Erfahrungen als Trainee: Wacker Chemie AG.

Von Judith Hölling,

Julia Wiesbacher hat Politikwissenschaft und BWL studiert und ist dann als Trainee im Bereich Human Resources der WACKER Chemie AG eingestiegen. Im Interview mit Trainee-Geflüster gibt sie Einblicke in das Trainee-Dasein bei dem Chemiekonzern, redet über Arbeitsatmosphäre, Trainee-Gehalt und ihren Auslandsaufenthalt. Außerdem gibt sie Tipps für den Bewerbungsprozess.

Hallo Julia, wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle ab?

Der gesamte Prozess von der Bewerbung bis zur finalen Zusage hat nicht einmal zwei Monate gedauert. Die Bewerbung lief online und ganz unkompliziert über das WACKER-Karriereportal ab. Nach einem Telefoninterview kam die Einladung zum Auswahltag, bei dem meine Mitbewerber und ich verschiedene Übungen und Gespräche durchliefen und einige Vertreter der Personalabteilung kennenlernen durften. Sogar eine Werksrundfahrt war im Programm vorgesehen. Alles in allem war es sicherlich anspruchsvoll, aber die Atmosphäre stets angenehm.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess noch vor sich haben?

Zeig schon in deinen Bewerbungsunterlagen, dass du bereits viel kannst und erreicht hast, aber auch noch was lernen willst, dass du das Potenzial und den Willen hast, deinen Weg bei WACKER zu machen und dass du nicht nur mit deiner Performance überzeugen kannst, sondern auch eine starke Persönlichkeit mitbringst.

Wie ist der grobe Ablauf deines Trainee-Programms bei WACKER?

Das Programm ist insgesamt auf 18 Monate ausgelegt. Während dieser Zeit durchläuft man verschiedene Stationen innerhalb seines Fachbereichs. Dabei lernt man verschiedene Abteilungen und Standorte kennen und hat so die exklusive Möglichkeit, sich ein konzernweites Netzwerk aufzubauen. Übrigens ist auch eine Auslandsstation vorgesehen! Die Stationen dauern, je nach Projekt bzw. Aufgaben, zwischen drei und sechs Monaten. Im Laufe des Programms kann man sich auch selbst bei der Planung der Stationen einbringen. Das Ganze wird ergänzt durch diverse Seminare und Schulungen aus dem WACKER Bildungsprogramm.

Wie sind Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Zu Beginn des Programms gibt es eine Einführungs- und Orientierungswoche. Somit sind gleich die besten Startbedingungen geschaffen. Als Trainee bekommt man einen persönlichen Mentor oder eine Mentorin zur Seite gestellt, mit dem man sich jederzeit austauschen kann. Diesen Mentor stellt eine erfahrene Führungskraft aus dem Fachbereich des Trainees. Darüber hinaus gibt es auch Feedback von der jeweiligen Führungskraft, für die man während einer Station arbeitet. Auf diese Weise erhält man während der gesamten Trainee-Zeit diverse Einschätzungen, Tipps und Ratschläge von verschiedenen Seiten.

„Training-off-the-Job“ vs. „Training-on-the-Job“ – Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis bei WACKER?

Auf beides wird großen Wert gelegt: Die meiste Zeit arbeitet man sicherlich „on-the-job“ in der jeweiligen Station; das bedeutet, dass man sich gleich von Beginn an selbstständig einbringt und eigene Aufgaben und Verantwortung übernimmt – wobei man natürlich nie allein gelassen wird. Aber auch „off-the-job“ ist ein großes Thema. Es gibt nicht nur Seminare und Schulungen, die bereits vorab für die Trainees organisiert wurden, sondern man darf sich darüber hinaus aus dem (sehr vielfältigen!) Bildungsprogramm weitere Angebote aussuchen, um sein individuelles Qualifikationsprofil ideal zu ergänzen.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Das kommt ganz auf die Station an – ich habe zum Beispiel in der Personalbetreuung eigene Bereiche übertragen bekommen, für die ich die zuständige Ansprechpartnerin in allen HR-bezogenen Fragen war und bei denen ich unter anderem das Recruiting übernommen habe. In einer anderen Station habe ich bei Projekten im Zusammenhang mit Compensation & Benefits und Strategien sowie Grundsatzfragen in Sachen Personal mitgearbeitet. Ich denke, es wird deutlich, dass das Programm sehr umfassende Einblicke in die jeweiligen Bereiche bietet und man somit auch ganz unterschiedliche Aufgaben bearbeitet.

Welche Erfahrungen hast du während deines Auslandsaufenthaltes sammeln können?

Eine Auslandsstation ist fester Bestandteil des Trainee-Programms. Ich war in diesem Kontext für drei Monate in den USA. Dort durfte ich verschiedene WACKER-Standorte in Kentucky, Pennsylvania und Tennessee kennenlernen und mit einem Großteil des dortigen HR-Teams zusammenarbeiten, was eine sehr spannende Erfahrung war. Ich war vor Ort in verschiedene Themen der Personalbetreuung und -entwicklung eingebunden und habe darüber hinaus einige HR-Projekte bearbeitet. Was soll ich sagen – es war eine großartige Gelegenheit für mich.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst du pro Woche?

Ich kann bei WACKER meine Arbeitszeit flexibel gestalten, sodass ich zum Beispiel einen Ausgleich schaffen kann, wenn mal etwas mehr Arbeit angefallen ist. So lässt sich das Ganze für mich gut steuern.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei WACKER?

In jeder Station haben die jeweiligen Kollegen mich immer herzlich aufgenommen und mir die Chance gegeben, mich gut ins Team zu integrieren. Meine Kollegen hatten immer ein offenes Ohr für mich, wenn ich Fragen zu meinen Aufgaben hatte. Da ich dank des Trainee-Programms im Lauf der Zeit mit so vielen Kollegen zusammenarbeiten durfte, habe ich viele Beziehungen im Unternehmen aufbauen können. Auch zu den anderen Trainees habe ich nach wie vor viel Kontakt, auch privater Natur. Wir haben darüber hinaus Netzwerk-Treffen mit ehemaligen Trainees veranstaltet, die uns ebenfalls jederzeit mit Rat und Tat zur Seite standen.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt?

Das Trainee-Gehalt bei WACKER ist definitiv überdurchschnittlich im Vergleich zu anderen Trainee-Programmen. Viele andere Benefits sind nicht nur rein finanzieller Natur; WACKER bietet als Arbeitgeber eine Vielzahl an Leistungen, von der betrieblichen Altersvorsorge über das Fahrradleasing bis hin zur Bibliothek.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms befristet?

Ja, mein Trainee-Arbeitsvertrag ist auf die Laufzeit des Programms befristet, also 18 Monate. Allerdings wurde schon bei der Einstellung über potenzielle Übernahmemöglichkeiten gesprochen. Wenn es von beiden Seiten passt, ist das Ziel des Programms sicherlich die Übernahme als feste Mitarbeiterin.

Was war (bisher) dein persönliches Highlight in der WACKER Trainee-Ausbildung?

Jede Station hatte ihre Highlights, generell kann ich aber sicherlich die Auslandsstation besonders hervorheben. Ein tolles Erlebnis – sowohl in Bezug auf die Arbeit als auch in persönlicher Hinsicht.

Wie geht es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm weiter?

Ich möchte gerne bei WACKER bleiben. Aktuell laufen Übernahmegespräche.


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