Trainee und Co. : Spezielle Einstiegsprogramme für Absolventen

Die meisten Studierenden träumen davon, direkt nach ihrem Uni-Abschluss einen unbefristeten Vertrag bei ihrem Traum-Unternehmen zu ergattern. So einen Berufsstart legen sicherlich einige Absolventen hin, der Großteil der Uni-Abgänger findet jedoch erst über verschiedene Umwege – wenn überhaupt – eine feste Anstellung in ihrem gewünschten Bereich und im favorisierten Unternehmen.

Berufseinstieg für Absolventen

Mittlerweile offerieren fast 90 Prozent der deutschen Unternehmen spezielle Orientierungs- und Einstiegsprogramme für Hochschulabsolventen. Trainee-Stellen werden in 80 Prozent aller Unternehmen angeboten und erfreuen sich damit einer großen Beliebtheit. Häufig beinhalten diese Trainee-Stellen Mentoring- oder Coaching-Angebote (90 Prozent). Das bedeutet, dass ein Trainee von Vorgesetzten oder anderen Kollegen unter die Fittiche genommen werden, um so Fähigkeiten, die im Berufsleben wichtig sind, schnell zu erlernen. Dabei finden in regelmäßigen Abständen Treffen statt, in denen Mentee (Berufseinsteiger) und Mentor (Vorgesetzter) sich austauschen.

Cross-Mentoring als Einstiegshilfe

Mentoring beschränkt sich jedoch nicht auf das reine Verhältnis des direkten Vorgesetzten zum Berufseinsteiger. Mentees können mehrere Mentoren aus verschiedenen Fachrichtungen und Fachbereichen haben, um Kenntnisse aus mehreren Gebieten zu erlangen. Dabei handelt es sich um das sogenannte „Cross-Mentoring“. Cross-Mentoring soll den Berufsneulingen helfen, ein breites Portfolio an Wissen zu erlangen. Cross-Mentoring wird von 30 Prozent der Unternehmen angeboten und kommt insbesondere auch vielen Trainees zu Gute, da die Kombination aus Trainee-Stelle und Cross-Mentoring durchaus üblich ist.

Leistungsüberprüfung der Young Professionals

Einen Platz in einem Einstiegsprogramm zu ergattern ist die eine Sache, sich in dem Job dann auch zu bewähren, eine ganz andere. Daher werden von fast allen Unternehmen regelmäßig Leistungsüberprüfungen durchgeführt. Dazu gibt es viele unterschiedliche Methoden. Die gängigste ist immer noch das Gespräch des Berufsanfängers mit dem Vorgesetzten. 90 Prozent der Arbeitgeber setzen auf diese Maßnahme zur Einschätzung der Leistungsfähigkeit der Berufseinsteiger. Etwas mehr als die Hälfte aller Unternehmen (56 Prozent) vertraut ihrem Nachwuchs ein eigenes Projekt an, um zu überprüfen, wie ihre Führungskräfte von morgen mit Verantwortung und Druck umgehen können. Auch direkte Führungsverantwortung erhalten bereits etwa ein Drittel der Berufseinsteiger. Ebenso sind die allseits bekannten Assessment Center eine beliebte Methode des Leistungsmonitorings: 41 Prozent der Unternehmen vertrauen auf sie.

Karriereaufstieg

Auf der Einstiegsstufe verweilen circa zwei Drittel der Berufsanfänger zwischen zwei und drei Jahren, bevor höhere Aufgaben auf sie warten. Abweichungen nach oben und nach unten sind jedoch nicht unüblich. Besonders talentierte – oder auch nur besonders glückliche – Einsteiger erreichen schon nach ein bis zwei Jahren die zweite Stufe der Karriereleiter (14 Prozent). Einer von sechs Startern muss jedoch länger als vier Jahre warten, bevor es in höhere berufliche Sphären geht. Bei einem Trainee tritt die erste berufliche Veränderung in jedem Fall nach maximal zwei Jahren ein, da Trainee-Stellen auf diese Zeit begrenzt sind. Das heißt, dass der Trainee dann entweder übernommen wird und damit aufsteigt, oder dass er nicht übernommen wird und sich eine neue Arbeitsstelle suchen muss.

Artikel weiterempfehlen:

Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

Persönliche Empfehlung

Erhöhe deine Chancen bei der Jobsuche.
Beim Karriereportal ABSOLVENTA kannst du Kontaktanfragen von über 5.000 Arbeitgebern erhalten.

  • Kostenlos anmelden
  • Lebenslauf hochladen
  • Jobanfragen erhalten
Kostenloses Profil erstellen

Weitere Artikel aus dieser Kategorie