Erfahrungen als Trainee: IT-Trainee bei der Allianz.

Von Vanessa Moritz,

Jan-Philipp Burchard hat an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen Informatik studiert. Im Interview mit TRAINEE-GEFLÜSTER berichtet er von seinen Erfahrungen als Trainee in der IT-Abteilung Versicherungstechnik der Allianz sowie über die Vergütung und den Auswahlprozess.

Hallo Jan-Philipp, wie lief das Auswahlverfahren für die Trainee-Stelle bei der Allianz ab?

Der Prozess für das Trainee-Programm mit Fokus IT startete mit einem klassischen Online-Bewerbungsverfahren. Nur vier Tage später gab es ein lockeres Gespräch in einem Telefoninterview. Anschließend wurde für eine Woche später ein Vorstellungsgespräch vereinbart, welches in einer sehr angenehmen Atmosphäre stattfand. Das Assessment Center zwei Wochen später wurde eingeleitet durch ein Abendessen mit zwei aktuellen Trainees und der anschließenden Übernachtung in einem Hotel. Das Assessment Center dauerte insgesamt sechs Stunden, in denen man drei Aufgaben bewältigen musste. Die Zusage kam eine Stunde nach dem Assessment Center.

Welche Tipps kannst du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess noch vor sich haben?

Die Bewerber sollten einen informationstechnischen Hintergrund besitzen und sich genau überlegen, wieso sie für eine zukünftige Führungsposition geeignet sind, ob in der Linienorganisation, als Projektleiter oder Product Owner. Dabei ist es von Vorteil, wenn man sich selbst zu präsentieren weiß.

Wie ist der grobe Ablauf deines Trainee-Programms bei der Allianz?

Das Trainee-Programm dauert 18 Monate und kann nach eigenen Wünschen und in Absprache mit seinem Mentor bzw. Abteilungsleiter durchgeführt werden. In den ersten paar Monaten erhält man einen ersten Überblick über die Allianz IT und arbeitet im Team an Projekten mit.

Man wird kontinuierlich in die Methoden des Projektmanagements und die Tätigkeiten eines Projektleiters eingeführt. An dieser Stelle darf man erste Projekte leiten und umsetzen und sich – soweit gewünscht – fachlich spezialisieren.

Die einzige fixe Station ist eine vier- bis sechsmonatige Assistenz bei einer Fachbereichsleitung, durch die man Einblicke in strategische Entscheidungsfindungen der IT erhält. Durch die Moderation von Gremien und Ausschüssen bekommt man einen Einblick in Diskussionen höherer Ebenen.

Insgesamt ist das Programm von vielen Weiterbildungen sowie einem optionalen Auslandsaufenthalt geprägt.

Wie sind Einarbeitung, Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Von Anfang an wird man einem Abteilungsleiter zugeordnet, der einen über die 18 Monate als Mentor betreut. Die Einarbeitung erfolgt bei jedem Trainee unterschiedlich, je nachdem, in welcher Abteilung und in welcher Funktion man als erstes eingesetzt wird. Feedback wird am Anfang regelmäßig gegeben und geht über zu einem Pull-Element: Wann immer man Feedback bekommen möchte, wird es gerne gegeben.

„Training-off-the-job“ vs. „Training-on-the-job“ – Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis?

Das Trainee-Programm beinhaltet standardmäßig sechs bis zehn Seminare, die zwischen einem Tag und einer Woche dauern und klar auf Führung ausgerichtet sind. Darüber hinaus kann man sich noch Seminare aussuchen, die einen persönlich interessieren – Grenzen sind dabei kaum gesetzt. Ziemlich schnell werden einem neben Programmieraufgaben auch Projektleiteraufgaben zugewiesen, sodass man sehr schnell im praktischen Umfeld zum Einsatz kommt und Verantwortung übernimmt. Das Verhältnis zwischen Programmieren und Projektleitung hängt dabei vom Profil des Bewerbers und dem Bedarf der Abteilung ab.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Arbeitsalltag?

Ich leite Projekte, programmiere und bearbeite zwischendurch Sonderprojekte: Zum Beispiel arbeite ich Strategien der Abteilung aus und präsentiere sie dann oder ich halte Vorträge zu Zusatzthemen.

Ist im Trainee-Programm bei der Allianz ein Auslandsaufenthalt vorgesehen?

Ja. Mein Auslandsaufenthalt bei der Allianz in Australien steht noch bevor!

Stichwort Work-Life-Balance: Auf wie viele Arbeitsstunden kommst du pro Woche?

Die Arbeitszeit beträgt 38 Stunden pro Woche. Durch das Anrechnen von Überstunden und der flexiblen Arbeitszeit kann man sich zusätzliche Urlaubstage erarbeiten oder mal früher gehen. Für den Jahresurlaub sind 30 Tage vorgesehen.

Wie empfindest du die Arbeitsatmosphäre bei der Allianz?

Im Team empfinde ich die Arbeitsatmosphäre als äußerst angenehm und kooperativ. Zu den anderen Trainees ist der Kontakt sehr eng – das ist wohl einer der größten Vorteile des Trainee-Programm. So bekommt man auch aus anderen Bereichen im Unternehmen viel mit. Es werden auch private Ski- und Wanderausflüge unter den Trainees geplant.

Man merkt, dass die Allianz sehr großen Wert auf die Ausbildung der Führungskräfte legt. Über alle Ebenen hinweg wird der Kontakt auf Augenhöhe gelebt, so auch zu den Führungskräften.

Wie steht es mit dem Trainee-Gehalt?

Das Gehalt liegt über dem Branchendurchschnitt. Vor allem sind aber dabei die Vorteile zu nennen, die es zusätzlich zum Gehalt gibt: Dazu gehören die betriebliche Altersvorsorge, eine Erfolgsbeteiligung, vergünstigte Aktien, vermögenswirksame Leistung, Sport- und Fitnessangebote, Weiterbildungsmöglichkeiten, Allianz Mitarbeiterrestaurants, flexible Arbeitszeiten und vieles mehr.

Ist der Arbeitsvertrag auf die Dauer des Trainee-Programms befristet?

Der Vertrag im Trainee-Programm ist von Anfang an unbefristet.

Was war (bisher) dein persönliches Highlight in der Trainee-Ausbildung bei der Allianz?

Die Assistenzzeit bietet einem spannende Einblicke in höhere Hierarchieebenen. So war das Planen und Leiten einer Führungskräfte-Klausur das persönliche Highlight meiner Trainee-Zeit.

Wie geht es für dich persönlich im Anschluss an das Trainee-Programm weiter?

Nach meinem Auslandsaufenthalt bei der Allianz in Australien werde ich voraussichtlich eine größere Projektleiteraufgabe erhalten.


Erhalte weitere Informationen zum Unternehmen.

Jetzt mehr erfahren

Erfahrungen von anderen Insidern.