Erfahrung als Trainee: Bankhaus Lampe

Erfahrung als Trainee: Bankhaus Lampe

Malte Janek Schmidt (27) hat seinen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre an der Universität Göttingen absolviert und danach einen Master in Business Management an der Universität Würzburg und einen MBA in Finance an der University of New Mexico draufgesetzt. Nach seinem Abschluss ist er als Trainee beim Bankhaus Lampe eingestiegen. Im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER beschreibt er den Bewerbungsprozess und gibt Tipps für zukünftige Bewerber. Darüber hinaus spricht er über seinen Arbeitsalltag und verrät, wie es um die Feedbackkultur und die Arbeitsatmosphäre im Traditionshaus bestellt ist.

Hallo Malte, was für ein Trainee-Programm absolvierst du beim Bankhaus Lampe?

Ich bin als Trainee im „Corporate Banking & Wealth Management“ tätig.

Wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle beim Bankhaus Lampe ab?

Persönlich lernte ich das Bankhaus Lampe zum ersten Mal auf einer Absolventenmesse in Köln kennen. Im Vorfeld gab es die Möglichkeit, sich bei ausgewählten Arbeitgebern für Einzelgespräche zu bewerben. Ich hatte das große Glück, eine Einladung zu bekommen. Nachdem ich mich eine gute Dreiviertelstunde mit der Personalreferentin unterhalten hatte, stand für mich fest, mich beim Bankhaus Lampe zu bewerben.

Die Bewerbungsunterlagen übermittelte ich dann per E-Mail an die Personalabteilung, die mich daraufhin telefonisch zu einem ersten Vorstellungsgespräch einlud. Dieses dauerte eine Stunde und fand mit zwei Mitarbeiterinnen der Personalabteilung statt. Es standen ganz klar der persönliche Aspekt und das Kennenlernen im Vordergrund, sodass ich mich sehr schnell wohlfühlte und sich ein gutes Gespräch entwickelte. Kurze Zeit später bekam ich die Einladung zum Assessment Center.

Wie lief das Assessment Center ab?

Das AC fand halbtägig statt und umfasste im Wesentlichen drei Komponenten: Eine Interviewrunde, eine Fallstudie und ein simuliertes Kundengespräch. Besonders beeindruckt hat mich bereits damals die hohe Wertschätzung des Trainee-Programms innerhalb des Hauses. Für das Assessment Center nahmen sich jeweils zwei Mitglieder der erweiterten Geschäftsleitung Zeit, die neben einer Mitarbeiterin der Personalabteilung und einem externen Berater die gesamte Zeit anwesend waren und immer wieder „nachhakten“. Insgesamt fand das Assessment Center in einer anspruchsvollen, aber durchaus sehr angenehmen und offenen Atmosphäre statt.

Bereits nach wenigen Tagen, als auch alle anderen Bewerber das Assessment Center absolviert hatten, bekam ich dann eine positive Rückmeldung. Somit sind insgesamt von der Einreichung meiner Bewerbungsunterlagen bis zum Unterschreiben des Vertrages ungefähr zwei Monate vergangen.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess noch vor sich haben?

Eine gute Vorbereitung ist sicherlich das A und O. Wenn man sowieso an aktuellen Themen aus Wirtschaft, Politik und Finanzwelt interessiert ist, sollte man auch Wert darauflegen, sich mit der Geschichte des Bankhaus Lampe auseinanderzusetzen. Auf der Homepage gibt es außerdem eine Auswahl aktueller Presseartikel, in denen man Neuigkeiten aus dem Bankhaus erfahren kann. Für das Interview ist es elementar Persönlichkeit zu zeigen, während in der Fallstudie organisiertes analytisches Arbeiten erforderlich ist.

Wie ist der grobe Ablauf deines Trainee-Programms beim Bankhaus Lampe?

Das Trainee-Programm umfasst zwölf Monate, in denen man in zehn verschiedenen Abteilungen eingesetzt wird. Hierbei war für mich der besondere Reiz, dass das Programm nicht auf einen bestimmten Bereich beschränkt ist, sondern die Trainees einen Überblick über das ganze Haus bekommen. Dies bietet nicht nur die Möglichkeit, sich Gedanken über die zukünftige Position in der Bank zu machen, sondern ermöglicht es auch, sich ein breites Netzwerk in der Bank aufzubauen.

