Trainee bei HeidelbergCement: Einblicke vom Arbeitgeber

Trainee bei HeidelbergCement: Einblicke vom Arbeitgeber

Natalie Greineck ist als Leiterin im Nachwuchsmanagement bei HeidelbergCement tätig. Im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER spricht sie darüber, was bei der Auswahl der Trainees wichtig ist, wie im Trainee-Programm das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis ist und was die Trainee-Auszeichnung für einen der weltweit größten Baustoffhersteller bedeutet.

Was für Trainee-Programme bieten Sie an und was für ein strategisches Ziel verfolgen Sie damit?

HeidelbergCement bietet verschiedene Trainee-Programme in den folgenden Bereichen an: Human Resources, Logistik, Technik, Vertrieb sowie im Bereich Finance, Accounting & Controlling.

Ziel der Programme ist es einerseits, den Trainees durch ein Training-on-the-Job einen spannenden Einstieg in unser Unternehmen zu ermöglichen und eine persönlich sowie fachlich herausfordernde Weiterentwicklung zu gewährleisten. Andererseits suchen wir natürlich nach qualifizierten Nachwuchskräften, mit denen wir nach dem Trainee-Programm eine bestimmte Anschlussposition besetzen können und die außerdem einen langfristigen Gewinn für HeidelbergCement bedeuten.

Wie viele Trainees stellt HeidelbergCement pro Jahr ein?

Wir beschäftigen zwischen 10 und 20 Trainees pro Jahr. Die Zahl schwankt, da wir bedarfsorientiert einstellen. Da die Verträge von Anfang an unbefristet sind, müssen wir natürlich exakt planen und können die Anschlussposition nicht dem Zufall überlassen, schließlich soll sie für beide Seiten eine Win-win-Situation sein. Für jede ausgeschriebene Trainee-Stelle erhalten wir im Durchschnitt ungefähr 90 Bewerbungen, die Anzahl schwankt allerdings je nach Bereich. Für unsere Programme im Bereich HR oder Finance kann es auch schon mal vorkommen, dass doppelt so viele Bewerbungen eintreffen.

An wen richten sich die Trainee-Programme von HeidelbergCement?

Unsere Trainee-Programme richten sich an motivierte Absolventen aller Studienrichtungen. Besonders häufig suchen wir Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure. Ob ein Bachelor oder Master vorausgesetzt wird, unterscheidet sich je nach Trainee-Programm. In den meisten Fällen bevorzugen wir einen Masterabschluss, manchmal genügt aber auch der Bachelor. So zum Beispiel für das Trainee-Programm im Bereich Vertrieb, da es hier weniger auf umfassende theoretisch Kenntnisse, sondern viel mehr auf persönliche Eigenschaften ankommt.

Auf welche überfachlichen Qualifikationen kommt es Ihnen besonders an?

Eigenschaften, die man als Trainee bei HeidelbergCement mitbringen sollte, sind vor allem Engagement, eine hohe Lernbereitschaft und viel Eigeninitiative. Aufgrund der vielen Standortwechsel während des Trainee-Programms sind außerdem ein hohes Maß an Flexibilität sowie Mobilität von Bedeutung.

Gibt es für die Trainee-Stellen bei HeidelbergCement bestimmte Bewerbungsfristen und feste Starttermine?

Neue Trainees starten bei uns quartalsweise, allerdings haben wir nicht in jedem Quartal jedes Trainee-Programm zu besetzen. Der Bewerbungsstart ist entsprechend circa drei Monate im Voraus.

Wie läuft der Auswahlprozess für die Besetzung der Trainee-Stellen ab?

Vor dem ersten persönlichen Kennenlernen werden vereinzelt Telefoninterviews geführt. In der Regel steht allerdings ein klassisches Vorstellungsgespräch am Anfang des Auswahlprozesses. Die überzeugendsten Bewerber werden anschließend zu einem Zweitgespräch eingeladen. Manchmal bauen wir auch kleine Case Studies ein, aber ein Assessment Center gibt es bei uns nicht.

Was erwarten Sie von den Bewerbern im persönlichen Kontakt während des Auswahlprozesses?

Generell erwarte ich sehr gut vorbereitete Bewerber in angemessener Kleidung mit ausreichendem Know-how über HeidelbergCement. Außerdem ist es mir wichtig, dass Bewerber authentisch und selbstsicher sind und auch erklären können, warum sie die bestgeeignete Kandidatin oder er der bestgeeignete Kandidat sind. Neben bestimmten persönlichen Eigenschaften erwarte ich auch sehr gute Studienleistungen und dementsprechend ein fundiertes Fachwissen sowie im Optimalfall einschlägige Berufserfahrung durch Praktika. In manchen Fällen legen wir auch auf Auslandsaufenthalte Wert.  

Wie ist der grobe Ablauf des Trainee-Programms?

