Erfahrung als Trainee: Roche

Erfahrung als Trainee: Roche

Theresa Just hat Wirtschaftsingenieurwesen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) studiert und ist während ihres Auslandssemesters sowie bei Auslandspraktika viel rumgekommen. Nach Indien, Frankreich und Australien ist sie in der Werkleitung von Roche in Mannheim gelandet, wo sie nun fast am Ende ihres Start up Trainee-Programms im Bereich Engineering angekommen ist. Im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER lässt sie ihre Zeit als Trainee Revue passieren und spricht über den Ablauf, die Arbeitsatmosphäre sowie ihren Auslandsaufenthalt.

Hallo Theresa, wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle bei Roche ab?

Auf meine Online-Bewerbung folgte zeitnah eine Einladung zum Telefoninterview. Sowohl HR als auch der Bereich, für den ich mich beworben hatte, waren bei diesem Telefonat vertreten. Der Fokus des Gesprächs lag auf meinem Werdegang und der Vorstellung des Bereichs.

Nach dem erfolgreichen Telefoninterview fand ein zweitägiges Assessment Center statt. Am ersten Tag wurden das Unternehmen, der Bereich sowie das Trainee-Programm vorgestellt. Außerdem stand das gegenseitige Kennenlernen im Fokus. Abgerundet wurde der Tag mit einem gemeinsamen Abendessen. Tag zwei setzte sich aus verschiedenen Einzel- und Gruppenübungen zusammen, darunter zwei Rollenspiele, ein Persönlichkeitstest sowie eine Fallstudie auf Englisch.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess noch vor sich haben?

Seid authentisch! Es wird viel Wert auf Persönlichkeit gelegt. Und macht euch nicht zu viel Gedanken vorher! Ein AC wird häufig mit Stress für die Kandidaten verbunden. Bei Roche hingegen war ich sehr positiv von der angenehmen Atmosphäre überrascht.

Wie ist der grobe Ablauf deines Trainee-Programms bei Roche?

Das Programm ist auf zwei Jahre ausgelegt. Innerhalb dieses Zeitraums rotiert man als Start Up Teilnehmer hauptsächlich in einem Bereich durch verschiedene Abteilungen. Eine Station dauert in der Regel zwischen zwei und sechs Monaten.

Aber auch der Blick über den Tellerrand ist möglich. Neben Stationen in anderen Bereichen sind auch Projekte an unterschiedlichen Standorten eine Option. Ich persönlich war in der Wahl meiner Stationen sehr frei und wurde auch bei der Suche nach Projekten sehr gut unterstützt.

Wie sind bei Roche Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Besonders hilfreich ist für mich das Mentoren-Programm. Für jeden Start Up Teilnehmer ist als Mentor eine erfahrene Führungskraft eingeplant, die bei der fachlichen und persönlichen Entwicklung unterstützt.

Feedback bekommt man jedoch nicht nur durch das Mentoren-Programm. Nach Abschluss jedes Projekts findet eine Feedbackrunde mit dem jeweiligen Betreuer des Projekts statt und in Vorträgen in Leitungsteams wird die Projektarbeit nochmals geprobt.

„Training-off-the-job“ vs. „Training-on-the-job“ – Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis?

In meinem ersten Jahr habe ich in Summe etwa drei Wochen an Schulungen teilgenommen. Es gibt ein speziell ausgearbeitetes Schulungsprogramm für uns Start Up Teilnehmer. Darin sind zum Beispiel Seminare mit den Themenschwerpunkten Konfliktmanagement, Führen ohne disziplinarische Verantwortung und interkulturelle Kompetenz enthalten.

