Erfahrungen als Trainee: Mars HR Traineeprogramm

Mareike de Boer (27) hat vor ihrem Einstieg als Trainee bei Mars den Bachelor of Science in Psychologie an der Universität Basel, sowie den Master of Science in Organisationswissenschaften an der Universität Tilburg in den Niederlanden gemacht. Im Interview mit dem TRAINEE-GEFLÜSTER gibt  sie Einblicke in den Auswahlprozess, die Programminhalte und das Gehalt in Ihrem Trainee-Programm bei Mars im Management Development mit dem Schwerpunkt Human Resources.

Hallo Mareike, wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle bei Mars ab?

Nachdem ich mich über die Internetseite von Mars auf die Stelle beworben habe, wurde ich direkt nach Verden ins Büro zu einem Interview eingeladen. Dort hatte ich mit der Recruiterin ein einstündiges Gespräch, bei dem es um allerlei Fragen zu meinem Lebenslauf ging.

Wie ging es dann weiter?

Nach dem Gespräch hat man mich zum Auswahlverfahren eingeladen. Die Einzelheiten dazu wurden mir wenige Tage später per E-Mail mitgeteilt. Das Assessment Center beinhaltete eine Selbstpräsentation, einen Business Case, eine Gruppenaufgabe und ein persönliches Interview. Am Morgen nach dem AC habe ich dann die finale Zusage bekommen.

Worauf kommt es im Auswahlprozess für die Stelle Deiner Meinung nach besonders an?

Meiner Meinung nach geht es um eine authentische Persönlichkeit, hohe Selbstreflektion und eine hohe Lernfähigkeit. Es geht nicht um gewünschte und nicht gewünschte Antworten. Außerdem kann auch mal eine Aufgabe schief laufen und nicht so gut gelöst sein. Solange der Bewerber im Anschluss klar reflektieren kann, was gut lief, was nicht gut lief und was er das nächste Mal anders machen würde, ist das kein Problem.

Wie ist der grobe Ablauf Deines Trainee-Programms bei Mars?

Das Programm dauert drei Jahre. Alle 12 Monate wechselt man das Assignment. Es wird je nach Angebot, den Interessen des Trainees und den Entwicklungsmöglichkeiten ausgewählt. Dies kann einen sowohl in eine andere Abteilung, ein anderes Segment, einen anderen Standort oder auch ein anderes Land führen. Im Regelfall verbringt man sein Traineeship am Standort, für den man sich beworben hat. Das ist aber nicht fest vorgeschrieben und entscheidet sich immer individuell.

Was sind Deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten in dem HR Trainee-Programm?

In meinem ersten Jahr habe ich an einem europäischen Talent Management Projekt gearbeitet. Hier konnte ich mein Netzwerk innerhalb Mars global ausbreiten. Ich habe sowohl mit Talent Managern der europäischen Länder gesprochen, als auch globale Talent Directors kennengelernt. Hierbei habe ich ein Projekt initiiert, und die Konzept- und Prozessgrundlagen gelegt.

In meinem zweiten Jahr habe ich einen Einblick in die operative Arbeit im lokalen deutschen Markt bekommen. Ich war als HR Business Partner zuständig für die Logistik und die IT. Dort habe ich sämtliche Prozesse von Recruitment über Performance Management bis HR Development begleitet. Außerdem habe ich auch ein Employer Branding Projekt übernommen. Als drittes Assignment gehe ich in die Logistik.

Welche Eigenschaften sollte man Deines Erachtens für die Trainee-Stelle bei Mars mitbringen?

Wir haben bei Mars unterschiedliche fachliche und persönliche Kompetenzen für Trainees definiert, die wir während des Programms entwickeln wollen. Kurz und knapp zusammengefasst: Man braucht einen kritischen und schnellen Kopf, ein Geschick im Umgang mit Menschen und – das wohl wichtigste – den starken Willen, an sich zu arbeiten und sich immer weiter zu entwickeln.

Finden in dem Programm auch sogenannte „off-the-job-trainings“ zur persönlichen Weiterbildung statt?

Jedes Assignment hat Pflichttrainings. Hierbei handelt es sich um Trainings zu den Geschäftsfinanzen, zur Gesprächsführung und zum Projektmanagement. Man kann auch an Trainings zu anderen fachlichen Bereichen teilnehmen.

Wie sind die Betreuung und das Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Jeder Trainee hat vier formale Ansprechpartner: den Vorgesetzten, unsere Betreuerin in der Personalabteilung, unseren Mentor sowie einen Buddy innerhalb der Trainee-Gemeinschaft.

In jedem Assignment ist der Vorgesetzte die Person, mit der man eng seine funktionalen Ziele, aber auch die Entwicklung bespricht. Unsere Traineebetreuerin, die wir bereits aus dem Einstellungsprozess kennen, steht uns bei allen Detailfragen mit Rat und Tat zur Seite. Der Buddy ist ein Kollege aus der Traineecommunity, der uns von Tag eins dabei hilft, bei Mars weiter zu kommen. Er oder sie unterstützt die neuen Trainees, sich in den Kreis der Trainees zu integrieren und sich bei Mars in den ersten Monaten einzuleben. Nach der ersten Einfindungsphase ist und bleibt der Buddy für viele Trainees weiterhin die Person, mit der man Herausforderungen bespricht, vor denen man steht, und Ratschläge aus Trainee-Sicht einholt.

