Erfahrung als Trainee: Training on the Job bei ALDI SÜD

Erfahrung als Trainee: Training on the Job bei ALDI SÜD

Julia Pröhl (28) hat ihren Master of International Business Administration an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München und an der Edinburgh Napier University absolviert. Danach gelang ihr der Berufseinstieg über das Training on the Job bei ALDI SÜD, das vorwiegend im Verkauf stattfindet. Im Gespräch mit TRAINEE-GEFLÜSTER berichtet sie über den Bewerbungsprozess, ihre wesentlichen Aufgaben im Arbeitsalltag sowie die Unternehmenskultur bei ALDI SÜD.

 

Hallo Frau Pröhl. Über welchen Kanal haben Sie sich beworben?

Ich habe mich über die Karriere-Website von ALDI SÜD beworben. Es ist allerdings auch möglich, sich postalisch zu bewerben.

Wie hat ALDI SÜD Kontakt mit Ihnen aufgenommen und wie lief der Auswahlprozess ab?

Nach meiner Bewerbung wurde ich per E-Mail zu einem persönlichen Gespräch in die Regionalgesellschaft eingeladen. Dort gab es zunächst ein Vorstellungsgespräch mit dem Geschäftsführer der Regionalgesellschaft. Dies dauerte ca. 90 Minuten. Eine Woche später hatte ich die Gelegenheit, einen erfahrenen Regionalverkaufsleiter einen Tag lang zu begleiten. So bekam ich einen ersten Eindruck von dem Arbeitsalltag eines Regionalverkaufsleiters. Außerdem konnte ich an diesem Tag viele Fragen stellen. Nach knapp zwei Wochen gab es dann ein zweites Gespräch mit dem Geschäftsführer. Wenige Tage später folgte die Zusage.

Wie lange hat es vom Versenden der Bewerbungsunterlagen bis zur finalen Zusage gedauert?

Der gesamte Prozess dauerte circa 4 Wochen.

Welche Tipps können Sie Bewerbern geben, die den Auswahlprozess noch vor sich haben?

Auf jeden Fall sollten Bewerber auf Fragen zu ALDI SÜD gefasst sein. Auch über aktuelle Handelsthemen sollte man Bescheid wissen. Das Wichtigste – meiner Meinung nach – ist aber auf jeden Fall Authentizität.

Wie lang dauert das Training on the Job bei ALDI SÜD?

Das Programm dauerte bei mir neun Monate. Im Normalfall werden 12 Monate angesetzt, doch aufgrund eines Personalmangels schloss ich das Programm früher ab und konnte so bereits nach neun Monaten meinen eigenen Bereich übernehmen.

Gibt es eine Art „Job-Rotation“ über mehrere Bereiche und Standorte?

Das Programm ist so aufgebaut, dass man mehrere Mitfahrten mit unterschiedlichen Kollegen hat. In den Mitfahrten, welche zwischen 2 – 4 Wochen dauern, wird der Trainee vom jeweiligen Kollegen eingearbeitet und bekommt gezeigt, wie er sein theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen kann. Im Anschluss an die Mitfahrt macht man üblicherweise 1 – 2 Wochen Urlaubsvertretung für den Kollegen. Dies hatte für mich den Vorteil, dass ich das Erlernte gleich selbst anwenden konnte. Zusätzlich zu den Mitfahrten besteht das Programm auch aus Filialzeiten. In diesen lernt man in Praxisblöcken von 4 – 6 Wochen die Arbeitsabläufe in den ALDI SÜD Filialen kennen. Da der Trainee in dieser Zeit den Filialleiter ersetzt, ist er für die Abwicklung des Tagesgeschäfts, die Durchführung von Inventurmaßnahmen und natürlich auch die Mitarbeiterführung verantwortlich. Des Weiteren gibt es noch eine Zentralzeit, in welcher man die Abteilungen Einkauf, Lager, Buchhaltung, Personalabteilung, Filialentwicklung etc. kennenlernt.

Gab es neben dem sogenannten „Training on the Job“ auch Seminare bzw. Schulungen?

Ich habe während des Trainings on the Job an zahlreichen Schulungen der ALDI SÜD AKADEMIE teilgenommen. Außerdem habe ich den Sachkundenachweis für freiverkäufliche Arzneimittel im Einzelhandel und den AdA-Schein erworben.

