Erfahrungen als Trainee bei Kühne + Nagel.

Von Marie-Luise Peters,

Kristin Eichner hat ihren Bachelor in Aviation Management an der Fachhochschule Worms abgeschlossen und ist danach als Luftfracht Trainee bei Kühne + Nagel eingestiegen. Im Interview mit Trainee-Geflüster berichtet sie vom Auswahlverfahren, gibt Einblicke in ihren Arbeitsalltag und verrät, wie es für sie nach dem Trainee-Programm weitergeht.

Hallo Kristin, wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle bei Kühne + Nagel ab?

Ich bekam eine Einladung zum Assessment Center, wo ich zusammen mit weiteren Bewerbern und Vertretern von Kühne + Nagel einen spannenden Tag verbrachte. Wir lernten uns kennen, führten ein Gruppenauswahlgespräch und jeder hielt eine Präsentation zu einem frei wählbaren Thema. Die Situation war ungewohnt – aber ich fühlte mich jederzeit wohl. Wenig später wurde ich zum Zweitgespräch nach Stuttgart eingeladen, wo ich meine zukünftige Niederlassung kennenlernte. Meine Trainee-Stelle durfte ich schon im darauf folgenden Monat antreten.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess noch vor sich haben?

Wichtige Eckdaten, wie zum Beispiel die Anzahl der Mitarbeiter und die Geschäftsfelder von Kühne + Nagel, sollte man schon vor dem Bewerbungsgespräch kennen. Ich habe mir vorher die Website eingehend angeschaut und mich gut informiert.

Viel wichtiger ist jedoch, man selbst zu sein. Weder beim Assessment Center noch beim persönlichen Gespräch muss man eine Rolle spielen. Kühne + Nagel legt viel Wert auf ein authentisches Auftreten und schätzt bei Bewerbern eine gewisse persönliche Individualität – sei es ein außergewöhnlicher Studiengang, ein seltenes Hobby oder ein unkonventioneller Werdegang.

Wie ist der grobe Ablauf deines Trainee-Programms bei Kühne + Nagel?

Je nach Tätigkeitsbereich kann der Ablauf eines Trainee-Programms bei Kühne + Nagel recht unterschiedlich sein. In der Luftfracht dauert das Programm 24 Monate und man startet in der Regel in der Import- bzw. Exportabteilung einer der vielzähligen Luftfracht-Standorte in Deutschland. Normalerweise erfolgt dann nach jeweils drei bis sechs Monaten ein Abteilungswechsel. Nach einem Jahr kommen die meisten Trainees nach Frankfurt. Hier befindet sich die deutsche Luftfrachtzentrale von Kühne + Nagel. Dort gibt es diverse spannende Einsatzmöglichkeiten, wie beispielsweise Pharmaceutical Logistics und Aerospace Logistics.

Wie sind Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Als Trainee bei Kühne + Nagel bekommt man einen Mentor zugewiesen, welcher während der gesamten Dauer des Programms direkter Ansprechpartner ist und unter anderem das Einführungsgespräch und ein Abschlussgespräch führt. Zudem gibt es regelmäßige Treffen aller Kühne + Nagel Trainees in Deutschland. Hier haben wir die Möglichkeit, uns auszutauschen und uns gegenseitig Tipps zu geben. So bekommt man immer sehr spannende Einblicke in die unterschiedlichen Geschäftsbereiche, in denen die anderen Trainees tätig sind.

„Training-off-the-Job“ vs. „Training-on-the-Job“– Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Neben einem dreitägigen Onboarding-Seminar gibt es regelmäßige Weiterbildungen und Trainee-Treffen, bei denen verschiedene Themenschwerpunkte behandelt und auch mal über den Tellerrand hinaus geschaut wird. Der Schwerpunkt des Programms liegt jedoch auf dem Training-on-the-Job und dem Kennenlernen von Prozessen, Schnittstellen und dem Aufbau eines umfassenden Netzwerks.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag bei Kühne + Nagel?

