Erfahrungen als Trainee: "StartTechnik" bei der Lufthansa Technik AG

Jessica Gaß ist Trainee bei Lufthansa Technik. Vorher hat sie an der Universität Karlsruhe und an der  Universidad de Salamanca Wirtschaftsingenieurwesen auf Diplom und Angewandte Kulturwissenschaften studiert. Im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER berichtet sie von dem Auswahlverfahren bei der Lufthansa Technik AG, ihren Erfahrungen in dem Trainee-Programm und ihre weiteren beruflichen Perspektiven..

Wie lief das Bewerbungsverfahren bei der Lufthansa Technik AG für das internationale Trainee-Programm „StartTechnik“ ab?

Das Bewerbungsverfahren ist dem anderer Programme recht ähnlich und gliedert sich in drei Bereiche. Nach Online-Bereitstellung der Bewerbungsunterlagen gilt es in einem ersten Schritt, verschiedene Online-Tests zu absolvieren. Mit erfolgreichem Bestehen findet im Anschluss ein Telefoninterview statt. Verläuft auch dieses positiv, so hat man die Chance, an einem abschließenden Assessment Center teilzunehmen.

Wie ist der Aufbau des StartTechnik Trainee-Programms?

Das Trainee-Programm umfasst 18 Monate. Innerhalb dieser Zeit absolviert man circa vier Trainee-Einsätze an unterschiedlichen Standorten und in verschiedenen Abteilungen. Für jeweils vier bis fünf Monate besteht somit die Gelegenheit, das eigene Wissen über den Konzern zu erweitern und verschiedene Bereiche kennen zu lernen. Abgerundet werden die Einsätze durch einen mehrwöchigen Konzern-Umlauf, in dem man in Vorträgen und Führungen mehr über die einzelnen Product Divisions erfahren und erste Kontakte knüpfen kann. 

Inwieweit hast Du bei der Wahl der Stationen Mitspracherecht?

Die Trainee-Stationen können eigenverantwortlich, gerne auch in Absprache mit dem Personalbereich, ausgesucht und gewählt werden. Ziel ist es, das eigene Profil zu schärfen, die  Unterstützung durch die Personalentwicklung ist hierbei immer gewährleistet.

Was sind Deine Hauptaufgaben und Tätigkeiten im StartTechnik-Programm?

Der Fokus liegt in jedem Projekteinsatz auf der persönlichen Entwicklung. In einem Hauptprojekt, das sich in der Laufzeit meist mit der Länge des Trainee-Einsatzes deckt und in dem der Trainee die Projektleitung innehat, hat man die Möglichkeit, seine Kenntnisse im Projekt- und Prozessmanagement auszubauen. Weiterhin bekommt man meist Gelegenheit, bei bereits laufenden Großprojekten oder im Tagesgeschäft mitzuwirken. Dies kann jeder Trainee individuell mit seiner Einsatzabteilung abstimmen. Wichtig ist generell die Fähigkeit, sowohl eigenständig als auch im Team Sachverhalte nach wirtschaftlich-technischen und strategischen Gesichtspunkten abwägen zu können und die entsprechenden Ergebnisse für unterschiedliche Interessensgruppen platzieren zu können.

Das StartTechnik Trainee-Programm sie auch einen Auslandsaufenthalt vor. An welchem Lufthansa Technik-Standort warst Du?

Meinen Auslandsaufenthalt habe ich gerade hinter mir – ich absolvierte einen Projekteinsatz bei Hawker Pacific Aerospace in Sun Valley, Los Angeles. Rückblickend bewerte ich diese fünf Monate als beruflich sehr prägend, da vor allem auch interkulturelles Verständnis gefragt war. Während meines Einsatzes durfte ich eigenverantwortlich einen Leistungsdialog in der Produktion zur Effizienzsteigerung entwickeln und einführen. Ein Highlight war hier für mich, zum Abschluss die erreichten Projekterfolge direkt umsetzen und den neuen Prozess einige Wochen in der Implementierungsphase begleiten zu können. Bei der Wahl der Auslandsstandorte gibt es verschiedene Möglichkeiten – auch hier ist man meist direkt mit Ansprechpartnern an den Auslandsstandorten beziehungsweise der Personalentwicklung in Kontakt.

