Erfahrung als Trainee: Cargill Deutschland

Erfahrung als Trainee: Cargill Deutschland

Stefanie Görsch (28) hat ihr Studium in Köthen beendet, bevor sie als Technical Management Trainee bei Cargill eingestiegen ist. Mittlerweile ist sie Systemleiterin im Bereich Produktion. Im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER spricht sie über ihre Erfahrungen im Bewerbungsprozess, Inhalt und Ablauf des Trainee-Programms und die Arbeitsatmosphäre bei dem international tätigen Unternehmen, das Produkte und Services für die Lebensmittelbranche, den Agrarsektor, die Finanzbranche und die Industrie bereitstellt.

Hallo Stefanie, wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle bei Cargill ab?

Ich habe mich bei Cargill für eine Diplomandenstelle beworben und dann fünf Monate am Standort Barby meine Diplomarbeit geschrieben. Dabei habe ich von Kollegen vom Trainee-Programm erfahren und mich als Technical Management Trainee (TMT) beworben. Die Bewerbung habe ich über die Webseite von Cargill durchgeführt. Anschließend habe ich direkt eine Einladung zu einem Assessment Center erhalten, das in Krefeld stattgefunden hat.

Was hat dich beim Assessment Center erwartet?

Es wurden diverse Einzel- und auch Gruppenaufgaben über den Auswahltag verteilt. Dabei wurden Kreativität, Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, Englischkenntnisse und die Darstellung seiner Person gefordert und geprüft. Die Atmosphäre war sehr angenehm und es herrschte eine sehr gute Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe, die aus circa zwölf Bewerbern bestand. Die „Beobachter“ seitens Cargill waren ebenfalls sehr aufgeschlossen und haben es uns Trainee-Bewerbern dadurch leicht gemacht, die Nervosität abzulegen und konzentriert und mit viel Spaß und Freude die vorgegebenen Aufgaben zu bewältigen. In einer Gesprächsrunde mit aktuellen Trainees am Standort konnten viele offene Fragen geklärt werden und es wurde ein guter Einblick in die Cargill-Trainee-Welt vermittelt. Am Ende des Assessment Centers habe ich ein konstruktives Feedback erhalten und bin mit gutem Gefühl wieder nach Hause gefahren.

Welche Tipps kannst du zukünftigen Bewerbern für die Trainee-Stelle geben?

Es kommt darauf an, man selbst zu sein und sich nicht zu verstellen. Man sollte die Aufgaben einfach auf sich zukommen lassen, locker an die Sache herangehen und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Das Unternehmen möchte durch die Aufgaben und Gespräche sehen, ob die Person in die Cargill-Welt passt.  

Wie war der grobe Ablauf deines Trainee-Programms bei Cargill?

In der Trainee-Zeit lernt man möglichst viele verschiedene Abteilungen und die Verknüpfungen der Bereiche kennen, wobei das Hauptaugenmerk als TMT in der Produktion liegt. Dabei habe ich einige Monate im Schichtdienst in der Produktion verbracht, um die Abläufe der Prozesse kennenzulernen, zum Beispiel: Welche Aufgaben die Operatoren und Koordinatoren erfüllen, welche Probleme zu lösen sind und vieles mehr.

Weiterhin habe ich unter anderem einen Einblick in der Abteilung Process Development erhalten und kürzere Zeiten in den Bereichen der Maintenance, Finance, EHS, Quality etc. verbracht. Dabei hatte ich die Gelegenheit, meine Kollegen in der täglichen Projektarbeit zu unterstützen und die notwendigen Abläufe innerhalb Cargills kennenzulernen.

Am Ende meines Trainee-Programms habe ich sechs Monate an einem Projekt an einem anderen Standort mitgewirkt. Das hat es mir ermöglicht, viele Kontakte zu Cargill-Kollegen in ganz Europa zu knüpfen, viele Standorte zu besuchen und meine bis dahin erworbenen Kenntnisse einzubringen und auszubauen. Es war eine tolle Erfahrung und Herausforderung, bei der ich sehr viel lernen konnte.

Wie sind bei Cargill Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt gewesen?