Wer ist Dein Mentor?

Der Mentor kommt aus dem Direktorenkreis. Mein Mentor ist der CFO des deutschen Marktes. Es ist großartig, eine Person zu haben, an die man nicht direkt berichtet und die auch nicht im gleichen Fachbereich ist. Hier kann man Themen, ob funktional oder persönlich, aus einer anderen Perspektive betrachten, besser den Überblick behalten und auch die Entwicklung über die Assignments hinweg besprechen.

Wie intensiv ist der Kontakt zu den anderen Trainees bei Mars?

Sehr intensiv. Wir sind mehr Freunde als Kollegen. Alle Trainees am Standort in Verden leben in Bremen und gehen sehr oft gemeinsam nach Feierabend etwas trinken oder essen und organisieren Wochenendausflüge außerhalb des Trainee-Programms. Außerdem halten wir jedes halbe Jahr ein Traineemeeting ab. Dazu sind alle Mars-Trainees Deutschlands segmentübergreifend eingeladen. Hin und wieder haben wir auch Gasttrainees aus anderen Ländern. Bei diesen Meetings diskutieren wir mit Senior Managern über Themen wie Change, Authentizität oder Führung.

Was war bisher Dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung?

Im ersten Assignment habe ich ein Projekt initiiert. Das Briefing war sehr offen und frei. Es hat sich mehr um das Problem der Dokumentation gedreht und noch keine Lösungen beinhaltet.

Also habe ich mich dem angenommen und gedacht: Dieses Problem anzugehen birgt so viele Chancen für eine moderne, nachhaltige Neuausrichtung unserer Recruitmentstrategie. Also habe ich dazu ein Konzeptvorschlag geschrieben, Systemunterstützung angefragt und Prozesse vorbereitet. Als ich dann mit unseren Vice President HR Europa bei einem Mittagessen darüber gesprochen habe, war er von der Idee begeistert und hat das Thema sofort auf die europäische Agenda gesetzt. Von einem Tag auf den anderen war es zu einem europäischen Projekt geworden. Das habe ich zu Beginn des Projekts nicht für möglich gehalten. Das Learning, dass ich hieraus gezogen habe: Die Freiheit, die man hier bekommt, muss man einfach nur nutzen und die Verantwortung wahrnehmen. Dann kann man dauernd Hightlights kreieren.

Hand aufs Herz: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst Du pro Woche

Tatsächlich 40. Klar gibt es mal mehr – aber auch mal weniger zu tun. Bei Mars stempeln wir alle ein und aus. Jeder hat ein Zeitkonto, auf dem Überstunden gutgeschrieben werden. Sollte ich mal eine Zeit lang mehr als 40 Stunden pro Woche gearbeitet haben, kann ich es in ruhigeren Phasen mit den Überstunden ausgleichen.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt bei Mars?

Ich bin mit knapp unter 50.000 Euro (inkl. Bonus) gestartet. Mit jedem weiteren Assignment erhöht sich das Gehalt in Abhängigkeit von der Leistung, die man erbracht hat um fünf bis sieben Prozent. Zudem hat jeder Mitarbeiter bei Mars mindestens 30 Tage Urlaub, eine berufliche und private Unfallversicherung und kann vergünstigt in der Kantine einkaufen und essen. Auch wenn wir Hochschulabsolventen vielleicht jetzt noch nicht groß an die Rente denken, ist ein attraktives Altersvorsorgeprogramm neben dem Gehalt definitiv auch ein wichtiger Punkt.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms befristet?

Ja, der Arbeitsvertrag ist auf drei Jahre befristet. Es gibt regelmäßig Feedbackgespräche und formelle Entwicklungs-Reviews. Es sollte sich also früh zeigen, ob Mars als Unternehmen und der Trainee zusammenpassen. In den letzten zehn Jahren hat jeder Trainee, der das Programm erfolgreich absolvierte, auch ein Angebot zur Weiteranstellung bekommen.

Wie geht es für Dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm bei der Mars weiter?

Ich komme nun in mein drittes Assignment. Sollte das Feedbackgespräch am Ende des Assignments gut verlaufen, bekomme ich eine Managementposition angeboten. Dies kann in unterschiedlichen Bereichen stattfinden. Ich habe natürlich gewisse Wünsche und Vorstellungen. Jedoch konzentriere ich mich nun erstmal auf meine Entwicklung in den nächsten zwölf Monaten und mache mir um die Anschlussposition erst konkrete Gedanken, wenn es relevant wird. Dann werde ich mit meinem Vorgesetzten, der Personalabteilung und dem Senior Management ins Gespräch gehen und ausloten, welche Möglichkeiten aktuell sind und welche ich mir gut vorstellen kann. Aber bis dahin fließt noch viel Wasser die Aller entlang, wie man hier in Verden sagt.

>> Weitere Informationen zum Einstieg als Trainee bei Mars

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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