Erfahrung als Trainee: Texas Instruments Deutschland

Erfahrung als Trainee: Texas Instruments Deutschland

Claudia Stiebritz hat Wirtschaftsingenieurwesen an der HTW Dresden studiert bevor sie als Trainee im Technical Sales bei Texas Instruments eingestiegen ist. Im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER berichtet sie von dem Auswahlverfahren, dem Ablauf des Trainee-Programms und ihren Aufgaben in dem Technologieunternehmen.

Hallo Claudia, wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle bei Texas Instruments ab?

Insgesamt hat es vier Monate gedauert vom Versand meiner Bewerbung bis zur endgültigen Zusage für die Stelle. Dabei war der Zeitraum zwischen dem ersten Gespräch und der Zusage sehr kurz. Das erste Telefongespräch war ein reines HR-Interview, wo Fragen zu Lebenslauf und Studium gestellt wurden. Im Anschluss wurde mir mitgeteilt, dass ich innerhalb der nächsten Tage den Termin für mein technisches Telefongespräch bekomme – dies geschah auch innerhalb weniger Tage. Der Fokus meines Studiums lag nicht ausschließlich auf Elektrotechnik und ich hatte keine Vorstellung, was genau wichtig für die Stelle war, deshalb dieses Gespräch meine erste kleine Herausforderung war. Im Vergleich zum HR-Interview lief dieses auch bei Weitem nicht so gut: Mein Interviewpartner hat mir während unseres einstündigen Gesprächs viele Dinge erklären müssen. Trotzdem lud er mich am Ende unseres Telefonats zu einem Assessment Center bei Texas Instruments in der kommenden Woche ein und gab mir noch ein paar nützliche Tipps zur Vorbereitung hierfür.

In der darauffolgenden Woche fuhr ich nach Freising zum Assessment Center. Der Tag begann um 8.00 Uhr mit einer kurzen Vorstellungsrunde, wobei ich die anderen sechs Bewerber sowie die Mitarbeiter von TI kennenlernte. Das Assessment Center wurde auf Englisch durchgeführt, da die Bewerber aus ganz Europa kamen. Nach der Vorstellungsrunde gab es eine kurze Präsentation zu Texas Instruments sowie allgemeine Fragen über TI an alle Bewerber. Anschließend durfte jeder Bewerber eine zehnminütige Präsentation halten, die man vorab zu einem selbstgewählten Thema vorbereitet hatte. Nach den Präsentationen wurde eine Art Gruppenaufgabe gemacht, wobei es hier weniger um die richtige Lösung, als um das Verhalten des Einzelnen innerhalb der Gruppe ging. Nach diesem ersten Teil des Tages haben wir gemeinsamen in der TI-Kantine mittaggegessen, wo man sich mit den anderen Bewerbern und TI-Mitarbeitern unterhalten konnte.

Der Nachmittag setzte sich aus drei halbstündigen Interviews zusammen: einem Verkaufs-, Technik- und HR-Gespräch. Das HR-Gespräch fand ich rückblickend am schwierigsten, da mir dieses Mal explizite Fragen zu meiner persönlichen Einschätzung des Tages gestellt wurden. Weil sich Eigen-und Fremdwahrnehmung unter Umständen unterscheiden, ist es dabei wichtig ist, sich selbst realistisch einzuschätzen. Zurückblickend hat mir das Assessment viel Spaß gemacht und ich würde es definitiv wieder machen, obwohl ich persönlich Assessment Centern eher kritisch gegenüberstehe.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess bei TI noch vor sich haben?

Wichtig ist meiner Meinung nach, sich nicht zu verstellen, sondern man selbst zu bleiben. Bei Texas Instruments zählt nicht nur die technische, sondern auch die soziale Kompetenz. Zudem muss man auch nicht alles sofort im Detail wissen, sondern kann auch ehrlich zugeben, wenn man etwas nicht weiß! Davon abgesehen, sollte man sich trotzdem wie auf jedes andere Gespräch vorbereiten: Also die Eckdaten zum Unternehmen, die Produkte, geschichtliche Aspekte, etc. wissen.

Wie ist der grobe Ablauf deines Trainee-Programms bei TI?

