Handbuch Traineeprogramme: Rezension

Handbuch Traineeprogramme: Rezension

Autorin des Handbuchs Traineeprogramme ist Frau Prof. Dr.-Ing. Christine Wegerich, ihres Zeichens Professorin für Personalmanagement und Personalentwicklung an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt. Sie schreibt das Buch aber nicht aus einer rein wissenschaftlichen Perspektive, sondern war selbst viele Jahre als Beraterin für Personal- und Organisationsentwicklung bei der Heidelberger Druckmaschinen AG tätig und hat in dieser Funktion auch deren Trainee-Programm entwickelt.

Studien, Theorie und Praxis

Wie es sich für Wissenschaftler gehört, nähert sich das Handbuch Traineeprogramme dem Thema überaus gründlich, sowohl quantitativ mittels empirischer Studien als auch qualitativ in Form von Praxisbeispielen und Interviews mit HR-Verantwortlichen verschiedener Unternehmen (u.a. Siemens, BMW, AXA, Henkel, adidas, Deutsche Telekom).

Dabei geht das Handbuch u.a. folgenden Fragen nach und liefert fundierte Antworten:

  • Wie sollte ein Trainee-Programm konzeptioniert sein?
  • Wie finden Unternehmen geeignete Kandidaten für Trainee-Programme?
  • Welche Personalentwicklungs-Maßnahmen sind am effektivsten?
  • Wie können Firmen die interne Akzeptanz der Trainee-Programme steigern?
  • Was können Trainee-Programme zum Gesamterfolg des Unternehmens beitragen?
  • Wie kann man den Erfolg von Trainee-Programmen messen?

Der Großteil der Informationen im Handbuch Traineeprogramme wird durch die enthaltenen Grafiken übersichtlich dargestellt. Dadurch kann man die Ergebnisse des Buches – trotz der knapp 400 Seiten – recht schnell erfassen. Die zu den Grafiken gehörigen Texte geben häufig die dargestellten Ergebnisse ausführlich wieder, meist jedoch ohne zusätzliche Ergebnisse oder Interpretationen der Grafiken zu liefern.

Interessante Fakten für Bewerber

Dem Buch ist auch als Bewerbersicht einiges abzugewinnen, denn die Interviews und Ergebnisse der Personalverantwortlichen geben darüber Aufschluss, worauf die Arbeitgeber bei der Personalauswahl Wert legen. Hier werden die Anforderungen aber nicht nur stichpunktartig wie in einer Stellenanzeige aufgelistet. Stattdessen beinhaltet es ausführliche Begründungen, warum die Personaler auf bestimmte Qualifikationen und Eigenschaften Wert legen. Daraus können Bewerber ableiten, ob eine Bewerbung auf entsprechende Stellen überhaupt Sinn macht oder ob man sich auf andere (Trainee-)Stellen konzentrieren sollte.

Zudem  liefert das Buch konkrete Zahlen zu Angebot und Nachfrage der Trainee-Programme. Hier wird deutlich: Je größer und bekannter ein Unternehmen, desto höher die Anzahl der eingehenden Bewerbungen. Während bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) im Schnitt 41 Bewerber auf eine Trainee-Stelle kommen, sind es bei Konzernen mit 171 Bewerbungseingängen fast vier mal so viel. Bewerbungen bei KMU sind also deutlich aussichtsreicher.

Positives Fazit

Wer sich bereist ausführlich mit dem Thema Trainee-Programme beschäftigt hat, für den hat das Handbuch Traineeprogramme zwar keine maßgeblichen Geheimtipps zu bieten. Dennoch ist es  wegen seiner umfassenden und ausführlichen Ergebnisse eindeutig ein Literaturtipp für alle Personalentwickler sowie Anbieter von Trainee-Programmen und hat das Potential zum Standardwerk. 

>> Handbuch Traineeprogramme: Nachwuchskräfte finden, fördern und binden

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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