Erfahrungen als Trainee: VGH Versicherungen.

Von Lisa Marie Dahlke,

Christoph Braun hat an der Universität Bremen Betriebswirtschaftslehre studiert, bevor ihm der Berufseinstieg als Trainee im Vertrieb Technik & Digitalisierung bei den VGH Versicherungen gelang. Im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER spricht er über seine Erfahrungen im Bewerbungsprozess und den Arbeitsalltag und verrät, wie es für ihn nach dem Trainee-Programm bei dem Finanzdienstleister aus Hannover weitergeht.

Hallo Christoph, wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle ab?

Das Auswahlverfahren lief zweiteilig ab. Nach erfolgreicher schriftlicher Bewerbung führte ich zunächst ein Gespräch mit Mitarbeitern aus der Personalabteilung. Anschließend folgte ein weiteres Gespräch mit zwei Führungskräften aus möglichen Einsatzbereichen. Die finale Zusage bekam ich zwei Wochen später am Telefon mitgeteilt.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess noch vor sich haben?

Sei du selbst! Äußere deine Meinung und sei durchaus kritisch, wenn du bei bestimmten Dingen Zweifel hast oder dir Gedanken machst. Ich denke, man sollte sich nicht verstellen, um den Job zu bekommen. Das hilft weder einem selbst noch dem Unternehmen, für das man arbeiten möchte. Eine Win-win-Situation kann erst entstehen, wenn man zu sich selbst steht und seine eigenen Stärken und Schwächen offen anerkennt. Nichts desto trotz ist es von Vorteil, gut über das Unternehmen Bescheid zu wissen. Das zeigt Interesse und ist respektvoll. Immerhin nimmt man sich auch Zeit für dich.

Wie ist der grobe Ablauf deines Trainee-Programms?

Das Trainee Programm bei der VGH dauert in der Regel 18 Monate. In dieser Zeit durchläuft man mehrere Abteilungen, um einen möglichst umfassenden Überblick über das Unternehmen zu bekommen. Durchschnittlich bleibt man ca. vier Monate innerhalb einer Abteilung. Welche Stationen durchlaufen werden, kann man mitbestimmen. Sobald ein begründetes Interesse besteht und ein sinnvoller Einsatz während der Hospitation gewährleistet werden kann, steht einem Besuch in der Wunschabteilung grundsätzlich nichts im Wege.

Wie sind Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Die Einarbeitung übernimmt die entsprechende Abteilung, in der man hospitiert. Dies kann sehr unterschiedlich ausfallen, von klaren Strukturen und Einarbeitungsplänen bis hin zur freien Arbeitsgestaltung seitens des Trainees. Hier ist es wichtig, klar zu kommunizieren und seine eigene Arbeitsweise an die operativen Tätigkeiten der entsprechenden Abteilung anzupassen. In dieser Zeit wird man durchweg abteilungsübergreifend von der Personalabteilung betreut, welche einem zu jedem Zeitpunkt mit Rat und Tat zur Seite steht. Feedback gibt es jeweils zu Beginn und zum Ende einer Hospitation vom jeweiligen Abteilungsleiter.

„Training-off-the-Job“ vs. „Training-on-the-Job“– Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis bei der VGH?

Ohne ein entsprechendes theoretisches Grundwissen hat man es in praktischen Situationen etwas schwieriger. Bei komplexen Sachverhalten ermöglicht eine bereits gelernte Methode, schneller und effizienter an das Ziel zu kommen. Schwierige fachliche Fragen lassen sich mit entsprechendem Versicherungswissen schneller beantworten. Ich glaube, dass weder Theorie noch Praxis isoliert ohne das jeweils andere betrachtet werden kann. Fakt ist, dass man bei der VGH an operativen Prozessen beteiligt und daher der Praxisbezug immer vorhanden ist. Theoretische Vorüberlegungen werden durchgeführt. Letztendlich muss es jedoch praktisch umsetzbar sein, was man sich theoretisch überlegt hat. Ich denke der Begriff „Training-on-the-Job“ beschreibt es am besten.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag bei der VGH?

Zu meinen Aufgaben bei der VGH gehören beispielweise Schnittstellenkonzeptionen, Datenaufbereitung, Prozessanalyse, Prozesskonsolidierung und Automatisierung. Außerdem erstelle ich viele Berichte und arbeite an verschiedenen Projekten mit.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst du pro Woche?

Vertraglich festgelegt sind 38 Stunden pro Woche. Je nach Arbeitsumfang, vor allem was die Projektmitarbeit angeht, arbeite ich mal mehr, mal weniger. In der Regel gleicht sich das aber aus und ich baue keine Überstunden an. Dank der Gleitzeit ist es mir möglich, vorhandene Überstunden flexibel zu nutzen und abzubauen. Ich habe einen regulären Urlaubsanspruch von 30 Tagen im Jahr. Es ist allerdings möglich, Sonderzahlungen in Freizeit umwandeln zu lassen und so den Urlaubsanspruch entsprechend zu erhöhen.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei der VGH?

Die Arbeitsatmosphäre empfinde ich als sehr gut. Wer möchte, findet genug Anschluss an Kollegen oder Betriebssportgruppen. Wer Arbeit und Privates trennen möchte, kann auch das ohne Probleme machen. Die Zusammenarbeit ist stets freundlich und konstruktiv. Was mir sehr gut gefällt, ist, dass bisher alle Kollegen auch mal einen Spaß verstehen und man miteinander lachen kann. Das erleichtert das gemeinsame Arbeiten ungemein.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt?

Das Trainee-Gehalt ist ausgesprochen gut. Wir werden nach Tarifvertrag, nach dem privaten Versicherungsgewerbe, bezahlt und erhalten Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Man erhält von Beginn an einen unbefristeten Vertrag. Neben vermögenswirksamen Leistungen, Versicherungen zu vergünstigten Konditionen, einer betrieblichen Altersversorgung oder der Umwandlung von Sonderzahlungen in Freizeit, bietet die VGH viele Benefits für ihre Mitarbeiter an.

Was war (bisher) dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung?

Die Hausführung. Es ist unglaublich wie viele Menschen im Hintergrund tätig sind, damit die gesamte Büroinfrastruktur täglich funktioniert. Vieles war mir überhaupt nicht bewusst und einiges hatte Dimensionen, welche ich so nicht erwartet hatte, wie bspw. die Klimaanlage. Außerdem sehe ich es als Highlight, ungezwungen innerhalb des Unternehmens Netzwerke aufbauen zu können. Selbst mit dem Vorstandsvorsitzenden können wir uns austauschen.

Wie geht es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm weiter?

Mir wurde bereits eine Stelle angeboten, welche ich allerdings ablehnte. Ich möchte mich für die verbleibenden 12 Monate auf die Erfahrungen und Eindrücke meiner zukünftigen Stationen konzentrieren und im Anschluss daran für mich selbst entscheiden, welche Richtung ich innerhalb der VGH einschlagen möchte. Ich bin jedoch aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen fest davon überzeugt, dass ich in dieser Zeit meinen Platz in der VGH finden werde.


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