Erfahrungen als Commercial Trainee bei Dr. Oetker.


Hallo Anja, wie lief der Auswahlprozess für die Trainee-Stelle ab?

Mitte August 2019 bewarb ich mich bei Dr. Oetker auf die ausgeschriebene Stelle als International Commercial Trainee für den Start ab Anfang 2020. Zunächst reichte ich meine Bewerbungsunterlagen im Online-Bewerbungsportal von Dr. Oetker ein und merkte mir direkt das Datum für den Recruiting Day vor. Etwa zwei Wochen vor dem Auswahltag erhielt ich von der Personalabteilung die Zusage und wurde dazu eingeladen, eine fünfminütige Selbstpräsentation auf Englisch zu halten.

Der Auswahltag fand in den Räumlichkeiten von Dr. Oetker in Bielefeld statt. Insgesamt waren wir zehn Bewerber_innen* von Dr. Oetker waren verschiedene Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich People and Culture sowie den Fachabteilungen anwesend.

Wir starteten mit einer gemeinsamen Vorstellungsrunde und unserer Präsentation, gefolgt von einer kurzen Q&A-Runde pro Teilnehmer. Der Rest des Tages war für drei Einzelgespräche à 15 Minuten sowie eine Gruppenaufgabe zu einem aktuellen Projekt bei Dr. Oetker mit anschließender Präsentation und Diskussion der Ergebnisse im Plenum vorgesehen.

Zwischen den Einzelgesprächen hatten wir kurze Pausen und konnte diese nutzen, um aktuellen bzw. ehemaligen Trainees all die Fragen zum Trainee-Programm zu stellen, die uns auf der Seele brannten. Aufgelockert wurde der Tagesablauf durch ein gemeinsames Mittagessen im Mitarbeiterrestaurant sowie einen kurzen Besuch der Dr. Oetker Welt.

Die Atmosphäre am Auswahltag war sehr angenehm. Ich fühlte mich willkommen, gut aufgehoben und hatte zu jeder Zeit den Eindruck, dass Dr. Oetker ein wirkliches Interesse daran hatte, mich als Person kennenzulernen. Außerdem konnte ich mich stets authentisch geben und fühlte mich von Anfang an in meiner Vorstellung bestärkt, bei Dr. Oetker als Trainee anfangen zu wollen. Über die Zusage habe ich mich dann umso mehr gefreut!

Bei jeder bisherigen Station übernahm ich verantwortungsvolle Projekte, innerhalb derer ich sehr selbstständig agieren konnte.
Anja Mensing, International Commercial Trainee, Dr. Oetker

Kannst du ein absolutes Insight nennen?

Wie oben bereits erwähnt, gab es während des Recruiting Days mehrere Gespräche. Dafür hat es oberste Priorität, sich selbst als Person gut reflektieren und seine bisherigen Stationen und Entscheidungen im Leben erklären zu können.

Dazu gehört auch die Fähigkeit, kritisch mit seinem CV umgehen zu können, zum Beispiel warum man Umwege gegangen ist, um dort zu sein, wo man heute ist. Dadurch wirkt man glaubwürdig und sympathisch.

Eine gute Kenntnis der eigenen Stärken und Schwächen, erläutert anhand von Erfahrungen, die man gewonnen hat, ist Voraussetzung. Zudem sollte man sich vorab gründlich mit Dr. Oetker, den Produkten, der Zielgruppe und aktuellen Entwicklungen, das gilt auch für die Oetker-Gruppe, beschäftigen. Und man sollte sich bewusst darüber sein, warum man sich für ein Trainee-Programm und für Dr. Oetker als Arbeitgeber entschieden hat.

Innerhalb der Einzelgespräche wird außerdem eine Aufgabe gestellt, auf die man sich inhaltlich vorab nicht wirklich vorbereiten kann. In meinem Fall musste ich die Schritte einer Neuproduktentwicklung von der Idee bis zur Vermarktung darlegen. Aus eigener Erfahrung kann ich empfehlen, den gesunden Menschenverstand einzusetzen und sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, wenn man sich mal unsicher fühlen sollte. Eine gute Kenntnis von Dr. Oetker als Nahrungsmittelhersteller ist auch für die Fachaufgabe unerlässlich.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben als Trainee?

Meine Aufgaben als Trainee sind vielfältig. Bislang habe ich das internationale Marketing für Pizza, das deutsche Marketing für die Frische, die Produkt-PR, die Personalabteilung und das Business Development Management für Nährmittel kennen gelernt.