Während meiner gesamten Trainee-Zeit erfolgte die Betreuung durch dieselbe Person, die mich bei allen fachlichen Themen unterstützt hat und mein Trainings-Programm in Zusammenarbeit mit mir und dem Werksleiter erstellt hat. Weiterhin hatte ich einen Mentor an meiner Seite, mit dem ich alle nicht-fachspezifischen Themen besprechen konnte, beispielsweise Probleme mit Kollegen oder dem Trainingsplan.

‚Training-off-the-job’ vs. ‚Training-on-the-job’– Wie war das Verhältnis von Theorie zu Praxis?

Die Trainee-Programme bei Cargill sind sehr praxisorientiert und es ist Training-on-the-job. Innerhalb der einzelnen Bereiche werden einem die theoretischen Grundlagen vermittelt, aber immer gekoppelt mit dem praxisnahen Bezug.

Zudem finden im sogenannten „European Graduate Program“ insgesamt fünf Soft-Skill-Schulungs-Module statt. Für die Schulungen werden Gruppen aus europäischen Trainees aus unterschiedlichen Bereichen gebildet und an unterschiedlichen europäischen Standorten verschiedene Themen besprochen und vermittelt, zum Beispiel Teamwork und verschiedene Kulturkreise. Außerdem wurden Trainings-Akademien für die Technical Management Trainees angeboten, an denen unterschiedlichste Grundlagen zu verschiedenen technischen Prozessen behandelt wurden.

Was waren in dem Trainee-Programm deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Die wesentlichen Aufgaben eines Trainees bei Cargill liegen darin, das Unternehmen, die Strukturen innerhalb der Firma und Prozessabläufe kennen und verstehen zu lernen. Dabei habe ich an regelmäßigen Meetings teilgenommen, zum Beispiel der täglichen Besprechung zwischen Produktion, Maintenance, Qualität und den Prozessingenieuren. Ein TMT unterstützt die Kollegen innerhalb der Bereiche, liefert die Zuarbeit für Projekte oder setzt eigene kleine Projekte um. Somit konnte ich im normalen Tagesgeschäft mitwirken und Einblicke in die verschiedensten Bereiche erlangen. Weiterhin konnte ich während meiner Aufgaben den Kontakt zu Kollegen aus anderen Standorten und Abteilungen herstellen, der für die weitere Arbeit sehr hilfreich gewesen ist. Ich hatte schon nach kurzer Zeit das Gefühl, in der „Cargill-Welt“ integriert und Teil des großen Ganzen zu sein.

Auf wie viele Arbeitsstunden bist du pro Woche gekommen?

Die normale Arbeitszeit beträgt 40 Stunden pro Woche, bei Stillständen oder ähnlichen Verzögerungen kann es auch schon einmal länger werden, wobei die Mehrarbeit dann an anderer Stelle ausgeglichen werden kann.

Wie hast du die Arbeitsatmosphäre bei Cargill empfunden?

Die Zusammenarbeit mit den Kollegen ist in den meisten Fällen sehr gut gewesen. Ich wurde in allen Abteilungen herzlich aufgenommen und unterstützt, beispielsweise während meiner sechsmonatigen Phase an einem anderen Cargill-Standort, an dem ich ein Projekt unterstützt habe – definitiv ein Highlight meiner Traineezeit. Auch der Kontakt zu den anderen Trainees ist durch die regelmäßigen Treffen sehr gut und hält auch nach der Trainee-Zeit an.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms befristet gewesen?

Ja, als ich mit dem Trainee-Programm 2011 begonnen habe, war der Vertrag auf 24 Monate befristet. Heute sind die Trainee-Verträge deutschlandweit unbefristet.

Wie ist es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm bei Cargill weitergegangen?

Ich durfte mein Trainee-Programm vorzeitig nach 18 Monaten beenden und habe die Möglichkeit bekommen, im Bereich Process Development zu beginnen. Seit November bin ich in der Produktion als Area Supervisor tätig. Dies ist eine Art Abteilungsleiter für einen der beiden vorhandenen Produktionsbereiche.

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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