Erfahrung als Trainee: Cognizant Technology Solutions.

Von Noemi Haderlein,

Argin Noravian ist Graduate Programmer Analyst bei Cognizant. Im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER erzählt er von seinem Auswahlprozess, den Aufgaben im Trainee-Programm und warum die ersten drei Wochen so besonders waren.

Hallo Argin, wie lief das Auswahlverfahren für deine Trainee-Stelle bei Cognizant ab?

Über ein Jobportal bin ich auf die Trainee-Stelle von Cognizant aufmerksam geworden. Sowohl die Aufgabenbereiche für das Graduate Program im Bereich Software Engineering, als auch der geplante Verlauf des Trainee-Programms haben mich angesprochen. Daraufhin habe ich meine Unterlagen per E-Mail an die HR-Abteilung von Cognizant geschickt, worauf ich von der Personalabteilung angerufen wurde, um einen Termin für ein Telefoninterview zu vereinbaren.

In diesem Telefoninterview ging es um organisatorischen Dinge, wie einen Termin für ein Vorstellungsgespräch. Außerdem wurde die Stelle sowie der weitere Verlauf des Bewerbungsprozesses beschrieben.

Beim Vorstellungsgespräch traf ich auf den Recruiter, mit dem ich das Telefoninterview geführt hatte. Mein zukünftiger und ein anderer Manager wurden per Videokonferenz dazu geschalten. Danach wurde ausführlicher über die Stelle gesprochen und die folgenden Schritte. Ich wurde nach meinen fachlichen Kenntnissen und Projekten gefragt, welche Programmiersprachen ich beherrsche und in welchen Technologien ich schon Erfahrung habe. Auch ging es um meine Pläne für die Zukunft, wo ich mich in den nächsten Jahren sehe bzw. in welche Richtung meine Karriere gehen soll, aber auch was ich nicht gerne machen würde.

Ich habe am gleichen Abend eine mündliche Zusage erhalten. Am nächsten Tag erhielt ich den Arbeitsvertrag per E-Mail und eine Woche später ging das Trainee-Programm in Spanien los.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess noch vor sich haben?

Auf der einen Seite ist das fachliche Wissen ein wichtiges Kriterium, um im Auswahlprozess weiterzukommen. Man sollte sich deswegen gut auf fachliche Fragen vorbereiten.

Auf der anderen Seite ist es auch wichtig, wie man sich präsentiert. Denn im späteren Beruf hat man mit Kunden und Kollegen zu tun. Da sollte man offen, flexibel und fähig sein zu kommunizieren.

Mir kam es so vor, als ob Cognizant interessante Leute mit Persönlichkeit sucht, die womöglich schon Erfahrung im Ausland gemacht haben, mehrere Sprachen beherrschen oder außergewöhnliche Jobs hatten.

Wie ist der grobe Ablauf des Graduate Programs bei Cognizant?

Das Trainee-Programm bei Cognizant dauert 18 Monate. In dieser Zeit findet ein Betriebsdurchlauf durch alle Stadien der Softwareentwicklung statt. In meinem Fall als Entwickler zum Beispiel in der Anforderungsanalyse, Konzeption, Implementierung, Testen und im Deployment. Danach wird geschaut, wo meine Stärken liegen und auf welchen Bereich ich mich spezialisiere.

Während der Ausbildung hat man einen Heimatstandort. Es kann jedoch auch vorkommen, dass man zu anderen Standorten geschickt wird. Auch finden Seminare zu verschiedenen Themen statt. Cognizant hat eine riesige Auswahl an Online-Schulungen und eine Online-Bibliothek, die für jeden Mitarbeiter frei zugänglich sind.

Wie sind Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten bei Cognizant geregelt?

Während der Anfangszeit habe ich von dem Graduate Development Team einen Lehrplan erhalten. In diesem wurden mir Online-Kurse für Softwareentwickler wie Java, JavaScript, HTML5 empfohlen. Zusätzlich habe ich einen Mentor zugewiesen bekommen, der mich unterstützt, falls ich Fragen habe.

Anschließend bekommen die Graduates je Standort einen "Buddy" zugewiesen. Der Buddy hat die Aufgabe, den Graduates bei allen organisatorischen Problemen zur Seite zu stehen wie beispielsweise Reisekostenerstellung, Zeitnachweise, Tipps und allgemeine Fragen.

Meinen Manager habe ich nur dann kontaktiert, wenn ich eine Genehmigung bzw. Erlaubnis brauchte oder Fragen zum weiteren Verlauf meiner Karriere hatte. Er hat mir am Anfang erklärt, wie das Graduate Programm aufgebaut ist und welche Stationen ich während dieser Zeit durchlaufen werde. Nach jedem größeren Schritt haben wir miteinander gesprochen und die weitere Vorgehensweise besprochen.

Alle oben genannten Personen sind dabei immer hilfsbereit, freundlich und nehmen sich Zeit für mich.

„Training-off-the-job“ vs. „Training-on-the-job“ – Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Es kommt immer drauf an, ob man schnell einem Projekt zugewiesen wird oder nicht.

Wenn man kurz nach dem Einstieg ein Projekt findet, dann lernt man sehr viel in kürzester Zeit. Man muss aber keine Angst haben, ins kalte Wasser geschmissen zu werden. Es werden anfangs kleine Aufgaben verteilt, die zu bewältigen sind und bei Problemen kann man immer den Projektleiter oder den Teamleiter fragen. Die Komplexität der Aufgaben nimmt dann mit mehr Erfahrung zu. Während dieser Zeit kann man den Lehrplan vernachlässigen, da Projekte vorrangig sind.

