Erfahrung als Trainee: Bechtle

Erfahrung als Trainee: Bechtle

Ein unbefristeter Vertrag, tolle Kollegen und spannende Zukunftsaussichten: Davon berichtet Jonas Wisserodt, Trainee im Fachvertrieb für Dokumenten Management Systeme und Enterprise Content Management bei Bechtle, im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER. Außerdem gibt er Insider-Tipps für den Auswahlprozess für das Trainee-Programm.

Hallo Jonas, wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle bei Bechtle ab?

Das Auswahlverfahren verlief deutlich schneller und weniger komplex als erwartet. Ich bin auf der Bechtle Homepage auf die Trainee-Stelle aufmerksam geworden und habe mich direkt beworben. Gut eine Woche danach wurde ich von meinem jetzigen Vorgesetzten zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Dieses verlief sehr positiv, sodass ich direkt die Einladung zu einem zweiten Gespräch bekam. Ich erhielt hierfür eine Recherche-Aufgabe, die ich vorbereiten sollte. Meine Ergebnisse sollte ich bis zum Vorabend des zweiten Termins senden.

Beim zweiten Gespräch wurde ich zunächst gebeten, eine PowerPoint-Präsentation in 30 Minuten vorzubereiten und diese im Anschluss zu präsentieren. Da an diesem Tag insgesamt drei Trainee-Bewerber zu ihrem zweiten Gespräch eingeladen waren, wurde ich nach meiner Präsentation gebeten, mich noch einige Zeit zu gedulden.

Wenig später händigte mir mein Vorgesetzter einen vorgefertigten Vertrag zur Unterschrift aus. Am Ende wurde zwei Bewerbern ein Vertrag angeboten. Insgesamt hat das Auswahlverfahren von der Bewerbung bis zur Vorlage eines Arbeitsvertrages circa vier Wochen gedauert.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess noch vor sich haben?

Bechtle sucht Menschen, die durch ihre Persönlichkeit und ihr Auftreten überzeugen, Zielstrebigkeit ausstrahlen und die Werte des Unternehmens – Bodenhaftung, Beharrlichkeit, Zuverlässigkeit und Begeisterungsfähigkeit – leben und wertschätzen. Eigenverantwortung, unternehmerisches Handeln und Kundenorientierung sollten für einen Bewerber kein Fremdwort sein.

Flexibilität ist, gerade in der Traineephase, sehr wichtig. Trainees sind viel unterwegs und kommen bei Schulungen und Modulen in Neckarsulm zusammen. Für die externen Teilnehmer bedeutet das dann auch mal, im Hotel zu übernachten.

Bechtle sucht keine Einzelkämpfer, sondern Mannschaftsspieler, die im Team an einem Strang ziehen und einen Mehrwert für die Kunden sowie unser Unternehmen als Ziel haben. Beim Vorstellungsgespräch gilt es, sich nicht zu verstellen. Bewerber kommen nicht als Bittsteller zum Vorstellungsgespräch, sondern es handelt sich um ein Gespräch auf Augenhöhe: Klar will man unbedingt den Job haben, aber das Unternehmen braucht ja auch einen Mitarbeiter. So kann man ganz locker und entspannt an die Sache herangehen!

Wie ist der grobe Ablauf deines Trainee-Programms bei Bechtle?

Mein Trainee-Programm läuft vom 1. April bis zum 31. Dezember 2016, also insgesamt neun Monate. Den Auftakt des Programms bildet das sogenannte MIKADO – die Einführungsveranstaltung der Bechtle AG für alle neuen Mitarbeiter. Sie bildet das erste von insgesamt fünf solcher Trainee-Module, in denen man die Logistik- und Service-Organisation, Bechtle Managed Services und die Bechtle Competence Center kennenlernt. Neben den Modulen besuchen die Trainees Seminare wie Präsentations-, Vertriebs- und Produktschulungen, um das notwendige Handwerkszeug für die Praxis im Unternehmensalltag zu erwerben. In der Konzernzentrale in Neckarsulm lernen die Teilnehmer in kleinen Gruppen und hellen Räumen mit sehr guten Trainern und ausgezeichneter Verpflegung. Auch an das Schwäbeln gewöhnt man sich schnell. :-)

