Erfahrungen als Trainee: Technisches Management bei der Nestlé Deutschland AG

Erfahrungen als Trainee: Technisches Management bei der Nestlé Deutschland AG

Nach seinem Diplom im Wirtschaftsingenieurwesen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) absolviert Claudius Knobelspies (27)  bei der Nestlé Deutschland AG das Trainee-Programm Technisches Management im Bereich Industrial Performance Management.

Hallo Claudius, welches Trainee-Programm absolvierst Du bei Nestlé?

Seit September 2011 absolviere ich das Nestlé Trainee-Programm Technisches Management im Bereich Industrial Performance Management. Während des Programms habe ich bereits in drei der 20 Nestlé-Werke in Deutschland als DMAIC-Projektleiter gearbeitet. DMAIC steht für „Define - Measure - Analyse - Improve – Control“.

Wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle bei Nestlé ab?

Mein Auswahlverfahren bei Nestlé ging über zwei Runden. Nachdem ich mich online auf der Homepage auf das Trainee-Programm beworben hatte, führte ich ein Telefoninterview mit der Personalabteilung und einem Trainee.  Das hatte den Vorteil direkt zu Beginn etwas über das Trainee-Programm aus Sicht eines Trainees zu erfahren. Das Gespräch war sehr angenehm und diente dazu, mein Interesse an dem Programm und meine fachlichen Fähigkeiten zu prüfen. Nachdem das erste Gespräch positiv verlaufen war, wurde ich zu einem zweiten persönlichen Gespräch eingeladen. Hier ging es mehr um die Persönlichkeit und darum, ob man als Trainee zu Nestlé passt. Gefragt wurde ich auch nach meiner Bereitschaft zu reisen, die für dieses Trainee-Programm eine große Rolle spielt.

Worauf kommt es in dem Auswahlprozess Deiner Meinung nach besonders an?

Als Trainee im Bereich Industrial Performance Management muss man besonders flexibel und offen sein. Dadurch dass man sowohl die Abteilungen als auch den Standort nach jedem Projekt wechselt, ist auch selbstständiges Arbeiten eine Grundvoraussetzung.

Wie ist der grobe Ablauf Deines Trainee-Programms bei Nestlé?

Das Trainee-Programm im Bereich Industrial Performance Management erstreckt sich über 24 Monate. Jeder Einsatz dauert etwa vier bis fünf Monate und findet üblicherweise in den Werken statt. Während jeder Station bekommt man ein konkretes Projekt, das man eigenverantwortlich leitet. Durch die Projekte und die Arbeit in verschiedenen Werken lernt man während des Programms verschiedene Bereiche wie z.B. Qualität oder Controlling, aber auch die unterschiedlichsten Herstellprozesse, z.B. für Kaffee oder Pizza in der Lebensmittelindustrie kennen. Ein Auslandsaufenthalt ist möglich, aufgrund der großen Anzahl und der Vielfalt an deutschen Nestlé-Werken jedoch nicht üblich.

Finden für die Trainees auch sogenannte „off-the-job-trainings“ zur fachlichen und persönlichen Weiterbildung statt?

Bei Nestlé gibt es zwei Pflichtseminare während des Trainee-Programms. Ein fachliches Seminar ermöglicht tiefere Einblicke in die Nestlé Supply Chain, während ein dreitägiges Training als thematischen Schwerpunkt „Feedback geben und nehmen“ hat.

Darüber hinaus wird man als Industrial Performance Management Trainee durch ein Six Sigma Green-Belt Training in den Methoden des Qualitätsmanagements geschult und wird während des Programms offiziell zertifizierter Six Sigma Green Belt. Weitere Trainings, z.B. Every Day Coaching sind je nach Bedarf möglich. Weitere werksinterne, fachliche Trainings im Bereich des Managementsystems TPM gehören ebenfalls zum Programm dazu.

Wie sind bei Nestlé Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Als Trainee ist man Teil des Nestlé Nachwuchskräfte-Programms. Dabei wird man von unterschiedlichen Vorgesetzten begleitet. Ein Coach betreut den Trainee fachlich über zwei Jahre hinweg in Karrierefragen. Darüber hinaus gibt es zweimal im Jahr die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch mit einem Top Manager, einem „Paten“. Ziele und Feedback bekommt man direkt zu Beginn und am Ende jeder Station von den Kollegen vor Ort. Einmal im Jahr gibt es ein Gesamt-Feedback, zudem werden die Ziele für das gesamte nächste Jahr besprochen.

Wie intensiv ist der Kontakt zu den anderen Nestlé-Trainees?

Der tägliche Kontakt zu anderen Nestlé Trainees ist durch den überwiegenden Aufenthalt in den Werken eher gering. Die Teilnahme am Nestlé Nachwuchskräfte-Programm sowie an diversen Trainings und Seminaren bietet jedoch genügend Möglichkeiten, mit anderen Trainees in Kontakt zu kommen. Auch gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, an einem organisierten Skiwochenende Zeit miteinander zu verbringen oder sich an den „Stammtischen“ auszutauschen.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten in dem Trainee-Programm?

Das Trainee-Programm im Bereich Industrial Performance Management gliedert sich fachlich in drei Teile. Den größten Anteil nimmt die Projektarbeit ein, für die man durch Six Sigma und DMAIC-Trainings ausgebildet wird. Ein zweiter Teil, der eng mit der Philosophie von Six Sigma zusammenhängt, ist die Einarbeitung in TPM und die Übernahme von Aufgaben in diesem Bereich. Als dritten Teil lernt man die „klassische“ Industrial Performance Arbeit kennen, welche das Tagesgeschäft der Industrial Performance Abteilungen in den Werken bildet.

Welche Eigenschaften braucht man Deines Erachtens für die Trainee-Stelle?

Für die Trainee-Stelle braucht man meiner Meinung nach eine schnelle Auffassungsgabe, hohe Sozialkompetenzen und Kommunikationsfähigkeit, um sich in den neuen Abteilungen schnell einarbeiten zu können. Außerdem muss man Flexibilität und Offenheit beweisen, da das Programm an unterschiedlichen Standorten stattfindet.

Hand aufs Herz, auf wie viele Arbeitsstunden kommst Du pro Woche?

Nestlé legt sehr viel Wert auf Work-Life-Balance. Grundsätzlich ist man für die Einteilung seiner Arbeitszeit selbst verantwortlich.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt bei Nestlé?

Als Trainee bei Nestlé steigt man mit dem gleichen Gehalt wie ein Direkteinsteiger ein. Das Gehalt ist für alle Trainees in der Zentrale gleich und scheint mir im Branchenvergleich im Durchschnitt zu liegen. Nach dem Trainee-Programm wechselt man üblicherweise in ein Werk. Dort können die Gehälter je nach Tarif schwanken.

Ist dein Arbeitsvertrag mit Nestlé auf die Dauer des Trainee-Programms befristet?

Trainees werden bei Nestlé grundsätzlich unbefristet eingestellt.

Wie geht es für Dich im Anschluss an das Trainee-Programm bei Nestlé weiter?

Bis Ende des Jahres werde ich - unterstützt durch meinen Vorgesetzten und meine Kollegen - für alle Werke im deutschen Markt eine neue Richtlinie für Manufacturing einführen. Ich freue mich auf diese Aufgabe und bin sehr gespannt, was die weitere berufliche Zukunft bei Nestlé bringen wird.

>> Weitere Infos zum Einstieg als Trainee bei Nestlé

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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