Das gesamte Trainee-Programm ist sehr praxisorientiert. Deshalb habe ich meine Kollegen und Kolleginnen in der operativen Luftfracht tatkräftig unterstützt und durfte an spannenden Projekten teilnehmen. Zum Beispiel habe ich an Prozessoptimierungen im Import und Export mitgewirkt sowie an der Implementierung von Qualitätsstandards in den Bereichen Pharma Logistics und Aerospace Logistics. Ein besonderes Highlight war meine Mitarbeit an einem internationalen Projekt im Bereich Processes & Systems Training. Dafür durfte ich unter anderem Mitarbeiterschulungen konzipieren und durchführen und abschließend das Go-Live eines neuen IT-Systems begleiten.

Ist im Trainee-Programm ein Auslandsaufenthalt vorgesehen?

Im Rahmen meines Trainee-Programms war kein Auslandsaufenthalt vorgesehen. Es gibt bei Kühne + Nagel allerdings auch internationale Trainee-Programme, bei denen ein Auslandsaufenthalt fester Bestandteil ist.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst du pro Woche?

Wir haben bei Kühne + Nagel super Möglichkeiten, Arbeit und Freizeit unter einen Hut zu bringen. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen arbeiten bereits seit mehreren Jahren oder gar Jahrzehnten im Unternehmen. Ich bin überzeugt davon, dass dies unter anderem mit den fairen Gleitzeit- und Urlaubsregelungen sowie den zahlreichen weiteren Benefits für Mitarbeiter zusammenhängt. Wir haben eine Arbeitszeit von 38 Wochenstunden. Natürlich gibt es auch Phasen, in denen man mehr arbeitet, um wichtige Termine einzuhalten. Aber wenn diese Phase vorbei ist, kann man die gesammelten Überstunden einfach „abfeiern“. Das habe ich während meiner Zeit bei Kühne+ Nagel wirklich zu schätzen gelernt.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei Kühne + Nagel?

Die Arbeitsatmosphäre bei Kühne + Nagel ist sehr locker und angenehm. Man unterstützt sich gegenseitig und der Umgang untereinander ist sehr kollegial. Und für mich das Wichtigste – es gibt immer etwas zu lachen. Schließlich darf der Spaß bei der Arbeit nicht zu kurz kommen.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt?

Das Einstiegsgehalt als Trainee bei Kühne + Nagel ist meines Erachtens sehr fair und entspricht dem Branchendurchschnitt. Meiner Meinung nach ist aber vor allem das spannende und herausfordernde Aufgabenspektrum das ausschlaggebende Argument für eine Bewerbung bei Kühne + Nagel.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms befristet?

Der Arbeitsvertrag ist zunächst befristet. Kühne + Nagel garantiert zwar keine Übernahme nach dem Trainee-Programm, dennoch hat das Unternehmen mit der Investition in Trainees die Absicht, Nachwuchsführungskräfte auszubilden. Somit stehen die Übernahmechancen sehr gut und einer Karriere im Unternehmen nichts im Wege.

Was war (bisher) dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung bei Kühne + Nagel?

Ein Highlight war für mich definitiv die Mitarbeit an dem globalen Projekt im Bereich Processes & Systems Training. Die Konzeption und Schulung der Mitarbeiter hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe mich fachlich und persönlich weiterentwickelt.

Ein weiteres Highlight sind für mich außerdem die regelmäßigen deutschlandweiten Trainee-Treffen. Wir lernen uns kennen, tauschen uns aus und bekommen Einblick hinter die Kulissen anderer Geschäftsbereiche.

Wie geht es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm weiter?

Ich stehe bereits am Ende des zweijährigen Trainee-Programms und werde im Anschluss im Bereich Aerospace Logistics tätig sein. Ich freue mich vor allem darauf, weitere Projekterfahrung zu sammeln. Ich kann mir auch vorstellen, für ein bis zwei Jahre im Ausland zu arbeiten. Dank des internationalen Umfelds und den zahlreichen ausländischen Niederlassungen bei Kühne + Nagel, ergibt sich dafür sicher irgendwann noch die Chance.

Außerdem möchte ich die Möglichkeit nutzen, mich persönlich weiterzuentwickeln und im Unternehmen nach und nach mehr Verantwortung zu übernehmen. Mit den zahlreichen Weiterbildungsprogrammen bietet Kühne + Nagel bereits das Fundament für eine langfristige Karriere im Unternehmen.


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