Erfahrung als Trainee bei Beiersdorf: Beyond Borders in USA

Erfahrung als Trainee bei Beiersdorf: Beyond Borders in USA

Silvester auf dem Times Square in New York. Für Beiersdorf-Trainee Till Steinmaier wurde der Traum von Millionen Menschen im Rahmen seines Trainee-Programms „Beyond Borders“ wahr. Er arbeitete fünf Monate in dem US-Büro von Beiersdorf und konnte dort eine große NIVEA-Marketing-Kampagne für die Silvesternacht auf dem Times Square mitgestalten. Im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER spricht er über die arbeitskulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und den USA, seine schönste Erinnerung an die Silvesternacht und seine persönlichen Lehren aus dem Auslandsaufenthalt.

Bei Beiersdorf ist ein Auslandsaufenthalt in dem Trainee-Programm „Beyond Borders“ fester Bestandteil. Inwieweit hattest Du da Wahlmöglichkeiten?

Als Trainee kann man Wünsche äußern, in welchem Land man seinen Auslandsaufenthalt verbringen möchte. Beiersdorf versucht, diese auch zu erfüllen. Ausschlaggebend ist am Ende ein Mix aus persönlicher Präferenz für bestimmte Länder und dem Business Need im Land.

Wie sind Anreise und Unterkunft geregelt?

Nach einem Interview mit dem Marketingleiter von NIVEA USA ging alles recht schnell. Die Personalabteilungen in Hamburg und den USA haben sich um alles gekümmert: vom Flughafen-Transfer bis zum Mietwagen vor dem Hotel, in dem ich die ersten Wochen wohnte. Als Trainee bezieht man sein Gehalt weiter vom deutschen Hauptquartier, die Wohnkosten übernahm aber Beiersdorf USA. Ich habe mich selbst um eine Wohnung gekümmert und fand dann etwas Passendes in Manhattan, nur ein paar Blocks vom Times Square entfernt.

Warum hast Du Dich für die USA entschieden?

Ich wollte in ein Land, das für Beiersdorf eine hohe strategische Bedeutung hat und in dem eine reizvolle Aufgabe auf mich wartet. Die USA sind einer der größten und entwickeltesten Märkte, den Beiersdorf nach wie vor großes Potential sieht. Zudem hat mich die Mitarbeit am Beiersdorf-Projekt „New Year’s Eve on Times Square“ natürlich überaus gereizt.

Was hat es mit dem „New Year’s Eve on Times Square“ auf sich?

NIVEA ist seit mehreren Jahren einer der Hauptsponsoren für die Feierlichkeiten zu Silvester auf dem Times Square. Da NIVEA in den USA noch nicht ganz so bekannt ist wie in Deutschland, ist das eine sehr gute Gelegenheit, die Marke in die Köpfe und Herzen der amerikanischen Konsumenten zu bringen. Denn nach deren Tradition dreht sich vieles um den ersten Kuss im neuen Jahr, auf den man sich dank NIVEA Lipcare – hierzulande Labello – optimal vorbereiten kann. Ich war letztlich Teil des Kernteams, das alle Fäden zusammenhält und die verschiedenen Aktivitäten steuert, die mit den rund zwei Millionen Küssen zu New Year’s Eve ihren Höhepunkt finden.

Wie liefen die Planung und Organisation des Events ab?  

Im Grunde beginnt die Vorbereitungszeit direkt, nachdem das letzte Silvester vorüber ist. Gerade Medienkooperationen mit Moderatoren und Musik-Künstlern bedürfen langer Vorlaufzeiten. Richtig ernst wird es aber „erst“ im September, wenn die Vorbereitungen für die im Oktober startende Facebook-Kampagne in die finale Phase gehen.

Wie sieht diese finale Phase aus?

Involviert sind im Kernteam circa zehn Kollegen aus den Bereichen Marketing, PR, Online und Eventmanagement, die mit acht verschiedenen Agenturen zusammenarbeiten. Bei dem Sponsoring geht es nicht nur um den Silvesterabend, sondern es soll auch schon im Vorfeld wirken, beispielsweise durch den Kiss of a Lifetime Contest auf Facebook. Hier konnten Paare, die ein schicksalhaftes Jahr hinter sich hatten, als Hauptpreis den Kuss zu Silvester auf der NIVEA Kiss-Stage mitten im Times Square gewinnen.