Je nach Einsatzgebiet fallen meine Aufgaben eher kreativ, wie im Marketing, oder analytisch, wie im Business Development Management aus. Kürzlich habe ich meinen dreimonatigen Außendienst-Einsatz in der Region Bonn begonnen und lerne damit das praktische Geschäft vor Ort im Lebensmitteleinzelhandel kennen, wo sich Tag für Tag entscheidet, ob unsere Produkte weiterhin den Bedürfnissen und Wünschen unserer Verbraucherinnen und Verbraucher entsprechen.

Bei jeder bisherigen Station übernahm ich verantwortungsvolle Projekte, innerhalb derer ich sehr selbstständig agieren konnte. Infolge dessen habe ich nicht nur das Portfolio von Dr. Oetker, sondern auch die verschiedenen Aufgabenbereiche, die für mich später infrage kommen könnten, intensiv kennen gelernt.

Wie hoch ist dein Trainee-Gehalt bei Dr. Oetker?

Mein Einstiegsgehalt betrug ca. 52.000 Euro. Dazu kommen vielfältige Corporate-Benefit-Angebote, zum Beispiel die Möglichkeit, im unternehmenseigenen Dr. Oetker Shop preisgünstig Dr. Oetker Produkte zu erwerben. Außerdem wird im Mitarbeiterrestaurant täglich frisch, lecker und gesund gekocht.

Und wie steht es um deine Work-Life-Balance?

Die Arbeitszeit ist tariflich geregelt und liegt bei 37 Stunden pro Woche. Je nach Abteilung können die Arbeitszeiten auch schwanken, da man als Trainee voll integriert ist und manche Projekte auch mal mehr Einsatz erfordern.

Insbesondere das Trainee-Projekt, an welchem man zusätzlich zu seinem täglichen Business arbeitet, verlangt viel Engagement. Da die Arbeitszeit bei Dr. Oetker einem Gleitzeitmodell folgt, kann für Überstunden Zeitausgleich genommen werden.

Vertraglich stehen jedem Trainee 30 Tage Jahresurlaub zu, die man sich frei einteilen kann, natürlich in Rücksprache mit dem oder der Vorgesetzten und dem Team der jeweiligen Fachabteilung.

Wie ist der Kontakt zu den Kollegen und anderen Trainees?

In allen Bereichen habe ich die Arbeitsatmosphäre als äußerst kollegial empfunden. Ich fühle mich sowohl von den Führungskräften ernst genommen als auch gut in die Teams integriert.

Tatsächlich habe ich mein Trainee-Programm zwei Monate, bevor viele von uns aufgrund von Corona mobil von zu Hause gearbeitet haben, gestartet. Auch, wenn diese Situation die Integration in neue Teams verändert hat, haben alle Abteilungen darauf geachtet, mich als neues Teammitglied bestmöglich einzuarbeiten, was auch durchweg gelungen ist.

Um die virtuelle Arbeit bestmöglich zu gestalten, arbeiten wir mit ganz unterschiedlichen Methoden und Systemen, wie Videotelefonie und cloudbasierte Lösungen. Virtuelle Workshops werden durch Umfragen ergänzt und manche Teams nutzen auch agile Methoden wie Kanban oder die Retroperspektive.

Insbesondere das Netzwerk aus aktuellen und ehemaligen Traineeshat mir den Einstieg bei Dr. Oetker und den Umzug nach Bielefeld erleichtert. Wir verstehen uns richtig gut und unternehmen viel gemeinsam, auch wenn die Corona-Situation nicht immer alles zulässt. Der Austausch untereinander ist dank anderer Technologien dennoch rege und vor allem hilfreich, weil wir uns gegenseitig die besten Berater sind.

Wie geht es für dich nach dem Trainee-Programm bei Dr. Oetker weiter?

Der Trainee-Vertrag ist generell von Beginn an unbefristet, weshalb ich mich auf eine Festanstellung nach dem Programm verlassen kann. Ich persönlich steuere eine Position im Marketing oder Vertrieb an. Welche es am Ende sein wird und ob sie international ausgerichtet ist oder nicht, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.

Was war denn bisher dein persönliches Highlight als Trainee?

Am meisten Spaß gemacht hat mit bisher die Entwicklung, Umsetzung und Veröffentlichung von leckeren Rezeptideen für unseren Dr. Oetker High Protein Pudding.

Außerdem bereitet es mir große Freude, gemeinsam mit einer Trainee-Kollegin das großartige Instagram-Team, bestehend aus unseren Auszubildenden und der Personalabteilung, zu unterstützen und den Dr. Oetker Karriere-Instagram-Kanal mit interessantem Content aus dem „Daily Business“ eines Trainees zu füllen.

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