Ausgezeichnet! Siegel für faire und karrierefördernde Trainee-Programme

Ausgezeichnet! Siegel für faire und karrierefördernde Trainee-Programme

Als Traineeships getarnte Praktika, keine Übernahmechancen, unzureichende Betreuung durch Mentoren: Schwarze Schafe gibt es viele unter den Trainee-Programmen. Dabei erfordert der stetig wachsende Mangel an Fach- und Führungskräften eine qualitativ hochwertige Ausbildung von jungen Talenten. Aus diesem Grund hat die Absolventa GmbH gemeinsam mit dem Institut für Personalwirtschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München das erste Trainee-Siegel ins Leben gerufen.

Alle sind sie gekommen zur Verleihung des ersten Trainee-Siegels. – Die Personalentscheider von insgesamt 29 namhaften Unternehmen aus ganz Deutschland, darunter Ernst und Young, die Deutsche Post sowie Bayer. Selbst Reimund Overhage, Referatsleiter beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales, ließ es sich nicht nehmen, persönlich an der Veranstaltung teilzunehmen. Das gemeinsame Anliegen aller Beteiligten: eine faire und qualitativ hochwertige Ausbildung von zukünftigen Fach- und Führungskräften.

Eingeladen hatte die Absolventa GmbH, die bereits ein großes Karriereseiten-Netzwerk für Schüler, Studenten, Absolventen und Young Professionals geschaffen und nun als neuestes Projekt das Trainee-Siegel initiiert hat. Gemeinsam mit seinem Kooperationspartner, dem Institut für Personalwirtschaft der Ludwig-Maximilian-Universität München, verlieh das Unternehmen dieses Siegel jetzt zum ersten Mal.

Von der Idee zum Trainee-Siegel

Doch wie ist die Idee zum Trainee-Siegel überhaupt entstanden? Christoph Jost, Gründer und Geschäftsführer Absolventa GmbH, erklärt: „Der Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften steigt, ein optimales Talent- und Nachfolgemanagement wird immer wichtiger. Wir wollen Unternehmen für dieses Thema sensibilisieren und gleichzeitig junge Talente bei der Auswahl des Arbeitgebers unterstützen.“

Der Begriff ‚Trainee-Programm’ ist nämlich bis dato nicht geschützt. Und auch nach einheitlichen Richtlinien hinsichtlich der inhaltlichen und organisatorischen Gestaltung von Trainee-Programmen sucht man vergebens. Um dieser gesetzlichen Grauzone, die viele Unternehmen auf Kosten ihrer Trainees ausnutzen, entgegen zu wirken, hat die Absolventa GmbH das Trainee-Siegel ins Leben gerufen. Für die Umsetzung konnten das Institut für Personalwirtschaft der Ludwig-Maximilian-Universität München unter Leitung von Prof. Dr. Ingo Weller, die Süddeutsche Zeitung sowie zehn Unternehmen aus der Privatwirtschaft als wegweisende Partner gewonnen werden.

Charta für karrierefördernde und faire Trainee-Programme

Sechs Monate nahm die Konzeptions- und Realisierungsphase für das Trainee-Siegel in Anspruch. Gemeinsam mit den zehn Partnerunternehmen, die sich der Initiative als Gründungsmitglieder angeschlossen hatten, konnten die Grundlagen für eine nachhaltige Ausbildung von Fach- und Führungskräften erarbeitet werden. Entstanden ist eine Charta karrierefördernder und fairer Trainee-Programme, die Unternehmen als Richtlinie für die Gestaltung ihrer Traineeships dienen soll.

Wesentliche Bestandteile der Charta sind die Ausrichtung des Trainee-Programms auf eine langfristige Zusammenarbeit, das abteilungsübergreifende Lernen, geregelte Lern- und Evaluationsmaßnahmen sowie eine faire Vergütung der Trainees. Möchte ein Unternehmen das Trainee-Siegel führen, muss es die in der Charta festgelegten Anforderungen an Trainee-Programme erfüllen.

Wissenschaftliches Prüfverfahren für Trainee-Programme

Der Lehrstuhl für Personalwirtschaft der LMU München entwickelte im Zuge der Initiative ein wissenschaftliches Prüfverfahren für Trainee-Programme. Prof. Dr. Ingo Weller, Leiter des Instituts, zu den Hintergründen: „Trotz der unbestritten großen Bedeutung von Trainee-Programmen für die Rekrutierung zukünftiger Fach- und Führungskräfte hat sich die Wissenschaft mit dem Thema bisher kaum befasst. Unter anderem steht eine Verständigung auf zentrale Inhalte in den Unternehmen und in der Forschung aus. Das wollen wir ändern.“

Dieses Prüfverfahren kommt zum Einsatz, wenn ein Unternehmen in Verdacht steht, das Trainee-Siegel zu Unrecht zu führen. In einem Evaluationsprozess wird dann getestet, ob das entsprechende Trainee-Programm die zentralen Qualitätsmerkmale der Charta erfüllt.

Trainee-Siegel als nachhaltige Qualitätssicherung

Um sicher zu stellen, dass sich die teilnehmenden Unternehmen langfristig für eine qualitativ hochwertige Gestaltung ihrer Trainee-Programme einsetzen, hat die Absolventa GmbH eine Beschwerdestelle eingerichtet. Hier können Trainees Verstöße gegen die in der Charta festgehaltenen Qualitätskriterien melden und die wissenschaftliche Prüfung betroffener Trainee-Programme einfordern.

>> Hier gibt es weitere Infos zum Trainee-Siegel

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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