Erfahrungen als Trainee bei der FDM Group: Insider-Interview.

Von Bettina Wilde,

Ein unbefristeter Arbeitsvertrag, eine sehr angenehme Arbeitsatmosphäre und ein lehrreicher Auslandsaufenthalt – das ist längst noch nicht alles, was Beqir Maliqi an seinem Trainee-Programm bei der FDM Group schätzt. Im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER gibt er Insider-Tipps für den Auswahlprozess, spricht über seinen Arbeitsalltag als Business Analyst/Solution Manager und verrät, wie es um das Trainee-Gehalt bei FDM steht.

Hallo Beqir, wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle bei der FDM Group ab?

Das Auswahlverwahren setzt sich aus einem Telefon-Interview und einem eintägigen Assessment Center zusammen.

Meine Bewerbungsunterlagen habe ich per E-Mail eingereicht. Nach wenigen Tagen habe ich bereits eine E-Mail mit einer Einladung für ein Telefon-Interview erhalten. Dieses fand eine Woche später statt. Das Gespräch dauerte circa 30 Minuten und es war ein klassisches Job-Interview mit typischen Fragen: Stellen Sie sich kurz vor, wieso haben Sie sich für uns und diese Stelle entschieden, was sind Ihre Stärken/Schwächen usw. Ein Teil des Interviews wurde auf Englisch geführt. Nach meinen Fragen wurde mir erklärt, wie es weitergehen würde, wenn sich FDM dafür entscheidet, mich in die engere Auswahl zu nehmen. Da sich die Großkunden von FDM auf die DACH Region verteilen, wurde die persönliche Flexibilität besprochen. Die Atmosphäre während des Gesprächs war sehr angenehm und auf Augenhöhe.

Ebenfalls nach wenigen Tagen habe ich ein Feedback zum Telefon-Interview erhalten sowie eine Einladung zum Assessment Center. Das Assessment Center fand circa anderthalb Wochen nach dem Erhalt der Einladung statt. Es teilt sich in vier Teile auf: Am Anfang stellt FDM sich und das Trainee-Programm vor. Im Anschluss folgt ein kognitiver Matrix-Test am Laptop. Danach bearbeitet man selbständig eine Aufgabe und stellt diese zwei FDM-Mitarbeitern vor. Am Ende gibt es noch ein typisches Vorstellungsgespräch mit einem Mitarbeiter. Die FDM-Mitarbeiter legen großen Wert darauf, dass man sich wohlfühlt, und sorgen dafür, dass man nicht angespannt und nervös ist. 

Am nächsten Tag erhält man direkt das Feedback zum Assessment Center sowie die endgültige Entscheidung. Alles in allem dauerte der Bewerbungsprozess circa drei bis vier Wochen.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess noch vor sich haben?

Seid euch eurer Stärken und Schwächen bewusst! Was könnt ihr besonders gut? Was hebt euch von anderen ab? Wichtig ist, dass ihr immer Beispiele aus eurem Studium, Praktikum oder Alltag dazu nennt! Nennt bewusst Entwicklungsfelder, in denen ihre wachsen möchtet. Sagt, was ihr jetzt noch nicht könnt, aber sehr gerne in Zukunft lernen möchtet. Das signalisiert Neugier und Bereitschaft. 

Außerdem solltet ihr euren Lebenslauf sehr gut kennen! Was habt ihr gemacht? Wieso habt ihr das gemacht? Was habt ihr daraus gelernt? Begründet, wieso die ausgeschriebene Stelle für euch in Frage kommt: Was bringt ihr für diese Stelle mit? Wieso passt euer Studium zu dieser Stelle? Was für Soft Skills bringt ihr mit?

Und ganz wichtig: Seid authentisch und fühlt euch wohl damit, wer ihr seid!

Wie ist der grobe Ablauf deines Trainee-Programms bei FDM?

Das Trainee-Programm setzt sich aus einem Basis- und Fortgeschrittenen-Training zusammen und dauert insgesamt drei Monate. Das Basis-Training, das in Frankfurt stattfindet, durchlaufen alle Trainees. Hier erarbeitet man sich mit den anderen Trainees und einem Trainer Business-Grundkenntnisse. Diese reichen von SQL und Excel bis zu "Dresscode - Dos and Dont's". Speziell für Naturwissenschaftler, die bisher wenig mit der Wirtschaft zu tun hatten, finde ich diese Kurse sehr hilfreich, da man hier wichtige Grundlagen und Verhaltensregeln lernt und Fragen stellen kann, die einem eventuell unangenehm im Büro wären.