Zusätzlich hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, an Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Meine Aufgaben sind je nach Projekt sehr unterschiedlich. Ich hatte beispielsweise schon die Möglichkeit, im Information Management, Engineering, Fremdfirmenmanagement und im Einkauf zu arbeiten. Mal sind die Projekte strategischer, mal operativer ausgerichtet, mal steht der technische, mal der kommunikative Teil im Vordergrund. Allen Projekten gemein ist der Führungsaspekt. Als Projektleiter hat man fast immer Führung ohne disziplinarische Verantwortung. Eine sehr gute Vorbereitung für spätere Führungspositionen.

Ist während des Trainee-Programms ein Auslandsaufenthalt vorgesehen?

Ein Auslandsaufenthalt ist fest im Engineering-Programm eingeplant.

Für mich ging es neben den USA auch ins Headquarter von Roche in die Schweiz. So konnte ich nicht nur meine Wunschabteilungen im Ausland kennenlernen, sondern auch noch in meinen gewünschten Zielländern arbeiten.

Kulturelle Unterschiede in der Arbeitsweise und Eigenheiten der jeweiligen Standorte sind mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben. Zudem war es sehr hilfreich, um sein Netzwerk auch über die eigenen Standortgrenzen hinaus zu erweitern.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst du bei Roche pro Woche?

Ich kann mir meine Zeit relativ flexibel einteilen. Je nach Projekt können es zwar mal mehr als die vertraglich geregelten 40 Stunden pro Woche sein, aber das gleicht sich dann in ruhigeren Zeiten wieder aus. Insgesamt bin ich mit der Work-Life-Balance zufrieden.

Wer möchte, kann einen Teil des Gehalts in ein Langzeitkonto einzahlen. Das angesammelte Geld kann dann zu späterem Zeitpunkt zum Beispiel in Form eines langen Urlaubs eingelöst werden.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei Roche?

Die Arbeitsatmosphäre nehme ich persönlich als sehr angenehm wahr. Schon im Assessment Center wurde mir das Gefühl einer positiven Unternehmenskultur vermittelt. Dies kann ich nun nach einiger Zeit als Mitarbeiterin bestätigen. In den jeweiligen Abteilungen wurde ich stets sehr offen empfangen. Auch die Start Up Teilnehmer unter sich pflegen ein gutes Netzwerk. Sei es durch die gemeinsame Arbeit in Projekten, die Organisation großer Events oder einfach durch ein gelegentliches Feierabendbier.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt?

Das Trainee-Gehalt bei Roche empfinde ich als angemessen. Im Laufe der zwei Jahre gibt es regelmäßig eine performanceabhängige Gehaltsüberprüfung.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms bei Roche befristet?

Im Engineering Programm haben wir einen unbefristeten Vertrag. Zu Beginn des Trainee-Programms steht noch nicht fest, welche Stelle man nach Abschluss des Programms einnimmt. Doch genau das macht es spannend und bietet einem die Chance, das Unternehmen und die potenziellen Abteilungen erst einmal kennenzulernen, bevor man sich für eine Position entscheidet.

Was war (bisher) dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung?

Von einem Highlight kann ich ganz aktuell berichten. Wir hatten letzte Woche die Chance, den CEO kennenzulernen. Das Treffen war für mich sehr inspirierend und motivierend.

Auch im Arbeitsalltag erlebe ich immer wieder Highlights. Zumeist wird man sehr offen und erwartungsvoll in neuen Abteilungen willkommen geheißen und die getane Arbeit wird wertgeschätzt.

Wie geht es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm bei Roche weiter?

Die Zeit verging unglaublich schnell und ich bin inzwischen fast am Ende meines Start Up Programms angelangt. Voraussichtlich werde ich im Anschluss eine Führungsrolle übernehmen.

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Über den Autor

Bettina Wilde
Bettina Wilde
Bettina Wilde ist seit 2015 für das Content Team von TRAINEE-GEFLÜSTER an Bord. Als studierte Germanistin und Trainee-Expertin schreibt sie für ihr Leben gern und kümmert sich um alle wichtigen Fragen rund um das Thema Berufseinstieg.

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Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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