Das Trainee-Programm bei TI dauert circa acht Monate und unterteilt sich in drei Rotationsphasen. In den ersten zwei Monaten ist man in einem Vertriebsbüro. In der zweiten Phase geht es nach Freising in die Abteilung Customer Service und Pricing, um ein besseres Verständnis für die internen Prozesse zu bekommen. Zudem arbeitet man später im Vertrieb eng mit diesen beiden Bereichen zusammen, daher ist es gut, deren Daily Business zu verstehen. Die dritte und damit letzte Rotation verbringt man in Dallas – während dieser Zeit arbeitet man im Produkt Marketing einer Produktgruppe. Über den gesamten Zeitraum des Trainee-Programms nimmt man regelmäßig an Schulungen teil, in welchen die verwendeten Programme und Abläufe erklärt werden. Dabei wird zum Beispiel auf Zeitmanagement und das Halten von Präsentationen eingegangen.  

Wie sind bei Texas Instruments Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Zu Anfang nimmt man als Trainee an Schulungen teil, um die Zusammenhänge besser zu verstehen. Während jeder Rotation wird man von einem Coach des jeweiligen Bereiches betreut, der einen bei der operativen Arbeit unterstützt. Des Weiteren gibt es bei TI ein Buddy-Programm – der Buddy zeigt einem den Arbeitsplatz, das Gebäude, etc. und steht bei Fragen ausserhalb des Jobs unterstützend zur Seite. In Bezug auf Feedback habe ich schnell festgestellt, dass dieses bei TI kontinuierlich gegeben wird. Es ist jederzeit möglich und gewünscht, sich von seinem Vorgesetzten bzw. Kollegen Feedback einzuholen. Meiner Meinung nach ist es eine gute Möglichkeit, sich verschiedene Ansichten einzuholen und an seinen eigenen Potenzialen zu arbeiten.

„Training-off-the-job“ vs. „Training-on-the-job“ – Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Das Verhältnis ist sehr ausgeglichen. Man nimmt zu Anfang an vielen Trainings teil, um besser zu verstehen, was die genauen Aufgaben sind. Danach hat man die Möglichkeit, dieses Wissen in der Praxis anzuwenden und wird dabei von Teammitgliedern des jeweiligen Bereiches unterstützt.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Durch die drei verschiedenen Assignments sind die Aufgabenbereiche sehr vielfältig. Im Vertriebsbüro bekommt man einen virtuellen Account zugewiesen. Bevor ich angefangen habe, konnte ich mir unter dem Begriff eines virtuellen Accounts nicht so richtig etwas vorstellen. Im Endeffekt ist er die Abbildung eines existierenden TI-Kunden. Man nimmt Anpassungen vor, ruft Projekdaten ab und sieht die bereits erwirtschafteten Umsätze ein. Wichtig hierbei ist, dass die Anpassungen keinen Einfluss auf den wirklichen Account haben. Ich finde diese Herangehensweise sehr gut, da man so ein Gefühl für die Programme und einen speziellen Kunden bekommt. Hilfreich hierbei ist, dass der eigentliche Account Manager des virtuellen Kunden auch im selben Sales Office arbeitet und man somit jederzeit Fragen stellen oder eine geplante Vorgehensweise besprechen kann.

Den zweiten Teil des Trainee-Programmes verbringt man im Pricing und Customer Service, hierbei wird man komplett in die Arbeitsabläufe der beiden Abteilungen eingewiesen. Persönlich finde ich es eine gute Gelegenheit, um einmal die andere Seite kennenzulernen und zu sehen, wie aufwendig viele der Aufgaben sind. Zudem lernt man die Kollegen, mit denen man später direkt zusammenabeiten wird, persönlich kennenlernen und versteht deren Erwartungen an den Vertriebler. Über die Aufgaben der letzten Rotation kann ich bisher nicht viel sagen, da ich erst noch nach Dallas fliegen werde. Allerdings habe ich gehört, dass es zum einen darum geht, sich sein Netzwerk im Unternehmen weiter aufzubauen, und zum anderen die Rolle und Perspektive des Produkt Marketings kennenzulernen.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms bei Texas Instruments befristet?

Der Arbeitsvertrag ist unbefristet, das heißt, sobald man das Trainee-Programm beendet hat, wird man als Technical Sales Representative in einem Vertriebsbüro des Landes angestellt. Zudem hilft es, geographisch flexibel zu sein, da es zu Beginn des Programms keine Garantie dafür gibt, wo der Einsatzort sein wird. Die Präferenzen von Kandidaten werden allerdings aufgenommen und je nach Businessneed wird versucht, sie zu berücksichtigen.

>> Mehr Infos zum Einstieg als Trainee bei Texas Instruments

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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