Insgesamt ist man ca. sechs Monate in Düsseldorf eingesetzt. Die restlichen sechs Monate verteilen sich bei mir auf Einsätze in Osnabrück, Hamburg und Frankfurt. Den Zeitplan für die Einsätze haben wir direkt am Anfang bekommen, sodass wir uns auf die unterschiedlichen Standorte gut einstellen können. In der Anfangszeit sind zudem alle Trainees in Düsseldorf eingesetzt – das ist perfekt, um sich untereinander kennenzulernen. Wir gehen beispielsweise mindestens ein Mal in der Woche gemeinsam mittagessen, um uns über die einzelnen Stationen auszutauschen.

Zusätzlich findet während des Trainee-Programms eine Seminarreihe zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikation und Business Etikette statt. An diesen Seminaren nehmen, neben den Trainees, auch andere junge Mitarbeiter von verschiedenen Standorten der Bank teil.

Wie sind beim Bankhaus Lampe Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

In den einzelnen Abteilungen erfolgt die Einarbeitung in der Regel durch einen Mitarbeiter, der schon länger im Haus ist und auch Erfahrung mit vorherigen Trainee-Jahrgängen hat. Diese Routine spürt man auch dadurch, dass alles sehr gut organisiert ist. Hier zeigt sich für mich auch immer wieder die hohe Wertschätzung des Trainee-Programms bei den anderen Mitarbeitern. Jeder nimmt sich Zeit, seinen Arbeitsbereich vorzustellen und vergibt meist kleinere Aufgaben, an denen man sich ausprobieren und beweisen kann.

Im Rahmen jedes Einsatzes gibt es ein Feedbackgespräch mit dem jeweiligen Betreuer. So erhält man laufend Rückmeldung und kann auch selbst Anregungen weitergeben. Zudem werden die Trainees von einer Kollegin der Personalabteilung betreut, die für alle Fragen zur Verfügung steht, regelmäßige Feedbackgespräche abhält und auch sonst für alle Themen ein offenes Ohr hat.

Ein Highlight des Trainee-Programms ist das Mentoring. Jeder Trainee bekommt einen Mentor aus der erweiterten Geschäftsleitung zur Seite gestellt, mit dem monatliche Treffen stattfinden. Die Themen der Treffen sind vielfältig und von Mentor zu Mentor unterschiedlich. Es ist aber ein völlig offener Austausch, im Rahmen dessen man auch eigene Ideen vorbringen oder fachliche Dinge besprechen kann.

„Training-off-the-job“ vs. „Training-on-the-job“ – Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Im Allgemeinen ist das Trainee-Programm ein ganz klares „Training-on-the-job“. In jeder Abteilung wird man eingebunden und mit ein bisschen Eigeninitiative kann man auch während der teils kurzen Aufenthalte in den Abteilungen spannende Themen bearbeiten. Das hängt aber auch vom eigenen Vorwissen und Engagement ab.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Dies ist auf Grund der Vielfältigkeit des Programms wirklich schwer zu sagen. Generell gilt, dass man in den verschiedenen Abteilungen am Tagesgeschäft teilnimmt. Hier sind wieder das eigene Vorwissen und Engagement gefragt. Über Unterstützung freuen sich aber alle Kollegen und haben auch keine Hemmungen Aufgaben abzugeben. Dabei sind die Kollegen auch jederzeit bereit, uns Einblicke in ihre Aufgaben zu geben.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst du pro Woche?

Im Durschnitt arbeite ich 40 Stunden pro Woche. Dies hängt aber auch von den Abteilungen, in denen man eingesetzt ist, und den Aufgaben, die einem übertragen werden, ab.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre beim Bankhaus Lampe?

Wie oben bereits angesprochen erfährt man als Trainee im Bankhaus Lampe eine unglaubliche Wertschätzung. Der Umgang mit den Kollegen ist stets sehr offen und freundlich. Ich schätze besonders, dass es innerhalb der Bank kaum „Ellbogen-Mentalität“ gibt. Nach außen hin zeigen wir klar Flagge, aber im Inneren ziehen alle an einem Strang.

Es macht sich auch schnell bemerkbar, dass man in sehr kurzer Zeit sehr viele Kollegen kennenlernt. Netzwerken steht im Trainee-Programm beim Bankhaus Lampe ganz klar auf der Agenda.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms befristet?

Nein, von Beginn an ist das Arbeitsverhältnis unbefristet.

Was war (bisher) dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung?

Mein persönliches Highlight war der zweiwöchige Einsatz in der Assistenz der Erweiterten Geschäftsleitung. Hier bekommt man einen tiefen Einblick in die aktuellen Projekte der Bank und hat ständigen Kontakt mit der Geschäftsleitung. Man bekommt eigenständig Aufgaben übertragen, die bearbeitet und diskutiert werden. Zu sehen, wie die Geschäftsleitung arbeitet und denkt, fand ich sehr faszinierend und lehrreich.

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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