Wenn man gerade kein Projekt hat, muss man den Lehrplan befolgen und die Kurse belegen. Es wird erwartet, dass man sich immer weiterbildet, falls kein Projekt vorhanden ist. Es kann aber auch sein, dass man zur Vorbereitung verschiedene Trainings und Übungsaufgaben zu einem bestimmten Thema absolvieren muss, um bei einem anstehenden Projekt mitarbeiten zu können.


Absolviere hier dein Trainee-Programm.


Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Zurzeit befinde ich mich in der Vorbereitungsphase auf ein Projekt, in dem es um Spring Frameworks geht. Dazu habe ich online Kurse belegt und eine Übungsaufgabe von meinem Teamleiter erhalten. Meine wesentliche Aufgabe ist es jetzt, dass ich das Gelernte verstehe, umsetze und programmiere. Es wird kein Druck beim Lernen erzeugt und mir wird genug Zeit gelassen.

Welche Erfahrungen hast du während deines Auslandsaufenthaltes bei Cognizant sammeln können?

Mein Einstieg bei Cognizant hat durch das „Spain Induction Program“ direkt mit einem Auslandsaufenthalt begonnen. Die ersten drei Wochen ging es um die Entstehung, Kultur, Werte, Produkte/Lösungen und Kunden von Cognizant. Hinzu kamen Projektarbeiten, Seminare und Workshops zu verschiedenen Themen wie z. B. Projektmanagement, Präsentationstechnik und Networking, die sowohl von eigenen Managern von Cognizant als auch von externen Trainern geleitet werden.

Die Ausarbeitung eines Projektes zu einem gegebenen Thema muss am Ende des Aufenthalts abgegeben werden und anschließend eine Präsentation vor sechs bis sieben hochrangigen Managern gehalten werden.

In dieser Zeit habe ich viele neue, interessante und nette Leute kennengelernt, mit denen ich immer noch Kontakt habe. Ich habe aber auch gelernt, wie man mit verschiedenen Charakteren in einem Team zurechtkommt und was für Schwierigkeiten dabei entstehen können. Da in den ersten drei Wochen nur Englisch gesprochen wurde, haben sich auch meine Sprachkenntnisse verbessert.

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst du pro Woche?

Im Arbeitsvertrag sind 40 Stunden pro Woche angesetzt plus Überstunden. Der jährliche Urlaub beträgt insgesamt 30 Tage. Es gibt keine festen Arbeitszeiten bzw. Kernzeiten. Es kann vorkommen, dass man Überstunden machen muss, wenn das Projekt es verlangt. Es ist immer abhängig vom jeweiligem Status und den Anforderungen des Projektes. Es besteht zudem die Möglichkeit, nach Absprache mit dem Manager von zu Hause aus zu arbeiten.

Bei Cognizant liegt der Fokus klar auf der Ablieferung von Ergebnissen, der aktiven Mitarbeit, der Teilnahme an Meetings und der Erreichbarkeit für Kollegen und Kunden.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei Cognizant?

Bei Cognizant spricht man sich mit „Du“ an und der Rang spielt keine Rolle. Die Standorte sind Open Offices, das heißt, dass sich fast alle Mitarbeiter bis auf die Direktoren in offenen, großen, lichtdurchfluteten Räumen befinden.

Dort findet man lange Schreibtische, wo man sich einen Platz suchen kann. Es gibt somit keine festen Arbeitsplätze. Es herrscht eine sehr kollegiale Stimmung im Büro. Alle Kollegen, die ich bis jetzt kennengelernt habe, sind offen, respektvoll, freundlich, nett und sehr hilfsbereit. Es herrscht eine äußerst internationale Stimmung bei Cognizant, denn die Mitarbeiter kommen von überall aus der Welt. Ein großer Teil der Kollegen kommt aus Indien, man sollte sich daher auf die englische Sprache einstellen.

Wie steht es mit deinem Trainee-Gehalt bei Cognizant?

Das Trainee-Gehalt als angehender IT-Consultant ist durchschnittlich und fair. Man erhält zum Berufsstart einen Firmen-Laptop und ein Handy gestellt. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, eine BahnCard 50 zu beantragen, die sowohl für Geschäfts- als auch für Privatreisen dient. Es gibt Mitarbeiterrabatte und eine vergünstigte Mitgliedschaft bei einem Fitnessportal. Darüber hinaus werden zertifizierte Workshops angeboten, sofern es die Projekte ermöglichen bzw. verlangen. Außerdem werden regelmäßig interne Workshops, Schulungen und Seminare angeboten.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms befristet?

Das Arbeitsverhältnis ist auf 18 Monate befristet. Die Übernahmechancen danach sind jedoch absolut hoch. Es ist nicht nur mein, sondern auch Cognizants Ziel, ein langfristiges, unbefristetes Arbeitsverhältnis einzugehen.

Was war bisher dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung bei Cognizant?

Das größte Highlight waren die drei Einführungswochen in Spanien! Das war wirklich ein einmaliges Erlebnis.

Wie geht es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm bei Cognizant weiter?

Wenn alles positiv verläuft und ich wie geplant übernommen werde, werde ich versuchen, mich in dem Bereich Projektmanagement zu fokussieren, mich weiterzubilden und mehr Verantwortung in einer leitenden Rolle zu übernehmen.


Erhalte weitere Informationen zum Unternehmen.

Jetzt mehr erfahren

Erfahrungen von anderen Insidern.