Die Schulungen haben einen hohen Praxisanteil. Im Rahmen der Module lernen die Trainees verschiedene Unternehmensbereiche kennen und nehmen hautnah am täglichen Geschäft von Bechtle teil – IT zum Anfassen sozusagen! Damit bei den zahlreichen theoretischen Inhalten auch die praktische Arbeit nicht zu kurz kommt, steht im Systemhaus der Kundenkontakt im Vordergrund. Mein Pate nimmt mich regelmäßig mit zu Kundenterminen. In den ersten Monaten habe ich mich dabei noch im Hintergrund gehalten, protokolliert und zugehört. Wichtig ist aber, jederzeit Fragen zu stellen. Meiner Erfahrung nach zeigen die Kunden Verständnis, wenn ein junger (unerfahrener) Kollege mit am Tisch sitzt und Fragen stellt.

Wie sind bei Bechtle Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Als Trainee habe ich zwei verschiedene Ansprechpartner innerhalb des Systemhauses: den Paten und den Mentor. Der Pate ist der betreuende Kollege im Team, der sich direkt um die Trainees kümmert, Schulungen und Seminare plant und bei Fragen der erste Ansprechpartner ist. Er ist in der Regel Teamleiter oder hat eine ähnliche Position. Darüber hinaus gibt es den Mentor – in meinem Fall der Geschäftsführer des Systemhauses. Der Mentor stimmt sich mit dem Paten über das Programm und die Fortschritte der Trainees ab und behält die persönliche und fachliche Entwicklung im Auge. Die Trainees führen mit dem Mentor regelmäßig Gespräche, um sich über ihre Fortschritte, Anregungen, Verbesserungsvorschläge und konstruktive Kritik auszutauschen. Auch mit dem Paten gibt es regelmäßige Feedback-Gespräche.

„Training-off-the-job“ vs. „Training-on-the-job“ – Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Das Verhältnis von Theorie zu Praxis ist sehr ausgewogen. Zu Beginn ist der Theorieanteil höher. Das ändert sich dann aber rasch. Umso wichtiger ist es gerade am Anfang, sich den theoretischen Background aufzubauen. Vor allem dann, wenn man – wie ich – bisher kaum Berührungspunkte mit dem Systemhausvertrieb oder dem Vertrieb von Dokumenten Management Systemen hatte. Sobald ein gewisses Grundverständnis vorhanden ist, steigt der Praxisanteil. So habe ich beispielsweise nach etwas mehr als einem Monat meinen ersten eigenen Kunden aus dem Competence Center Dokumenten Management Systeme (CC DMS) übernommen.

Das Trainee-Programm lässt den Teilnehmern sehr viel Freiraum und gibt ihnen die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren: Trainees gewinnen Neukunden am Telefon, übernehmen Termine vor Ort beim Kunden und probieren sich an verschiedenen Marktstrategien und Ansätzen, um Produkte beim Kunden zu platzieren. Sprich: Man darf sich austoben, rumprobieren, Erfahrungen machen – und zu Erfahrungen gehören Fehler. Fehler dürfen gemacht werden, solange man daraus etwas lernt!

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Zu meinen Hauptaufgaben gehören die Betreuung der zugeordneten Kunden, die Erstellung von Angeboten und deren Abwicklung sowie die Neukundenakquise telefonisch und in persona. Außerdem organisiere ich Kundenveranstaltungen für das CC DMS. Bei meiner Arbeit ergeben sich viele Möglichkeiten innerhalb von Bechtle zu networken, was auch sehr erwünscht ist.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst du als Trainee pro Woche?

Bei Bechtle in Köln haben wir recht flexible Arbeitszeiten. Die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit beträgt acht Stunden, wobei die Verfügbarkeit von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr sichergestellt sein muss, beispielsweise über das Diensthandy. Wir haben einen Urlaubsanspruch von 28 Tagen im Jahr.

Der Umgang im Team ist kollegial und freundschaftlich. Freizeitaktivitäten wie gemeinsames Schauen von Fußballspielen, Grillabende oder Kinobesuche gehören zum Arbeitsalltag dazu.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei Bechtle?

Die Atmosphäre im Unternehmen ist sehr offen und kollegial. Das wird auch dadurch unterstützt, dass ich in einem sehr jungen Team arbeite. Der Austausch über Freizeitaktivitäten und über die Wochenenden gehört an der Kaffeeecke genauso dazu wie das gemeinsame Mittagessen. Hilfe und offene Ohren für Fragen findet man überall und eigentlich zu jeder Zeit.

