Erfahrung als Trainee: Novartis Pharma.

Von Lisa Marie Dahlke,

Novartis-Trainee Dr. Benedict Rauser (32) hat an der HS Mannheim und der TU München Molekulare Biotechnologie studiert. Im Interview mit Trainee-Geflüster spricht er über seine Erfahrungen im Auswahlprozess sowie über Inhalte und den Ablauf des Trainee-Programms bei dem Pharma-Konzern.

Hallo Benedict, welches Trainee-Programm bei Novartis absolvierst du?

Ich absolviere bei Novartis das Trainee-Programm Medical.

Wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle bei Novartis ab?

Ich habe die Stellenausschreibung auf der Novartis Jobbörse entdeckt und mich dann direkt über das Karriereportal von Novartis beworben. Zunächst hat mich Novartis telefonisch kontaktiert und zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Im diesem ersten Gespräch lag der Fokus auf einem gegenseitigen Kennenlernen. Nach der gegenseitigen Vorstellung sind wir die wichtigsten Stationen meines Lebenslaufs durchgegangen. Ich habe meine Motivation für das Trainee-Programm und für den Arbeitgeber Novartis dargelegt und die Möglichkeit bekommen, in sehr angenehmer Atmosphäre Fragen zum Trainee-Programm und potenziellen zukünftigen Aufgaben zu stellen. Für das zweite Vorstellungsgespräch habe ich die Aufgabe erhalten, eine Präsentation über eine klinische Studie für ein Fachgespräch vorzubereiten. Aus der Präsentation entwickelte sich eine offene Diskussion zu wissenschaftlichen Inhalten. Beide Gespräche verliefen ausgesprochen freundlich und angenehm, wodurch ein beidseitiger Austausch zu Vorstellungen und Wünschen an die Trainee-Stelle möglich war. Insgesamt lagen zwischen der Versendung der Bewerbungsunterlagen und finaler Zusage knapp drei Monate.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess noch vor sich haben?

Am wichtigsten ist es, sich selbst bewusst zu werden, warum genau dieses Trainee-Programm die richtige Position ist. Während des Auswahlprozesses gilt es dann, authentisch zu sein und mit Beispielen und Erfahrungswerten zu untermauern, dass man der ideale Kandidat für eine sehr abwechslungsreiche Stelle ist. Natürlich sollte man sich auch mit dem Unternehmen, seinen Zielen, der Pipeline und den Produkten auseinandersetzen und identifizieren können.

Wie ist der grobe Ablauf deines Trainee-Programms bei der Novartis Pharma GmbH?

Ich habe in der Medizin im Bereich Neuroscience begonnen und sieben Monate in der klinischen Forschung gearbeitet. Aktuell bin ich in meiner zweiten Station für drei Monate im Market Access und arbeite hier sowohl an der Erstellung eines Dossiers für die Zulassung eines neuen Antikörpers als auch an Projekten zu gesundheitspolitischen Themen mit. Während viele meiner Trainee-Kollegen eine Rotation in unser Headquarter nach Basel oder eine andere Länderorganisation wählen, habe ich mich bei der nun folgenden Station für die Hexal AG am Standort Holzkirchen entscheiden. Im Bereich Medical Affairs möchte ich so einen Einblick in die Arbeitsabläufe dieser Division mit dem Fokus auf OTC-Medikamente, Generika und Biosimilars gewinnen.

Wie sind bei Novartis Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Zu Beginn des Programmes wurde ich von den Kollegen in der Abteilung eingearbeitet und habe hier sehr kompetente und offene Ansprechpartner für sämtliche Fragen gefunden. Zur weiteren Unterstützung treffe ich mich regelmäßig mit meiner Trainee-Patin, die dieses Programm bereits abgeschlossen hat und gute Tipps zu allen Fragen rund um das Trainee-Dasein geben kann. In den einzelnen Stationen gibt es mit den Vorgesetzten jeweils zu Beginn ein Gespräch zu den Zielen und am Ende ein Feedbackgespräch, sodass ich mich rundum sehr gut unterstützt und eingebunden fühle. Ich habe von meinen Vorgesetzten aber auch während der gesamten Station jederzeit Unterstützung und Feedback erhalten.

„Training-off-the-Job“ vs. „Training-on-the-Job“ – Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Der Fokus ist ganz klar auf Training-on-the-Job. Ich durfte sehr schnell selbständig arbeiten, eigene Projekte betreuen und Verantwortung übernehmen. Das gefällt mir an diesem Programm wirklich sehr gut.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag bei Novartis?

In der Medizin dreht sich alles um Studien, klinische Daten und die Interaktion mit Ärzten. Zu den Aufgaben gehören hier die Mitarbeit an Studienprotokollen, die Interaktion mit Ethikkommissionen und Bundesoberbehörden, aber auch die Teilnahme an Kongressen oder wissenschaftlichen Gesprächen mit Ärzten.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst du pro Woche?

Ich liege bei etwa 40 Arbeitsstunden die Woche, kann mir meine Arbeit dank flexibler Arbeitszeiten aber selbst einteilen und auch einen Home-Office-Tag einplanen. Mit 30 Urlaubstagen und zusätzlichen sieben Ausgleichstagen für die Vertrauensarbeitszeit ist die Work-Life-Balance hier in einem sehr guten Gleichgewicht.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei Novartis?

Die Arbeitsatmosphäre erlebe ich in den einzelnen Abteilungen als ausgesprochen kollegial und konstruktiv. Als Trainee fühle ich mich jederzeit als volles Teammitglied und auch die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit ist unkompliziert und positiv. Die Trainee-Gruppe trifft sich regelmäßig für ein Jour Fix, zum Essen oder auch außerhalb der Arbeit, sodass hier schnell eine Gemeinschaft entsteht. Und auch die ehemaligen Trainees kommen gerne zum gemeinsamen Mittagessen.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt?

Das Trainee-Gehalt ist sehr attraktiv und steht im Vergleich sehr gut da. Durch flexible Arbeitszeiten habe ich die Möglichkeit, meinen Tag an meine individuellen Bedürfnisse sowie an anstehende Projekte und Aufgaben anzupassen. Darüber hinaus bietet die Novartis Pharma attraktive Sportprogramme, ein betriebseigenes Restaurant, Team-Events, frisches Obst und Kaffee sowie eine Bezuschussung zum öffentlichen Nahverkehr.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms befristet?

Nein, alle Trainees bekommen einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Was war (bisher) dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung bei Novartis?

Mein bisheriges Highlight war die nicht-interventionelle Studie, deren Leitung ich für Deutschland übernehmen durfte. Nach erfolgreicher Genehmigung durch die Ethikkommission hatte ich hier die Gelegenheit, den Initiierungsbesuch eines teilnehmenden Studienzentrums aktiv zu unterstützen. Es war eine tolle Erfahrung, das Vertrauen für ein solches Projekt zu bekommen und dann den aktiven Start an einem Zentrum mitzuerleben.

Wie geht es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm bei der Novartis Pharma GmbH weiter?

Da ich mich noch mitten im Programm befinde, steht das noch nicht genau fest. Eines der Ziele ist es ja, zu entdecken, in welchem Bereich ich meine Stärken und Interessen optimal einbringen kann. Fest steht aber, dass mir mein aufgebautes Netzwerk und meine interdisziplinären Erfahrungen aus den einzelnen Stationen bei meinen zukünftigen Aufgaben bei Novartis sehr helfen werden.


Erhalte weitere Informationen zum Unternehmen.

Jetzt mehr erfahren

Erfahrungen von anderen Insidern.