Welche Aufgaben hast Du übernommen?

Neben organisatorischen Themen wie der Vor- und Nachbereitung der Steuerungs-Meetings hatte ich meine eigenen Projekte, war überall eingebunden und konnte zu allem meine Ideen einbringen.

Eine der Beiersdorf-Marketing-Aktionen auf dem Times Square hat einen Preis gewonnen.

Ja, das war der Digital Out of Home-Award für das NIVEA Kissing Booth – eines meiner Projekte. Mit dem Times Square im Hintergrund konnten Passanten NIVEA gebrandete Kuss-Bilder machen lassen, die unmittelbar auf Facebook und auf drei Billboards auf dem Times Square hochgeladen wurden. Der Andrang war riesig. Den Preis gab es letztlich für die innovative Art der Verknüpfung von meaningful consumer engagement mit neuester digitaler Technik.

Welche Erinnerungen hast Du an die Silvesternacht?

Nachdem an diesem Abend schon Mega-Stars wie Pitbull und Justin Bieber auf der Bühne standen, konnte ich Lady Gaga ein paar Minuten vor Mitternacht aus wenigen Metern live erleben. Am stärksten bleibt mir aber die Energie in Erinnerung, die man dort gespürt hat, als zwei Millionen Menschen dicht gedrängt hoffnungsvoll dem neuen Jahr entgegenfieberten.

In welchen Bereichen und an welchen Aufgaben hast Du abgesehen von der Times-Square-Aktion noch mitgearbeitet?

Zu Beginn habe ich mich noch mit den letzten Online-Marketingaktivitäten der großen 100 Jahre NIVEA Feier beschäftigt, aber dann drehte sich alles um „the night of“, die Silvesternacht

Inwiefern unterscheiden sich das Arbeiten und die Mentalität in den Beiersdorf-Büros in den USA im Vergleich zu deutschen Büros?

In den USA gibt es mehr Meetings, das Tempo ist ein wenig höher. Und da die Teams im Vergleich zu Deutschland kleiner sind, kennt man sich auch besser.

Hattest Du neben der Arbeit genügend Zeit, die Stadt auszukundschaften?

Ich bekam viel Besuch von Freunden und der Familie, mit denen ich dann auf Städte-Tour war. Aber New York komplett auszukundschaften, schafft man bei der riesigen Stadt wohl nie. Ich war auch nicht nur in New York, sondern habe an langen Wochenenden auch Reisen unternommen, zum Beispiel nach Washington und Boston.

Was hast Du für Dich persönlich aus dem Auslandsaufenthalt mitgenommen?

Ich habe gelernt was eine 360-Grad-Marketing-Kampagne wirklich bedeutet. Da es nicht für alles eine eigene Abteilung gibt, war ich überall mit drin und kann jetzt überall mitreden – egal ob bei der Entwicklung einer nationalen TV-Kampagne, einer Facebook-Aktivierung, PR-Events, TV-Show-Integrationen oder eben bei der Durchführung eines solchen Events selbst. Außerdem konnte ich wieder einmal sehen, wie wichtig ein gut funktionierendes Team ist, um selbst in komplexen und unerwarteten Situationen stets das Beste rauszuholen.

Wie ging es für Dich im Anschluss an das Trainee-Programm bei Beiersdorf weiter?

Ich arbeite seitdem als Project Manager für Pharmacy Europe. Wir widmen uns dort dem Business Development unserer Marken Eucerin und Hansaplast in Europa. Ich möchte in Zukunft noch weitere internationale Marketing & Sales-Erfahrungen sammeln, um mittelfristig Führungserfahrung in einem unserer Länder zu übernehmen. Inwiefern sich in den USA wieder berufliche Möglichkeiten für mich ergeben, wird sich dann zeigen. Langfristig sehe ich mich aber wieder im Headquarter in Hamburg in einer Position mit Markenverantwortung.

>> Mehr Infos zum Einstieg als Trainee bei Beiersdorf.

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Bettina wilde

Bettina Wilde

Trainee-Expertin, Redaktion TRAINEE-GEFLÜSTER

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