Erfahrung als Trainee: Lidl.

Von Bettina Wilde,

Theresa Gritzbach hat Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik an der Hochschule Heilbronn studiert und ist dann als Trainee im Bereich Warengeschäft bei Lidl eingestiegen. Im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER spricht sie über ihre Aufgaben, ihren Auslandsaufenthalt und die Arbeitsatmosphäre im Unternehmen.

Hallo Theresa, welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess bei Lidl noch vor sich haben?

Am besten ist es, wenn man authentisch ist. Etwas aufgeregt zu sein, ist ganz natürlich, aber man muss sich wirklich nicht verrückt machen. Ein Bewerbungsgespräch oder Assessment Center gibt einem immer auch die Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung.

Wie ist der grobe Ablauf deines Trainee-Programms?

Das Trainee-Programm bei Lidl ist in Basis-, Orientierungs- und Vertiefungsphase gegliedert. In der Basisphase lernt man das Kerngeschäft von Lidl in den Filialen und den Regionalgesellschaften kennen. Innerhalb der Orientierungsphase arbeitet man an Projekten in verschiedenen Schnittstellenabteilungen mit und erhält bereits eigene Teilprojekte. In der Vertiefungsphase geht man als erstes eine Zeit in das Ausland, um in einer Landesgesellschaft aktiv an Projekten mitzuwirken. Im Anschluss wird man im Zielfachbereich auf die vorgesehene Stelle eingearbeitet und übernimmt einen eigenen Verantwortungsbereich.

Wie sind bei Lidl Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Durch die Personalabteilung werden verschiedene Veranstaltungen organisiert, wie zum Beispiel ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch mit anderen Trainees. Zudem koordiniert die Personalabteilung den Einsatzplan. In den verschiedenen Fachbereichen stand mir jeweils ein Ansprechpartner für Fragen zur Seite. Am Ende jeder Traineestation bekommt man ein umfassendes Feedback der jeweiligen Führungskraft.

„Training-off-the-job“ vs. „Training-on-the-job“ – Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Um einen guten Einblick in verschiedene Abteilungen und Themenbereiche zu erhalten, liegt der Schwerpunkt des Trainee-Programms auf der Praxis. Hinzu kommt eine Auswahl an Schulungen zu Themen wie Selbst- und Zeitmanagement, Besprechungstechnik oder Präsentationstechnik.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Die Aufgaben eines Trainees bei Lidl sind sehr abwechslungsreich und abhängig von der Phase und dem Bereich. Den ersten Teil der Traineezeit arbeitet man in der Filiale. Hier lernt man das Kerngeschäft von Lidl kennen. Dazu zählt zum Beispiel auch Ware zu verräumen, zu bestellen und zu kassieren. Auch administrative Aufgaben wie der Umgang mit Kennzahlen und Inventurergebnissen gehören dazu.

Zurück in der Zentrale arbeitet man hingegen strategisch an Projekten mit und begleitet diese von der Idee über den Rollout bis zur Umsetzung in den Ländern. Während des Auslandsaufenthalts in einer Landesgesellschaft können wir uns vor Ort ein Bild davon machen, wie eingeführte Prozesse umgesetzt bzw. an Landesgegebenheiten adaptiert werden.


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Welche Erfahrungen hast du während deines Auslandsaufenthaltes sammeln können?

Lidl ist inzwischen in 28 Ländern mit Filialen vertreten – wodurch sich uns Trainees in Bezug auf den Auslandsaufenthalt eine große Auswahl bietet. Meinen Auslandsaufenthalt habe ich in der Landesgesellschaft in Spanien verbracht. Hierbei unterstützte ich die spanischen Kollegen bei der Einführung eines neuen Systems zur Abwicklung des Aktionsgeschäftes. In den zweieinhalb Monaten konnte ich mein Netzwerk innerhalb des Unternehmens erweitern. Deutsch als Unternehmenssprache machte den Einstieg im Ausland auch einfach. Nichtsdestotrotz konnte ich meine Spanischkenntnisse zusätzlich ausbauen. Zudem war es spannend, die Arbeitsweise und Kultur in einem anderen Land kennenzulernen.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst du pro Woche?

Positiv an dem Trainee-Programm finde ich, dass einem früh viel Verantwortung gegeben wird. Dadurch bewegen sich die Wochenstunden meist zwischen 42–45 Stunden. Je nach Projekt kann dies auch mal mehr oder weniger sein. Da wir bei Lidl Vertrauensarbeitszeit haben, teile ich meine Zeit selbstständig ein und richte mich dabei nach den Kernarbeitszeiten (9–17 Uhr). Als Einsteiger bei Lidl hat man bereits 30 Urlaubstage.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei Lidl?

Als Trainee lernt man verschiedene Bereiche im Unternehmen kennen. Insgesamt habe ich die Arbeitsatmosphäre als sehr gut empfunden und es hat Spaß gemacht, in verschiedenen Teams mitzuarbeiten und die verschiedenen Dynamiken in den jeweiligen Schnittstellenbereichen kennenzulernen.

Mit den Trainees werden verschiedene Treffen organisiert und wir haben uns unabhängig davon viel ausgetauscht.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt?

Bei Lidl erhält man im Branchenvergleich ein überdurchschnittliches Gehalt.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms befristet?

Der Arbeitsvertrag eines Trainees ist von Anfang an unbefristet. Dies bedeutet, dass man auch nach Abschluss des Trainee-Programms fest in seiner Zielabteilung eingeplant ist.

Was war (bisher) dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung?

Innerhalb meines Trainee-Programms gab es mehrere Highlights. Ein tolles Erlebnis war, an einem Videodreh zum Thema Logistik mitzuarbeiten. Auch mein Auslandseinsatz in Spanien war definitiv ein Höhepunkt!

Im Allgemeinen war es einfach eine schöne Erfahrung, in verschiedenen – internationalen – Bereichen mitarbeiten und unterstützen zu können und als Teammitglied gesehen zu werden.

Wie geht es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm bei Lidl weiter?

Kurz vor dem Ende meines Trainee-Programmes habe ich bereits einen eigenen Verantwortungsbereich übernommen. Ich bin jetzt als Junior Consultant im Bereich Ländersupport und Weiterentwicklung für das Aktionsmanagement von Lidl im Bereich Food und Non-Food verantwortlich.


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