Assessment Center – gängiges Auswahlverfahren für Trainee-Stellen

In einer schnelllebigen und flexiblen Arbeitswelt kommt es zunehmend darauf an, dass man neben einer guten Fachkompetenz auch ausgeprägte soziale Kompetenzen mitbringt. Aufgrund dieser veränderten Anforderungen haben sich im Laufe der Jahre auch die Auswahlverfahren für Bewerber verändert. Besonders für Führungspositionen nutzen Personalverantwortliche ein Assessment Center, um die Kandidaten eingehend zu prüfen.

Auch Hochschulabsolventen müssen sich bei ihrem Berufseinstieg immer stärker darauf einstellen, mithilfe eines Assessment Centers getestet zu werden. Viele Unternehmen sind sehr darauf bedacht, nicht zu viele Details über ihre Assessment Center nach außen dringen zu lassen. Deshalb bleibt es nicht aus, dass für viele Bewerber die Informationen im Vorfeld relativ allgemein bleiben. Trainee-Geflüster bringt Licht ins Dunkel!

Was ist das Assessment Center?

Gerade für die Vergabe von Traineestellen biete sich für Personaler mit einem Assessment Center die Möglichkeit nur Spitzennachwuchs zu rekrutieren, der sich später auch für Führungspositionen eignet. Eine Trainee-Ausbildung ist teuer. Gerade deshalb wird Wert auf Nachhaltigkeit bei der Bewerberauswahl gelegt. Das klassische Assessment Center ist je nach Ausgestaltung eine relativ zuverlässige Methode, um Bewerber intensiv einer Persönlichkeitsprüfung zu unterziehen - jedenfalls aussagekräftiger als ein klassisches Vorstellungsgespräch. Dabei kommt es vor allem darauf an, Situationen zu simulieren, die den Arbeitsalltag widerspiegeln. Im Vordergrund stehen dabei die sogenannten Soft Skills. Ein Assessment Center kann sich über mehrere Tage erstrecken und beinhaltete verschiedene Aufgaben und Übungen, bei denen die Kandidaten auf die Probe gestellt werden.

Die Aufgaben im Assessment Center

Die Aufgabe, die in einem Assessment Center durchgeführt werden, dienen unterschiedlichen Zwecken und testen jeweils bestimmte Bereiche der sozialen, kommunikativen oder methodischen Kompetenz eines Bewerbers. Meistens beginnt ein Assessment Center mit der Selbstpräsentation der Bewerber, bei der sie innerhalb einer kurzen Zeit ihren Werdegang und ihre Motivation beschreiben müssen. Dem folgen häufig eine oder mehrere Gruppendiskussionen, bei denen mehrere Bewerber ein vorgegebenes Thema kontrovers diskutieren müssen. Der Klassiker unter den Assessment Center Aufgaben ist die Postkorb-Übung, bei der man unter großem Zeitdruck eine bestimmte Anzahl von Dokumenten abarbeiten muss. Eine weitere häufig angewandte Übung ist das Rollenspiel. Dabei muss sich der Bewerber einem Zweiergespräch unterziehen, wobei er in der Regel die Rolle des Vorgesetzten übernimmt. Es wird also z.B. ein Mitarbeiter- oder Verkaufsgespräch simuliert. Die Präsentation eines vorbereiteten Themas stellt oftmals die vierte Möglichkeit der Aufgaben dar, die die Bewerber durchlaufen müssen. Das Thema der Präsentation kann sowohl vorgegeben als auch frei wählbar sein. Eine andere Variante ist die Fallstudie, bei der ein Bewerber ein firmen- oder branchenspezifisches Problem analysieren und lösen muss.

>> Weitere Infos zu den wichtigsten AC-Aufgaben

Die Ruhepausen

Da ein Assessment Center vom Bewerber ein hohes Maß an Konzentration verlangt und oftmals sehr komplexe Anforderungen stellt, sind die Pausen zwischendurch sehr wichtig. Doch auch hier muss man immer auf der Hut sein, denn Personaler nutzen diese Gelegenheit gerne, um z.B. das Benehmen und die Kommunikation bei Tisch unter die Lupe zu nehmen. Das ist zwar nicht immer so, aber trotzdem empfiehlt es sich, das eigene Benehmen und die eigenen Aussagen immer zu kontrollieren. Umso wichtiger ist es, ausgeruht und fit zum Assessment Center Termin zu escheinen. Auf verfängliche Themen wie Religion und Politik sowie Alkohol sollte im Zweifel besser verzichtet werden.

Fazit

Für das Unternehmen stellt das Assessment Center zwar eine kostspielige aber auch gute Möglichkeit dar, Fehler bei der Personalentscheidung zu vermeiden. Dazu muss das Assessment Center aber genau auf die Anforderungen der zu besetzende Stelle zugeschnitten sein. Für den Bewerber wird ein Assessment Center weitaus weniger stressig, wenn er sich gut vorbereitet. Eine ausführliche Recherche zum Unternehmen ist dabei unverzichtbar. Das Assessment Center bietet dann die Möglichkeit die eigenen Fähigkeiten und Stärken umfassend zu präsentieren.

>> Hier berichten Trainees von ihren Erfahrungen im Auswahlprozees für Trainee-Stellen

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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