Englisch in der Arbeitswelt – Teil 3: Fluch und Segen von Abkürzungen

„Lol“, „omg“, „thx“, „wtf“ – sounds familiar? Je schneller die Kommunikation, desto kürzer die Worte: Gerade in Zeiten von WhatsApp und Co. sind englische Abkürzungen hochbeliebt. Das mag beim Chatten noch ganz gut funktionieren, aber gerade als Neuling im Job-Kontext kann das in ganz schön kryptischen E-Mails oder Meetings enden, aus denen du mit riesigen Fragezeichen über dem Kopf rausgehst. In Teil 3 der Serie "Englisch für die Arbeitswelt" lernst du die gängigen Abkürzungen kennen, die du im Berufsalltag drauf haben solltest. Außerdem erfährst du, wie du selber für mehr Klarheit sorgen kannst.

Inhalt:

  1. Wieso sind Abkürzungen so beliebt?
  2. Warum sind Abkürzungen mit Vorsicht zu genießen?
  3. Abkürzungen aus dem Berufs- und E-Mail-Alltag

Wieso sind Abkürzungen so beliebt?

Will der Kollege, der dir eine E-Mail schickt, in der du vor lauter Abkürzungen den Inhalt nicht mehr siehst, dich einfach nur piesacken? Wohl kaum – böse Absicht dürfte genauso wenig der Grund dafür sein wie übermäßige Faulheit. Oft ist es einfach das Gefühl, dass man unglaublich viel Zeit spart und in noch kürzerer Zeit noch mehr Nachrichten verschicken kann. Wenn man das dann eine Weile durchzieht, schleicht sich das Abkürzen von Wörtern schnell in den Sprachgebrauch ein. Im privaten Gebrauch kommt noch dazu, dass man durch Abkürzungen wie „lol“ leicht Emotionen ausdrücken kann, ähnlich wie bei Emojis. Drei Buchstaben bzw. ein Symbol lassen sich eben einfach schneller tippen als „Das finde ich sehr witzig“.

Warum sind Abkürzungen mit Vorsicht zu genießen?

Und wo liegt eigentlich das Problem? Genau im gewohnheitsmäßigen Gebrauch. Denn nutzt man Abkürzungen exzessiv, bekommt man gar nicht mehr mit, wie das bei anderen ankommt und was die negativen Seiten sein können. Schwierig wird es auch, wenn man nicht mehr differenziert, bei wem man inflationär Abkürzungen verwendet und bei wem nicht – Stichwort Freunde vs. Kollegen und Kunden. In einem offizielleren Kontext als beim Verabreden fürs Feierabendbierchen können schnell Missverständnisse entstehen.

Mögliche Nachteile sind also:

  • Unter Kollegen:
  1. Neue Kollegen, die nicht „drin“ sind, sind überfordert und wissen nicht, wovon die Rede ist
  2. Es entstehen leicht nervige Schleifen durch Nachfragen
  3. Die Korrektheit und die Genauigkeit leiden
  • Im Kundenkontakt:
  1. Zu viele Abkürzungen wirken leicht flapsig und dadurch unprofessionell
  2. Nimmt man sich zu wenig Zeit für die Kommunikation, wirkt das wenig wertschätzend
  3. Schnell entstehen Missverständnisse und die Geduld wird überstrapaziert
TIPP:
Im Chat mit deinen Kollegen kannst du durchaus mal emotionale und umgangssprachliche Abkürzungen oder Emojis verwenden – aber wenn der CEO (da haben wir es – kurz für Chief Executive Officer aka Geschäftsführer) etwas von dir will oder ein Kunde dir schreibt, lass lieber die Finger davon. Es sei denn, ihr seid auch sonst total dicke und die lockere Umgangsform hat sich sowieso schon etabliert. Ansonsten gilt: Da der Kunde und auch der Chef am längeren Hebel sitzen, empfiehlt es sich dringend, hier nicht als erster durch zu große Vertraulichkeit auzufallen. Wähle lieber den sicheren Weg mit professioneller Distanz, korrekter Rechtschreibung und ohne FIY, tbd. oder asap.

Abkürzungen aus dem Berufs- und E-Mail-Alltag

Hier findest du die wichtigsten und geläufigsten englischen Abkürzungen, die dir im Arbeitsalltag begegnen werden:

approx. (approximately) circa (ca.)
attn (for the attention of) zu Händen (z. Hd.)
asap as soon as possible – so schnell wie möglich oder auch: zack zack!
B2B (Business to Business) Beziehungen zwischen zwei Unternehmen
B2C (Business to Consumer) Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden
Bros (Brothers) Gebrüder (Gebr.)
BTW (by the way) übrigens
CC/BCC (carbon copy/blind carbon copy) Kopie/Blindkopie
CEO (Chief Executive Officer) Vorstandsvorsitzender/Geschäftsführer
cf. (confer, compare) vergleiche (vgl.)
CFO (Chief Finance Officer) Leiter der Finanz-Abteilung
CIO (Chief Information Officer) Leiter der Informationsabteilung
CMO (Chief Marketing Officer) Leiter der Marketing-Abteilung
COO (Chief Operations Officer) Betriebsdirektor
CTO (Chief Technology Officer) Leiter der Technologie-Abteilung
cu (see you) Tschüss
curr. (current) laufend
Dept (Department) Abteilung
ed. (edition) Auflage
FAQ (frequently asked questions) häufig gestellte Fragen
FYEO/4YEO (For Your Eyes Only) nur für deine Augen bestimmt
FIY For your information = Abkürzung für zur Kenntnisnahme
JK (Just Kidding) nur zum Spass
IMHO (In My Humble/Honest Opinion) meiner Ansicht nach
Inc (incorporated) Aktiengesellschaft (AG)
n/a (not available/applicable) Nicht verfügbar/keine Angabe (k.A.)
nc (no comment) kein Kommentar
nec. (necessary) erforderlich
pls cfm (please confirm) bitte bestätigen
Re. (with reference to) Betreff
Tba., Tbd. (To be anounced, to be done) Wird noch bekanntgegeben, muss noch erledigt werden
Zip (zone of improved delivery) Postleitzahl

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Über den Autor

Bettina Wilde
Bettina Wilde
Bettina Wilde ist seit 2015 für das Content Team von TRAINEE-GEFLÜSTER an Bord. Als studierte Germanistin und Trainee-Expertin schreibt sie für ihr Leben gern und kümmert sich um alle wichtigen Fragen rund um das Thema Berufseinstieg.

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Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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