Der Kontakt zu den anderen Trainees und zu den Verantwortlichen des Programms aus dem Team Personalentwicklung und Akademie ist ebenfalls sehr gut. Gefördert wird das auch dadurch, dass in jedes Trainee-Modul ein "Netzwerktreffen" integriert ist, bei dem Teambuilding im Vordergrund steht. Das kann beispielsweise ein Mitkoch-Dinner oder eine Wanderung in den Weinbergen mit anschließender Weinverkostung sein.

Es macht auf jeden Fall Spaß, mit den Kollegen auch mal außerhalb des Büros ohne Anzug und in entspannter Atmosphäre zusammenzukommen.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt?

Innerhalb der Bechtle Gruppe gibt es kein "einheitliches" Traineegehalt. Die Gehälter werden von jeder Gesellschaft individuell mit dem jeweiligen Trainee verhandelt und vereinbart. Eine Besonderheit ist, dass es neben einem fixen auch einen variablen Gehaltsanteil gibt. Wie bereits der Name vermuten lässt, wird der fixe Anteil immer ausbezahlt, der variable Anteil hingegen ist an das Erreichen zuvor festgelegter Ziele gekoppelt. Während des Trainee-Programms gibt es allerdings eine Ausnahme: Der variable Anteil wird garantiert monatlich ausgezahlt.

Generell denke ich, dass man sich Folgendes vor Augen führen sollte: Geld ist viel, aber letztlich nicht alles. Die Atmosphäre im Büro, die Arbeit im Team und die Freizeitgestaltung mit dem Team machen wirklich Spaß und führen dazu, dass man gerne zur Arbeit kommt und motiviert ist.

Weitere Benefits sind nach dem Trainee-Programm immer Verhandlungsbasis. Generell gehört in vertrieblichen Tätigkeitsbereichen im Außendienst ein Firmenwagen dazu.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms bei Bechtle befristet?

Wenn man bei Bechtle anfängt, dann erhält man mit seinem Arbeitsvertrag automatisch ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Das ist auf dem Markt leider nicht mehr die Regel. Allzu oft werden Ein-, Drei- oder Fünfjahresverträge vergeben, die dem Arbeitnehmer keine Sicherheit bieten. Das unbefristete Angestelltenverhältnis ist daher eine echt gute Sache!

Was war (bisher) dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung?

Mein größtes Highlight zu benennen, ist gar nicht so einfach. Es gibt viele Dinge, die mir gefallen. Angefangen von der Arbeit im Team über den unerwartet großen Frei- und Spielraum für Ideen bis hin zu den Veranstaltungen in der Freizeit gefällt mir alles extrem gut.

Wenn ich ein Highlight benennen muss, dann würde ich das Mitkoch-Dinner auswählen. Hier haben sich alle Trainees um 18:00 Uhr im Betriebsrestaurant in Neckarsulm getroffen, ein Drei-Gänge-Menü zubereitet und anschließend zusammen gegessen. Es hat großen Spaß gemacht, gemeinsam etwas zu kochen, das man anschließend entspannt bei einem Gläschen Wein genießen durfte. Das war wirklich ein tolles Event und alle Beteiligten waren begeistert!

Wie geht es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm bei Bechtle weiter?

Nach Abschluss meines Trainee-Programms Ende des Jahres werde ich im Fachvertrieb für Dokumenten Management Systeme im IT-Systemhaus Köln übernommen. Ich werde den Bereich der mittelständischen Kunden übernehmen und hier die Marktpräsenz von Bechtle, besonders im Bereich der Dokumenten Management Lösungen, weiter ausbauen.

Mein selbst gestecktes Ziel ist es, meinen ganz persönlichen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens und zur Erfüllung der Vision 2020 beizutragen.


>> Aktuelle Stellenangebote und weitere Infos zum Einstieg als Trainee bei Bechtle

 

Über den Autor

Bettina Wilde
Bettina Wilde
Bettina Wilde ist seit 2015 für das Content Team von TRAINEE-GEFLÜSTER an Bord. Als studierte Germanistin und Trainee-Expertin schreibt sie für ihr Leben gern und kümmert sich um alle wichtigen Fragen rund um das Thema Berufseinstieg.

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Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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