Im Anschluss beginnt das Fortgeschrittenen-Training. Dieses findet je nach Trainee-Programm in London, Glasgow, Leeds oder Frankfurt statt. Hier lernt man vertieftes Wissen, zugeschnitten auf das jeweilige Trainee-Programm. Die Kurse werden immer von einem Trainer geleitet und bestehen aus Vorlesungen, Einzel- und Gruppenübungen, Präsentationen und abschließendem Test. In allen Kursen wird darauf geachtet, dass die Trainees alles verstanden haben. Insbesondere wird großer Wert darauf gelegt, dass alle Trainees aktiv mitmachen und sich einbringen. Dadurch lernt man Verantwortung für sich und Andere zu übernehmen und simuliert Arbeitseinsätze. Alle Kurse werden auf Englisch gehalten.

Wie sind Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Jede Woche bekommt man einen Trainer für seinen Kurs zugeordnet. Dieser ist Ansprechpartner für Fragen. Ferner kann man sich immer an andere Trainees, Consultants oder Alumni bei Fragen wenden.

„Training-off-the-job“ vs. „Training-on-the-job“ – Wie ist bei FDM das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Das Training-Programm ist off-the-Job. Man durchläuft verschiedene Kurse und macht diverse Zertifikate. Das Gelernte wird immer an realen Fallbeispielen angewendet. In allen Kursen wird der Arbeitsalltag simuliert und darauf geachtet, dass man ein sehr gutes Verständnis von seinen zukünftigen Einsätzen hat. Nach dem Trainee-Programm folgt der Kundeneinsatz. 

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Requirements Engineering! Ich arbeite als Business Analyst für ein IT-Unternehmen in einem Scrum Team. Unser Kunde ist eine Großbank. Zu meinen Aufgaben gehört es, alle Anforderungen für ein System zu analysieren. Dabei identifiziere ich Kundenanforderungen und Wünsche. Ich sitze gemeinsam mit Kunden an einem Tisch und ermittele ihre Wünsche an ein System. Dabei ist es essenziell, die Kundensichtweite zu verstehen.

Auf der anderen Seite gilt es, alle Anforderungen an die IT zu formulieren und gemeinsam mit den Entwicklern auszuarbeiten und umzusetzen. Wenn es zu Schwierigkeiten, Verzögerungen oder Sonstigem kommt, muss ich das unseren Kunden mitteilen. Ich bin also ein Vermittler zwischen Business und IT.

Welche Erfahrungen hast du während deines Auslandsaufenthaltes sammeln können?

Neben den zahlreichen Kursen, die ich während meines Auslandsaufenthaltes absolvieren konnte, habe ich vor allem mein Englisch und meine zwischenmenschlichen Fähigkeiten verbessern können. Wir waren Trainees aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Werdegängen und ich konnte die Zeit nutzen, zu allen ein professionelles Arbeitsverhältnis aufzubauen. Zu vielen Trainees, die ich kennengelernt habe, habe ich nach wie vor Kontakt. Das ist auch etwas, was ich gelernt habe: mir ein Netzwerk aufbauen und es pflegen.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst du pro Woche?

Ich habe eine vorgeschriebene 37,5-Stunden-Woche mit flexiblen Arbeitszeiten. Im Schnitt komme ich auf 42 Stunden pro Woche.

Pro Jahr habe ich 30 Urlaubstage zum Genießen.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei der FDM Group?

Die Arbeitsatmosphäre ist sehr angenehm. Über Neuigkeiten im Unternehmen wird man informiert und alle paar Wochen meldet sich das Büro aus Frankfurt, um sich über das persönliche Wohlempfinden zu informieren. Daneben kann man sich jederzeit an das Büro in Frankfurt mit Fragen und Unklarheiten wenden. Die persönlichen Anliegen werden immer sehr freundlich und kompetent geklärt.

Zu anderen Trainees hat man entweder vor Ort beim Kunden Kontakt oder per E-Mail.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt?

Das Trainee-Gehalt ist sehr fair und deckt alle Kosten, die während des Trainings entstehen. Ferner werden Spesen wie Hotelkosten, Fahrkarten, Mahlzeiten erstattet.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms bei FDM befristet?

Man erhält von Beginn an einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Die Übernahmechancen von der Kundenseite sind sehr groß und nahezu alle Trainees werden vom Kunden übernommen.

Was war (bisher) dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung?

Highlights gab es viele. Besonders genossen habe ich mein Training in Glasgow. Das Arbeiten in einem internationalen Team, in einem anderen Land sowie die engagierten Trainer haben dafür gesorgt, dass ich jeden Tag gerne zur Arbeit gegangen bin und mich weiterentwickeln konnte.

Wie geht es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm bei FDM weiter?

Derzeit bin ich auf einem Kundeneinsatz. Jetzt heißt es, alles, was ich gelernt habe, umzusetzen. Ich konzentriere mich voll und ganz auf meine Aufgaben und bringe mich voll ins Team ein, um für den Erfolg des Projektes zu sorgen.


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