Wie ist die Betreuung der Trainees durch die Lufthansa Technik?

Ein „StartTechniker“ erfährt konstant eine unterstützende Hilfestellung. Durch ein Mentorenprogramm wird der berufliche Austausch mit Führungskräften gewährleistet. Mit einem Buddy-Programm bekommt der Trainee außerdem einen anderen (ehemaligen) Trainee zur Seite gestellt und erfährt hier noch mal den einen oder anderen Tipp aus dem Alumni-Erfahrungsschatz. Nichtdestotrotz ist  der Grundgedanke, dass sich ein Trainee im Grundgedanke eigenverantwortlich im Unternehmen bewegt und bei Bedarf aber auf das eigene Netzwerk zurückgreifen kann.

Was bietet Lufthansa Technik seinen Trainees für Seminare und Weiterbildungsmöglichkeiten an?

Gemäß des persönlichen Entwicklungsbedarfs, der regelmäßig in Feedbackrunden festgestellt wird, ergeben sich individuelle Lernfelder für den Trainee, die entweder im Sinne von „Learning on the Job“ oder durch das Absolvieren von Seminaren und Schulungen angegangen werden. Dies wird im Nachgang einer Feedbackrunde mit dem Personalbereich abgestimmt.

Schafft Lufthansa Technik auch Möglichkeiten, dass sich die Trainees untereinander austauschen und vernetzen können?

Speziell bei der Lufthansa Technik habe ich die Gruppe aller Trainees als sehr kommunikativ empfunden. Dies wird durch regelmäßig stattfindende Treffen mit dem Personalbereich sowie durch eigens ins Leben gerufene Veranstaltungen unterstützt - wie zum Beispiel das Projektforum zum Austausch über Projekteinsätze. Durch eine Intranetplattform bleiben sowohl aktuelle Trainees als auch Alumni miteinander in Kontakt. Gerade der Austausch mit den Alumni ist wichtig, um sich gegenseitig hinsichtlich gemachter Erfahrungen austauschen zu können. Kürzlich kamen beispielsweise Trainees und Alumni bei einem Drachenboot-Event mit anschließendem Grillen zusammen.  

Auf wie viele Arbeitsstunden kommst Du in dem StartTechnik-Programm pro Woche?

Die Arbeitszeiten variieren gemäß des aktuellen Projektstatus und den sonstigen Aufgaben, die ein Trainee, quasi in seiner „Freizeit“ – für das Unternehmen wahrnehmen möchte. Trainees haben zum Beispiel die Möglichkeit, sich in der Initiative „Weiterentwicklung StartTechnik“ zu engagieren und das Programm mit innovativen Ideen zu verbessern. Persönlich war mir wichtig, mich in dieser Form für den Konzern engagiert zeigen zu können – seit August 2011 habe ich hier die Projektleitung inne. Zudem bin ich gerade dabei, eine Lufthansa Technik-Netzwerkveranstaltung zu organisieren und bin im „Junior Round Table“ in der Teamleitung aktiv. Dies ist aber individuell zu gestalten. Wenn das Interesse und die Begeisterung für eine Tätigkeit stimmen, so arbeitet man gerne fünf Stunden mehr pro Woche. 

Wie sieht es mit Deinem Trainee-Gehalt bei der Lufthansa Technik aus?

Das Trainee-Gehalt eines „StartTechnikers“ bewegt sich im üblichen Feld eines Trainee-Einstiegsgehalts. Nach einem halben Jahr darf man dann auch vergünstigt fliegen – da ist das Reisefieber geweckt!

Wie geht es für Dich  im Anschluss an das StartTechnik Trainee-Programm weiter?

Zu Beginn des Trainee-Programms wird noch keine feste Anschlussposition vereinbart. Hinsichtlich Zielposition bieten sich somit unterschiedliche Möglichkeiten, die es zum geeigneten Zeitpunkt zu sondieren gilt. Eine spannende Zeit für jeden Trainee! Ich freue mich jedenfalls auf neue abwechslungsreiche und anspruchsvolle Aufgaben im Anschluss an das Trainee-Programm bei der Lufthansa Technik AG.

LHTMehr Infos zum Einstieg als Trainee bei dem führenden MRO-Anbieter liefert das Unternehmensprofil der Lufthansa Technik AG.

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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