PAUL HARTMANN AG weiter?

Mit dem Assignment im Vertrieb steht für mich noch eine sehr wichtige Station aus, um besser einordnen zu können, in welchem Bereich ich tätig sein möchte. Danach wird sich zeigen, ob ich Vertrieb oder Marketing bevorzuge und ich kann mich konkret nach passenden Stellen im Unternehmen umschauen. Dabei hilft mir dann mein durch das Programm gewonnenes Netzwerk, mein Mentor und die HR Abteilung. Alles in allem bin ich recht zuversichtlich, eine interessante Position zu finden und bin froh, dass ich durch das „HARTMANN International Graduate Program“ nochmals die Möglichkeit hatte, in unterschiedliche Bereiche zu schauen.

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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