Wo findet die Ausbildung statt?

ALDI SÜD ist in 31 Regionalgesellschaften im Westen und Süden Deutschlands aufgeteilt. Die Ausbildung findet im Gesellschaftsbereich der jeweiligen Regionalgesellschaft statt.

Wie sind bei ALDI SÜD Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Die Einarbeitung ist bei ALDI SÜD sehr gut organisiert. Am Anfang des Programms erhält man einen Einarbeitungsplan sowie eine zeitliche Gliederung des Trainings on the Job. Außerdem bekommt man einen erfahrenen Kollegen als Mentor zugeteilt. Bei Fragen konnte ich mich jederzeit an alle Kollegen wenden und bekam immer schnelle Unterstützung. Außerdem hatte ich engen Kontakt zu meinen Vorgesetzten und habe in regelmäßigen Abständen Feedback bekommen.

Wie ist in der Ausbildung das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Da im Einzelhandel kein Tag dem anderen gleicht und man teilweise sehr schnell reagieren muss, überwiegt auf jeden Fall der Praxisteil. Allerdings bekommt man natürlich auch theoretisches Wissen wie z.B. rechtliche Grundlagen oder Qualitätsstandards vermittelt, um in der Praxis die richtigen Entscheidungen treffen zu können.

Was sind Ihre wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Die Aufgaben eines Regionalverkaufsleiters umfassen Personaleinstellungen und Personalführung, das Belegwesen, Vorbereitung und Durchführung von Filialleiterschulungen, die Aufnahme und Auswertung von Inventuren, Filialrundgänge uvm. Außerdem ist jeder Regionalverkaufsleiter in verschiedenen Projektgruppen. In seinem Themengebiet ist er dann Experte, koordiniert den Ablauf von Projekten und dient als Ansprechpartner für seine Kollegen und Vorgesetzten. Dieser vielfältige Aufgabenbereich in Verbindung mit großer Führungsverantwortung macht meinen Beruf so spannend.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommen Sie pro Woche?

Ich arbeite circa 50 Stunden pro Woche. Je nach betrieblichen Gegebenheiten mal etwas mehr, manchmal etwas weniger. Durch die flexible Fünf-Tage Woche lassen sich Privatleben und Arbeit jedoch sehr gut vereinbaren.  

Wie empfinden Sie die Arbeitsatmosphäre bei ALDI SÜD?

Die Arbeitsatmosphäre ist sehr angenehm und kollegial. Zu manchen Kollegen hat man auch privat Kontakt.

Wie steht es mit dem Gehalt während des Trainings on the Job bei ALDI SÜD?

ALDI SÜD zahlt ein überdurchschnittliches Gehalt. Ein weiterer Vorteil ist der privat nutzbare Firmenwagen.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainings on the Job befristet?

Nein, ich habe sofort einen unbefristeten Vertrag erhalten.

Was war Ihr persönliches Highlight in dem Training on the Job?

Als besonderes Highlight empfinde ich die ständige Interaktion sowie die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Filialverantwortlichen und den Mitarbeitern. Außerdem finde ich es faszinierend, die eigene persönliche Entwicklung in Hinblick auf Kommunikationsfähigkeit, Eigeninitiative und Entscheidungsfreude zu sehen. Hier spielt es sicherlich eine große Rolle, dass man früh Verantwortung übernehmen muss, aber auch die Möglichkeit bekommt, Fehler zu machen und aus seinen eigenen Fehlern zu lernen.

Wie ging es für Sie persönlich im Anschluss an das Training on the Job bei ALDI SÜD weiter?

Nach dem Training on the Job habe ich im Januar 2014 einen eigenen Bereich mit sechs Filialen in Fulda übernommen. Diesen führe ich nun seit einem Jahr und stelle immer wieder fest, dass kein Tag dem anderen gleicht.

>> Mehr Infos zum Einstieg als Trainee bei ALDI SÜD bietet das Unternehmensprofil

Über den Autor

Luise Koehler
Luise Koehler
Luise schreibt seit 2011 für TRAINEE-GEFLÜSTER und kümmert sich dabei um die Bedürfnisse, Interessen und Fragen junger Berufseinsteiger.

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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