Erfahrung als Trainee: Texas Instruments.

Von Bettina Wilde,

Christian Willschek hat Mechatronik an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen/Nürnberg studiert und ist im Anschluss als Trainee bei Texas Instruments eingestiegen. Mittlerweile ist er als Analog Field Application Engineer (FAE) in Garching tätig und lässt im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER seine Zeit als Trainee Revue passieren.

Hallo Christian, wie war der grobe Ablauf deines Trainee-Programms bei Texas Instruments?

Das Trainee-Programm bei TI besteht für Applikationsingenieure aus zwei Abschnitten: dem Field Assignment und dem US Assignment.

Im Field Assignment ist man ab Tag eins mit seinem Coach im Feld, das heißt, man begleitet ihn oder sie bei Kundenbesuchen, bereitet diese vor und nach, ist auch mal im Labor oder hat vielleicht auch das Glück, ein etwas größeres Event wie einen Tech-Day beim Kunden zu organisieren.

Im US Assignment unterstützt man eine Produktlinie, also eine der Abteilungen, in der unsere Produkte entwickelt werden. Das ist dann sehr viel technischer: Man arbeitet vor allem im Labor und hat nochmal richtig Gelegenheit, ganz tief in die Details eines integrierten Schaltkreises einzutauchen. Daneben ist die Zeit in den USA ideal, um mit den vielen anderen Produktgruppen in Kontakt zu kommen. Beide Abschnitte werden mit Trainings von TI begleitet.

Wie sind bei TI Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Man hat einen Coach, der einen durch das ganze Programm begleitet, aber auch einen sogenannten „Assignment Coach“, welcher einen während des jeweiligen Abschnittes betreut. Natürlich ist der Führungsstil von der jeweiligen Person abhängig, aber generell ist es bei TI üblich, dass man jeden immer ansprechen kann und sich Zeit für einen genommen wird. Das heißt, die Betreuung und Einarbeitung geschieht durch denjenigen, der sich am besten im jeweiligen Fachgebiet auskennt. Zum Beispiel war mein Coach in Dallas Application Manager. Wenn es darum ging, Validierungen im Labor durchzuführen, hat mich der zuständige Validierungsingenieur eingearbeitet. Natürlich ist man dann neugierig und sucht das Gespräch mit den Testingenieuren, den Designern etc., um ein ganzes Bild zu bekommen. In regelmäßigen Abständen gibt es ein Feedback vom jeweiligen Coach, der sich natürlich bei seinem ganzen Team erkundigt. Feedback ist bei TI sehr wichtig und wird ernst genommen. Wenn man da zusammenarbeitet und Kritik und Lob richtig versteht, kann man sich hervorragend weiterbilden. Für mich war und ist das sehr wertvoll.

„Training-off-the-job“ vs. „Training-on-the-job“ – Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Der Anteil an Theorie ist eher gering und in den Seminaren wurde immer versucht, auch spielerisch an praxisnahen Situationen zu üben. Ich würde sagen, 98 Prozent ist Training-on-the-Job.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Im Wesentlichen geht es bei meiner Rolle als FAE darum, die technischen Problemstellungen meiner Kunden zu verstehen und aus dem großen Produktportfolio von TI die beste Lösung zu finden. Das passiert auf Bauteilebene, aber auch auf Systemebene, wo die Anwendung als Ganzes eine Rolle spielt. Dabei kann ich immer wieder auf Support aus den Produktgruppen oder unseren System-Teams zurückgreifen.

Der Kontakt zum Kunden ist in der Regel per Telefon oder persönlich im Meeting beim Kunden und wird dann oft per Mail fortgeführt. Der individuelle Umgang mit den Entwicklern als Person ist dabei aus meiner Sicht wichtig: Wenn die „Chemie“ stimmt, dann ist das für beide Seiten effektiver. Das alles zusammen finde ich sehr spannend.


Absolviere hier dein Trainee-Programm.


Welche Erfahrungen hast du während deines Auslandsaufenthaltes sammeln können?

Mein Assignment in den USA hat sechs Monate gedauert und die habe ich komplett in Dallas verbracht. Da dort das Headquarter von TI ansässig ist, sind ebenda fast alle Produktlinien angesiedelt. Um mein Netzwerk auszubauen, war es ideal. In unserer Gruppe organisierten wir ein bis zwei Roundtables pro Woche mit den verschiedenen Teams. Das waren 30 bis 60 Minuten, in denen man sich gegenseitig bekannt machte und dann einen Überblick über die jeweilige Produktgruppe gewinnen konnte. Bei über 100.000 TI-Produkten war dies bis heute für mich mit das Wertvollste.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei Texas Instruments?

Bei TI gibt es generell eine sehr positive Arbeitsatmosphäre: freundlich, offen, man nimmt sich Zeit, hört zu. Selbst der Kontakt zu Führungskräften fällt leicht, man ist schnell per Du. Generell werden die Unternehmensziele als Teamaufgabe wahrgenommen und umgesetzt.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt?

Als Trainee bekommt man von Tag eins an volles Gehalt, Urlaubsgeld und nimmt am Profitsharing teil. In der Zeit in den USA gab es sogar weitere Unterstützung, da ja auch die Lebenskosten höher sind. Alles in allem sehr attraktiv.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms bei Texas Instruments befristet?

Der Arbeitsvertrag ist unbefristet.

Was war (bisher) dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung?

Ich hatte die Chance, einen Tech-Day bei einem Kunden zu organisieren. Etwa zehn verschiedene Repräsentanten aus den verschiedenen Produktgruppen wurden eingeladen, die meisten aus den USA. Da will man natürlich die Erwartungen der Teilnehmer, des Kunden und der Vorgesetzten erfüllen. Am Ende war das Feedback von allen Seiten positiv und die rund drei Monate Vorbereitung haben sich gelohnt.

Wie ging es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm bei TI weiter?

Ich arbeite seit rund einem Jahr als FAE in Garching und darf genau das machen, was mir Spaß macht. Ich habe großartige Kollegen und Kunden mit spannenden und herausfordernden Projekten. Es liegt nun an mir und meinem Team, das meiste aus diesen Voraussetzungen zu machen. Eines kann ich jetzt schon sagen: Das, was ich im Programm gelernt habe, ist heute immer noch wichtig – aber ausgelernt habe ich noch lange nicht.


Erhalte weitere Informationen zum Unternehmen.

Jetzt mehr erfahren

Erfahrungen von anderen Insidern.