Für jeden Trainee wird vorab ein individueller Ablaufplan mit allen zu durchlaufenden Abteilungen erstellt. Dabei soll sichergestellt werden, dass der Trainee alle relevanten Prozesse und Aufgaben in den für sein Trainee-Programm relevanten Bereichen kennenlernt. Neben den Abteilungen wechseln ebenfalls die Standorte, weshalb den Trainees eine gewisse Mobilität abverlangt wird. Als Ergänzung zur Berufspraxis besuchen die Nachwuchskräfte ausgewählte Seminare oder Schulungen.

Absolvieren die Trainees einen Auslandsaufenthalt?

In einigen der Trainee-Programme ist ein vier- bis sechswöchiger Auslandsaufenthalt vorgesehen, zum Beispiel beim Trainee-Programm im Bereich Finance, Accounting & Controlling. Ziel eines solchen Aufenthalts ist, dass die Trainees funktionsübergreifende Kenntnisse und interkulturelle Kompetenz erwerben. Bevorzugte Länder gibt es dabei nicht, vielmehr ist der jeweilige Bedarf der ausländischen Standorte ausschlaggebend.

Wie ist in der Trainee-Ausbildung bei HeidelbergCement das Verhältnis von Theorie zu Praxis?

Während des Trainee-Programms bei HeidelbergCement liegt der Fokus auf der Einbindung in laufende Projekte und Themen, das heißt, die aktive Mitarbeit hat den höchsten Stellenwert. Daneben wollen wir unserem Anspruch gerecht werden, unsere Trainees bestmöglich zu fördern, und bieten daher ein umfassendes Qualifizierungsangebot zur Entwicklung der persönlichen, sozialen und fachlichen Kompetenzen. Im Anschluss an das Trainee-Programm folgt das „Junior Development Program“, welches bedarfsgerechte Lerninhalte zur persönlichen Weiterbildung bietet.

Wie sind die Einarbeitung und Betreuung der Trainees durch die Vorgesetzten geregelt?

Der erste Tag des Trainee-Programms bei HeidelbergCement beginnt immer mit einer Einführung, an dem die Trainees unter anderem ihren persönlichen Ablaufplan sowie die zentralen Ansprechpartner kennenlernen. Aber auch während der gesamten Zeit als Trainee werden die Nachwuchskräfte durch erfahrene Fachkräfte, Mitarbeitern des Ressorts Nachwuchsmanagement und durch einen Mentor betreut, die den Trainees individuell zur Seite stehen und ihnen den Einstieg ins Unternehmen erleichtern sollen. 

Ihr Nachwuchsprogramm hat die „Trainee-Auszeichnung“ erhalten und wurde somit als „fair und karrierefördernd“ eingestuft. Was bedeutet Ihnen das und was versprechen Sie sich davon?

Wir sehen diese Auszeichnung als Bestätigung und Anerkennung unserer Bemühungen, den Trainees ein spannendes, herausforderndes und bereicherndes Programm zu ermöglichen. Wir bieten seit über 30 Jahren Trainee-Programme an, was zeigt, dass es sich dabei nicht um ein Zufallsprodukt, sondern vielmehr um ein festverankertes Entwicklungsprogramm handelt. Aus diesem Grund freuen wir uns sehr über die Auszeichnung.

Nicht nur der ‚Generation Y’ ist wichtig: Für welche Werte und für welche Unternehmenskultur steht Ihr Unternehmen?

Besonders treffend lässt sich die Unternehmenskultur bei HeidelbergCement mit den Worten solide und verlässlich beschreiben. Wir sind ein traditionelles, leistungsorientiertes Unternehmen und stolz auf unsere Arbeit sowie unsere Produkte. Außerdem legen wir den Fokus auf einen verantwortungsbewussten, nachhaltigen Umgang mit unseren Stakeholdern und der Umwelt.

Unsere Unternehmenskultur kennzeichnet sich durch flache Hierarchien, weshalb alle Mitarbeiter schnell Verantwortung übernehmen. Insbesondere Trainees werden bereits nach kurzer Zeit in spannende und verantwortungsvolle Themen eingebunden.

Welche Zielpositionen besetzen die Trainees im Anschluss an das Programm und was sind die weiteren Karriereperspektiven bei HeidelbergCement?

Unsere technischen Trainees steigen in großen Werken üblicherweise als Projekt-Ingenieure ein. In kleineren Werken wird sogar schon mal eine Werksleiterstelle als Anschlussposition angeboten. Diejenigen, die ein Vertriebsprogramm absolviert haben, bekommen beispielsweise eine Stelle im Außendienst oder steigen als Produkt- oder Projektmanager ein. Ganz gleich, welches Programm die Trainees durchlaufen haben: Im Anschluss stehen ihnen vielfältige Karriereperspektiven bei HeidelbergCement offen. 

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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